Argentinien-Paraguay-Brasilien
5 stycznia, Argentyna ⋅ ☀️ 30 °C
Als David heute morgen wach wird, bekommt er einen großen Schreck. Draußen ist es bereits sonnig hell, die Uhr zeigt 11:57 Uhr!
"Céline, wach auf, wir haben komplett verschlafen!! Frühstück gibt es bestimmt keins mehr und der halbe Tag ist schon vorbei..."
Wir sind schockiert: wie konnten wir nur 12-13 Stunden schlafen? Das war bestimmt die Anstrengung und Aufregung der letzten Tage.
Céline ist sichtlich enttäuscht ob des verpassten Frühstücks.
Doch halt! Warte, was sagt die Uhr? 11:57 Uhr deutscher Zeit!! Hier ist es erst 8 Uhr und ein wundervoller Tag steht bevor. 😂
Das muss David jetzt erstmal wieder gut machen, hahaha.
Jetzt sind wir aber zumindest wach und gehen ganz gemütlich zum Frühstück. Heute schauen wir uns die kleine Stadt Puerto Iguazú an, schlendern ein wenig über den Markt und lassen es ganz ruhig angehen, so unser Plan.
David wäscht ein paar Klamotten aus und kreiert eine kleine Dampfsauna in unserem Zimmer und wir hüpfen in den hübschen Hotelpool, naja, Céline nur bis zum Knöchel, so heiß ist es noch gar nicht.
Danach brechen wir auf nach Puerto Iguazú. Die Stadt ist recht klein und tagsüber fast menschenleer. Die sind alle am Wasserfall, denke wir mal. Alleine sind wir aber trotzdem nicht. Am fast jeder Ecke liegen/laufen streunende Hunde herum, wie es auch schon in El Calafate und weniger ausgeprägt in El Chaltén der Fall war. Die armen Tiere werden meist ausgesetzt, wenn die Halter keine "Verwendung" mehr für sie haben, haben wir traurigerweise erfahren. Aber hierzu gleich noch mehr.
An teils hübsche Ecken in Puerto Iguazú reihen sich Bauprojekte und jüngere sowie ältere Ruinen. Als wir ins Zentrum kommen, sehen wir eine Vielzahl an Restaurants und Bars in einer hübschen Straße. Die Idee, hier eine Kleinigkeit zu Mittag einzunehmen, verwerfen wir sehr schnell wieder, als uns Scharen von aufdringlichen Kellern in ihre Restaurants nötigen wollen - sehr unangenehm und so bisher auch noch nicht in Argentinien erlebt.
Also ziehen wir weiter Richtung Hito Tres Fronteras.
Das Wetter ist heiß und wir kommen schon mächtig ins schwitzen. Die Nähe zu Brasilien merkt man hier nicht nur am Klima, sondern auch kulinarisch. Überall gibt es Açai Bowls, eine aus Brasilien stammende Art Fruchtsorbe. Die probieren wir jetzt auch direkt in einer Açai Bar und sind sehr begeistert. Leicht süß und fruchtig, gehaltvoll und einfach lecker.
Gestärkt gehen wir das kurze Stück zum Dreiländereck. Hier trennen der Zulauf des Iguazú River (den kennen wir ja schon in vertikaler Form) in den Rio Paraná die Länder Argentinien, Brasilien und Paraguay. Während man in Paraguay fast nur Wald und eine Stadt in weiter Entfernung sieht, steht auf brasilianicher Seite ein Riesenrad und eine Aussichtsplattform der Stadt Foz do Iguaçu. Man erkennt aber auch massive Grenzanlagen hinter der eindrucksvollen Brücke zwischen Brasilien und Paraguay - ganz ungewohnt für uns Schengen verwöhnte Europäer.
Da die Aussicht bei Tag ansonsten nicht sonderlich spektakulär ist - bei Nacht soll es besser sein - und wir insbesondere ein Restaurant mit super Aussicht auf das Dreiländereck sehen, entschließen wir uns, einen Tisch mit bester Aussicht für heute Abend zu reservieren. Der nette Keller zeigt uns sogar unaufgefordert den Tisch in erster Lage - wir freuen uns schon sehr.
Danach spazieren wir zurück durch die Stadt und gönnen uns im Yabra Mate Club eine Mate. Die Region hier ist Anbaugebiet der Mate, des in ganz Argentinien 'gelebten' Nationalgetränks.
Dann kehren wir zum Hotel zurück und machen uns nochmal kurz frisch. Ein Pool ist schon was schönes 😃
Auf dem Weg zum Abendessen sehen wir dann einen hübschen kleinen Cocktailstand am Straßenrand. Die Zubereitung mit frischem Obst sieht so hervorragend aus, dass wir eine Piña Colada und eine Caipirinha bestellen. Überrascht zahlen wir umgerechnet nur 8 Euro für die beiden 0.4 l Cocktails zusammen.
Glücklich über unsere leckeren Getränke schlendern wir gemütlich weiter zum Restaurant. Erstaunt stellen wir fest, dass der uns am Nachmittag versprochene Tisch bereits vergeben wurde. Man möchte uns mit einem Tisch am Rand zufriedenstellen.
Wir sind einigermaßen enttäuscht. Da sie ihren Fauxpas schnell selbst bemerken, dürfen wir nach etwas Wartezeit schließlich doch noch an unserem reservieren Tisch Platz nehmen.
Die Aussicht ist wunderschön. Die Brücke zwischen Paraguay und Brasilien erstrahlt in den jeweiligen Landesfarben und die Lichter der drei Nationalen spiegeln sich in der großen Flusskreuzung und auf unseren Tellern. Wir essen ein Platta Regional, eine Komposition aus Gerichten aller drei Länder.
Nach tollem Abendessen und einem glühend rot über Brasilien aufgehenden Mond treten wir den Rückweg an.
Plötzlich verfolgt David auf Schritt und Tritt eine Hündin. Treudoof blickt sie uns immer wieder an, wartet auf uns, wenn wir stehen bleiben und weicht nicht von unserer Seite. Das wäre gar nicht so schlimm, würden ihr nicht bis zu drei weitere männliche Hunde folgen, die alle scharf auf die Hindin wären. Sie streiten untereinander um die Hündin, wir mittendrin. Uns wird das Ganze schon recht unangenehm, daher versuchen wir, die Meute abzuhängen - keine Chance. Die Hündin hat nur Augen für David. Schließlich aber können wir sie austricksen, indem wir an einer belebten Stelle plötzlich die Straßenseite wechseln - eine im Nachhinein doch recht lustige Erfahrung. Czytaj więcej















