• Allein, allein!

    19.–22. jun. 2024, Canada ⋅ ☁️ 13 °C

    Es ist bereits Samstagvormittag, als ich diesen Bericht tippe. Die letzten drei Tage sind mal schneller, mal langsamer vergangen, aber wir genießen diese Flucht und das Abschalten in der Wildnis sehr. Auch wenn hier jeder Tag ein wenig anders ist, könnten wir uns beide an den grundlegenden Ablauf fast dauerhaft gewöhnen. Aufstehen kurz bevor oder nachdem die Uhrzeit zweistellig ist, um anschließend Kaffee und Tee zu kochen. Ersteren genießen wir dann direkt am Kiesstrand im Sonnenschein, während wir entweder die vorbeifahrenden Rafting-Touren beobachten oder die Abreise der Naturwütigen auf der anderen Seite des Flusses.

    Begleitet von der Musik des Wassers verbringen wir dann den Großteil des Tages lesend, dösend und entspannend in der Hängematte mit dem perfekten Blick auf Berge, Wälder und das von den Sedimenten der Berge gefärbte grünblaue Wasser. Während am frühen Abend das Feuerholz gehackt und das Lagerfeuer entfacht wird, kocht Hanna das Abendessen. Sowohl der Salat mit Thunfisch, der Reis mit Gemüse in Erdnusssoße als auch die Feta-Nudeln mit Tomaten haben am Lagerfeuer bei tollem Wetter und dem wundervollen Ausblick nochmal besser geschmeckt als ohnehin schon.

    An jedem Abend haben wir gespielt, zeitweise mit Weinbegleitung, und uns immer darüber gefreut, wie wenig es doch wirklich braucht, um vollkommen entspannt und glücklich zu sein. Mit der einsetzenden Dämmerung hat sich dann mal für ein Stündchen und mal bis nach Mitternacht der Sitzplatz direkt ans Feuer verlagert. Dass wir über die ganzen Tage hinweg keinen Empfang haben, ist ein wirklich begrüßenswerter Pluspunkt.
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