Abstecher in den Norden
30. jun.–1. jul. 2024, Canada ⋅ ☁️ 22 °C
Wir sind heute Morgen sehr entspannt, was das Loskommen angeht. Zwar sind wir nicht allzu spät auf den Beinen, aber das Wetter ist herrlich, der Garten total gepflegt, und wir lümmeln mit dem Kaffee bei offener Tür auf der Wiese herum, videofonieren eine Runde nach Oberauel und sortieren noch anderen Kram. Nach dem Kaffee machen wir uns nochmal zu einer gemeinsamen Spazierrunde über und um den Hof herum auf. Wir sind ein bisschen traurig, dass der Eisstand sonntags zu hat; ein anderer, kleinerer Teil ist aber recht erleichtert, dass es nicht das dritte riesige Eis innerhalb von 24 Stunden gibt (also ein wirklich sehr kleiner Teil).
Gegen Mittag machen wir uns mit Freddie auf in Richtung Norden. Hier möchten wir den Prince Albert National Park besuchen, der für wunderschöne Seen, boreale Wälder und Natur pur bekannt sein soll. Die Strecke beträgt nur 235 Kilometer, wir werden also nicht allzu lange unterwegs sein. In der Stadt Prince Albert legen wir mehrere kleine Stopps ein. Wir lassen unser Abwasser an einem Museum ab, das neben der Entsorgungsstation auch Frischwasser für Camper anbietet. Frisch geleert und gefüllt rollen wir weiter und machen einen kurzen Stopp an einem Asiamarkt, wo wir uns mit neuer Misopaste eindecken.
Bevor es wieder aus der Stadt in die Natur geht, halten wir mal wieder an einem lokalen Burgerladen und genießen dort zum Brunch Burger mit Pommes. Frisch gestärkt geht es in Freddie noch eineinhalb Stunden bis zum „First come, first serve“-Campground im Nationalpark. Wir sind beide gespannt wie Flitzbögen, ob auch heute das Glück mal wieder mit den Dummen sein wird. Morgen ist Canada Day, der Nationalfeiertag, langes Wochenende und Startschuss für die Sommerferien. Reservieren konnte man die Plätze des Campingplatzes nicht. Wir vermuten, dass die meisten Kanadier bereits am Freitag hier angerollt sind und hoffen, dass noch eine Nische für uns bereitsteht. Falls es keinen Platz mehr geben sollte, würden wir halt nicht im Nationalpark bleiben, sondern knapp außerhalb nach Wildcamping-Plätzen suchen. Unsere Lieblings-App für Campspots hat uns geflüstert, dass es da auch einige gibt.
Wir rollen durch den Park und sehen hauptsächlich Wald, Bäume und Seen. Alles ist grün, wild bewachsen und das Wetter ist herrlich. An den einzelnen Parkplätzen, die meist Wasserzugang und eine Bootsrampe haben, ist ordentlich was los. Auf dem verwinkelten Campingplatz angekommen, können wir recht schnell erleichtert durchatmen. Es sind noch einige Plätze frei und wir entscheiden uns für ein schattiges, verwinkeltes Plätzchen, auf dem wir parken und von dem aus wir mit Bella einen kurzen Gassigang unternehmen, um uns an der Einfahrt zu registrieren. Auf der Runde merken wir recht schnell, dass hier ordentlich Moskitos ansässig sind und wir uns auf einen geschlossenen Mückenvorhang und eher weniger draußen sitzen einstellen sollten. Natürlich, wo stehende Gewässer sind, gibt es meist auch Mücken, wahrscheinlich gewöhnen wir uns daran. Thermacell haben wir ja ebenfalls dabei, das vertreibt meist den Großteil der Viecher im direkten Umkreis.
Wieder in Freddie angekommen, lümmeln wir uns aufs Bett, daddeln und lesen ein wenig und genießen den Abend. Zwischendurch macht Christian uns eine Runde köstlicher Sandwiches und zu späterer Stunde gibt es dann noch Nachtisch – Toast mit Erdnussbutter und den neu erstandenen Schokoflocken, die wir ebenfalls beim Hof vom Vortag erstanden haben. Hier gab es neben der Eis- und Wurstproduktion auch niederländische Importware. Neben Gouda und Maggi (wobei ich das eher mit Deutschland verbinde) gab es auch Schokoflocken von Ruiter, die wir früher in unseren Niederlande-Urlauben immer inhaliert haben. Die Idee, Erdnussbutter mit diesen Schokoflocken zu paaren, ist eine seeeehr kluge und auch sehr gefährliche gewesen.
Der Abend verfliegt, wir schauen noch ein bisschen Serie und schlummern dann ein mit dem Gedanken daran, dass morgen einfach nur Seele baumeln lassen auf dem Plan steht, da wir den Platz sofort für zwei Nächte gebucht haben.Læs mere






Rejsende
Das sieht ja sehr gepflegt aus
RejsendeDer Besitzer meinte auch neu, dass sie immer schon gern einen gepflegten Garten hatten und sich dann dachten, Platz genug für Camper ist ja auch