• Hasta la próxima, Patagonia

    3 stycznia, Argentyna ⋅ ☀️ 9 °C

    Wir wären nicht wir, wenn wir nicht alles was irgendwie machbar ist mitnehmen würden.

    Also klingelt, obwohl heute Abreisetag ist, erneut um 4:00 Uhr der Wecker. Wir wollen ein letztes Mal den beeindruckenden Sonnenaufgang am Fitz Roy beobachten. Diesmal allerdings vom Hausberg von El Chaltén, dem Cerro Paredón, aus. Die Jungs aus dem Hostel hatten uns versprochen, dass das ganze einfach in 45 min machbar sei…

    …war es auch. Was sie uns allerdings verschwiegen hatten, dass es die gesamten 45 min eine quasi senkrechte Wand hoch geht. 😖

    Wir tasten uns also durch die Dunkelheit, den Weg die steile Felsklippe hoch und kommen schweißgebadet auf der Plateauebene an. Gut, dass wir Stirnlampen dabei hatten!
    Hier werden wir dann aber mit einem atemberaubenden Blick über das ganze Tal und die patagonischen Berge belohnt.
    Die Sonne steigt bereits langsam am Horizont empor und wir können das Spektakel des leuchtenden Fitz Roys kaum erwarten. Uns bietet sich erneut ein neues Bild des eindrucksvollen Gebirgsmassivs und wir können es in seiner ganzen Breite sehen. Auch der Cerro Torre versteckt sich heute nicht mehr.

    Das Platteau unterhalb des kleinen Gipfels, das wir herauf geklettert sind, ist ein grünes Grasland und man hört - in Patagonien eher selten - einige Vögel rufen. Hier könnte man mit etwas Glück auch Andenkondore aus der Nähe sehen, aber dieses Glück ist uns nicht vergönnt.
    Wir beschweren uns nicht, denn wir werden reichlich belohnt von einer erneut rot aufgehenden Sonne und einem strahlenden roten Fitz Roy und Cerro Torre. So langsam fragen wir uns, ob es wirklich so selten ist, wie alle sagen... aber wir sind einfach nur unheimlich dankbar und freuen uns an jedem Moment.

    Lange können wir es leider nicht genießen. Kaum wandelt sich das Rot und ein strahlendes Gelb, treten wir auch schon wieder den Rückweg an - wir haben noch eine lange Fahrt und zwei Flüge vor uns.

    Nach kurzer Suche finden wir auch wieder unseren Pfad zur Wand, die es nun herunter zu klettern gilt. Es ist schon recht anspruchsvoll, aber mit Tageslicht geht es dann doch deutlich leichter. Stück für Stück klettern wir herunter, bis wir wieder sicher auf dem Boden ankommen. Wir machen uns nochmal frisch, verabschieden uns von unserer Gastgeberin im Hostel - die drei Jungs schlafen wohl noch - und fahren die knapp 3h zurück nach El Calafate zum Flughafen. Im unserem Rückspiegel sehen wir noch ein letztes mal (wirklich?) das beeindruckende Panorama um den Fitz Roy. Was für ein Abschied!

    Als wir mit unserem Flieger abheben, freuen wir uns sehr, einen Platz am linken Fenster bekommen zu haben, denn tatsächlich: hier bietet sich uns der dann wirklich letzte Blick auf die eindrucksvollen Berge Patagoniens und insbesondere des Fitz Roy, den wir mittlerweile doch sehr ins Herz geschlossen haben.
    Außerdem sehen wir nun auch noch zum ersten Mal einen kurzen Ausschnitt der unendlichen Weite des südpatagonischen Eisfeldes, das sich direkt hinter dem Fitz Roy erstreckt und die vielen Gletscher der Region speist, insbesondere auch den Moreno Gletscher. Es ist eine unheimlich beeindruckende Sicht in diese Eiswüste zu blicken.

    Danach sehen wir gar nichts mehr. Nein, Wolken gibt es keine, wir fallen beide in tiefen Schlaf. 😴

    Kurz vor der Megacity Buenos Aires werden wir wieder wach. Aus der Luft merkt man die Dimensionen nochmal mehr.

    Da wir sehr viel Umsteigezeit für unseren Flug nach Iguazu, ganz im Norden am der brasilianischen Grenze, haben, entschließen wir uns, ein wenig am Atlantik spazieren zu gehen, der hier direkt neben dem Inlandsflughafen liegt. Hier gönnen wir uns auch nochmal an einem der vielen Parrilla Stände ein Bagniola Sandwich.

    Unser Flug nach Iguazu hat allerdings Verspätung. Wir warten also am Gate. Und warten. Und warten.
    Draußen wird es langsam dunkel. Und wir warten. Keiner weiß was. Geht der Flieger überhaupt noch?
    Dann endlich, eine Durchsage in Spanisch. Wir verstehen nur "Iguazu" und "Porta uno". Das sind wir! Und tatsächlich, wir dürfen boarden. Bald schon heben wir in den Nachthimmel Argentiniens ab.

    Um halb zwölf kommen wir dann endlich in Iguazu an. Es ist gar nicht mal so heiß und die Grillen begrüßen uns auf dem Rollfeld.
    Wir nehmen ein Taxi zum Hotel, allerdings stellt sich die Kommunikation mit dem Fahrer als recht schwierig heraus. Er quaselt uns einfach auf spanisch zu und wir tun unser Bestes, ihn zu verstehen. Er ist unheimlich lieb und höflich.
    Müde kommen wir im Hotel an und können sogleich unser Zimmer beziehen.

    Was heißt Zimmer, wir bekommen eine kleines privates Maisonette Häuschen, sehr hübsch und typisch tropisch eingerichtet.
    Damit wir uns nicht alleine fühlen, leistet uns eine kleine freundliche Kakerlake (oder so etwas) an der Wand Gesellschaft - willkommen im Jungle. 😃
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