Ein letzter windiger Gletscher
2 stycznia, Argentyna ⋅ ⛅ 15 °C
Ein letzter Gletscher? Wirklich? Lohnt sich das jetzt überhaupt noch? Wir sind hundemüde und müssen jetzt erstmal ausschlafen, nach den Strapazen der letzten Tage! Selbst unsere Knie haben gestern schon erste Schwächezeichen angezeigt.
Gesagt getan, schlafen ist angesagt. 😴
Sehr spät werden wir wach, kein Wecker oder Zimmerservice reißt uns aus dem Schlaf. Als wir so endlich wach werden, begrüßt uns ein bewölkter aber freundlicher Himmel und warmes Wetter. Wir trinken gemütlich einen Kaffee und der weckt neuen Lebensmut in uns.
Was sollen wir jetzt einfach nur rumsitzen, das wäre doch viel zu schade! Jetzt sind wir schonmal hier, dann nehmen wir jetzt auch das letzte Abenteuer an. Wir haben noch viele Vorräte im Auto, die werden eingepackt und ohne Frühstück geht's los. Es ist eh viel zu spät für Frühstück.
Ziel: Laguna Torre mit Gratisgletscher.
Wir kommen gut voran und das Klima ist großartig. Nicht zu warm oder zu kalt, perfekt zum wandern. Es weht auch nur ein kleiner Wind, perfekt! - Spoiler: das wird sich sowas von ändern 😂
Wir wandern ein hübsches Tal entlang, durch Wälder, Ebenen, kleine Hügel, bis wir schließlich an einer tollen Aussicht auf der Höhe ankommen. Hier kann man eigentlich wunderbar die drei Zinnen um den Cerro Torre bestaunen.
Und wie wir sehen ... sehen wir nichts!
Die drei berühmten Zinnen sind komplett von Wolken umhangen.
Naja, nicht schlimm, wir hatten ja bereits bei der Hinfahrt das Glück, sie wolkenlos zu sehen.
Als wir weiter wandern - der Weg ist meist angenehm und relativ eben - nähern wir uns dem Rio Torre, einem reißendem Fluss. Wir folgen ihm und kommen bald und recht plötzlich an der Laguna an. Beeindruckend sehen wir vor uns wie sich der Glaciar Torre in das Tal erstreckt und schließlich in den vorgelagerten See schiebt und sogar kleine Eisschollen hinterlässt.
Eigentlich sind es sogar zwei Gletscher, die zusammen laufen. Durch den regelmäßig starken Wind wird der rechte Gletscher allerdings komplett mit Dreck bedeckt.
Hier lässt allerdings auch mal wieder der Wind nicht auf sich warten. Bei kräftigen Böhen suchen wir schnell Schutz in einer kleinen Steinmulde, um hier gemütlich unseren Proviant zu futtern und Kräfte aufzutanken.
Nach einer kurzen Pause laufen wir bei kräftigstem Wind noch ein paar Meter am Kamm der Laguna entlang. Die Winde sind so stark, das wir unser ganzes Körpergewicht in den Wind werfen müssen, um voran zu kommen. Schließlich entschließen wir uns aber, den sicheren Rückweg anzutreten, um uns nicht am letzten Tag in Patagonien noch durch die heftigen Winde die Knöchel zu verstauchen.
Zurück durch windgeschützte Wälder und vorbei an einem verbrannten Baum, der als Mahnmal für unaufmerksame Wandere stehen gelassen wurde, erreichen wir nach weniger als 3h wieder El Chaltén.
Hier gönnen wir uns ein wohlverdientes Amber Lager in der Sonne.
Nachdem sich unsere Füße ein wenig erholt haben, gehen wir am Abend essen. Leider sind auch heute wieder alle Restaurants voll, aber wir kennen das Spiel: warten mit Medoc bis ein Tisch frei wird.
Heute dauert es aber leider extrem lange, besonders Célines Magen macht sich irgendwann spürbar bemerkbar.
Schließlich aber kommen wir doch noch an die Reihe und gönnen uns einen traditionellen Eintopf und mit Lachs gefüllte Riesenravioli.
Danach gehen wir bald schlafen, morgen ist Abreisetag, aber wir haben noch etwas vor... Czytaj więcej





















PodróżnikDie Spannung steigt …