Weiter geht es
31 Mei–1 Jun 2024, Kanada ⋅ 🌧 12 °C
Wir haben beide richtig gut geschlafen, verkriechen uns aber direkt nach dem Aufwachen nochmal unter die Bettdecke. Gemeinsam überlegen wir, ob wir erst morgen nach Port Hardy fahren oder heute schonmal in diese Richtung. Schnell kommen wir zu dem Schluss, dass der Tag morgen definitiv entspannter wird, wenn wir uns heute ums Einkaufen und die Wäsche kümmern. Passenderweise verspricht die Wettervorhersage mal wieder Regen, sodass wir den Tag ohnehin zum Großteil in Freddie verbringen würden.
Nachdem der Morgen – noch im Trockenen – verbracht ist, machen wir uns auf den Weg. Erst einmal langsam und gemütlich zurück zur Hauptstraße. Es schaukelt und wackelt gefühlt viel mehr als auf dem Hinweg, aber das ist vermutlich auch eher Einbildung. Nach zehn Minuten kommen wir gut und sicher zum Stehen. Ich hole die Kamera von der Motorhaube und schaue einmal um Freddie herum. Es sind keine großen Kratzspuren zu sehen und die Reifen machen auch noch einen vollkommen intakten Eindruck.
Zurück auf dem Highway können wir recht schnell unseren Müll entsorgen. Am Platz gab es diesmal dankenswerterweise keinen Müll von vorherigen Campern.
Eine knappe Stunde später kommen wir in Port Hardy an und parken direkt an der hiesigen Wäscherei. Diese ist im Vergleich zu denen, die wir bisher besucht haben, die kleinste, aber auch ziemlich gut frequentiert. Im Geschäft auf der anderen Straßenseite wechseln wir einen der grünen Plastikscheine in Kleingeld und werfen zwei Maschinen an. Während die Wäsche läuft, tippen wir mal wieder Berichte. Das Nichtstun in Worte zu fassen bzw. sich solche ruhigen Tage nochmal vor das innere Auge zu führen, ist manchmal schon eine Herausforderung.
Mit nach frischer Wäsche duftendem Freddie fahren wir zum lokalen Supermarkt und stocken einige Vorräte auf. Wir finden nicht alles, was wir brauchen; andere Lebensmittel sind teilweise viel teurer als im Supermarkt, den wir morgen noch anfahren wollen. Da in fast allen Provinzen Kanadas Alkohol nur in speziellen Geschäften verkauft werden darf, betreten wir ein solches noch nach dem Supermarkt. Bier ist hier wesentlich teurer als in den USA bzw. als in Deutschland. Der Liter Coors Light liegt umgerechnet bei knapp 3 € und das ist es dann (noch) nicht wert. Dafür holen wir uns zwei Flaschen Rotwein und einen Glenfarclas. An der Kasse zucken wir beide kurz, aber Kanada ist ja nur einmal im Jahr…
Mit gefüllten Vorräten fahren wir drei Straßen weiter und finden einen Parkplatz am Straßenrand. Hier können wir auch übernachten und die Option halten wir uns erstmal offen, als wir die „Devils Bath Brewery“ betreten. Die kleine Brauerei mit Gastropub wurde vor drei Jahren von drei Brüdern und ihrer Mutter gegründet. Hier gibt es Craft-Bier-Spezialitäten und dazu Pizza: genau das Richtige für uns. Wir probieren zunächst vier Biersorten und haben beide schnell das passende gefunden: Red Ale für Hanna und ein sehr leckeres, aber auch mächtiges Chocolate Oat Stout.
Die Brauerei ist von allen Altersschichten gut besucht und wir können uns gut auf die Atmosphäre einlassen. Um halb neun kommen wir beide sehr weise zum Schluss, dass das nächste Bier eines zu viel sein könnte, und treten den Rückzug an.
Bella freut sich sehr, dass wir wieder da sind, und erforscht auf der Runde durch den Regen neugierig die Gerüche und Aussichten am neuen Ort. Die wichtigsten Dinge des täglichen Bedarfs kann man hier besorgen, ansonsten liegt der Fokus hier ganz klar auf dem kleinen Hafen und einem Park direkt davor. Mit all dem Grün und dem Wasser würden wir uns hier mit Sicherheit auch sehr wohl fühlen.
Zurück an Freddie machen wir es uns gemütlich auf dem Bett, um nach kurzer Zeit schon mal das Schlafen zu üben. Als wir um kurz nach eins feststellen, dass wir es nicht verlernt haben, wird Freddie für die Nacht umgebaut und wir gehen dann auch offiziell schlafen.Baca lagi








PengembaraDas sind unsere Kissenbezüge voll mit Wäsche von drei Wochen...dafür sieht's noch Recht gut aus finde ich 😉
Pengembara
Gangart wie ein Panther