• Geysers volcánicos del Tatio

    12 stycznia, Chili ⋅ 🌬 13 °C

    4:30 Uhr, der Wecker klingelt. Das sind ja fast europäische Zeiten… Aber gut, hilft ja nichts, ist ja Urlaub. 😅
    Müde stehen wir auf, ziehen uns warm an und trinken in der Lobby noch einen guten Instantkaffee während wir auf unseren Minibus warten, der uns für die heutige Tour abholen soll. Der kommt dann auch pünktlich und unser Guide Ernesto begrüßt uns voller Energie und Freude.
    In tiefer Dunkelheit fahren wir mit einem Affenzahn durch die Wüste, immer gen Norden, nicht ganz 1,5 h lang. Kurz halten wir an einer "Inca toilet" an und schon geht's weiter.

    Die Sonne hat sich noch nicht ganz hinter den Vulkanen hervor geschoben, als wir am Ziel ankommen, den Geysers del Tatio. Vor uns liegt ein von Bergen umgebener Kessel und an allen Ecken und Enden brodelt und dampft es.
    Zu dieser frühen Stunde ist es noch ziemlich kalt und wir warten gespannt und nicht lange darauf, dass sich die Sonne über die Berge schiebt.

    Wir lernen, dass es sich um das drittgrößte Geysirfeld der Erde handelt, in der das 'nah' liegende Magma das Wasser unter der Oberfläche erhitzt und mit Druck aus dem Erdreich presst. Das Wasser kocht hier, da wir uns auf ca. 4.200 Metern Höhe befinden, schon bei 85 °C.
    Wir bestaunen eine Fontäne nach der anderen und lernen unter anderem auch, dass schon die Inka diese Stätte kannten und als heilig empfunden haben. Hier haben sie tatsächlich Menschen und Kinder geopfert, indem sie diese in die kochenden Geysire geworfen haben - schrecklich!

    Zum Glück sind diese Zeiten vorbei und um uns herum bestaunen einige Gleichgesinnte das Naturschauspiel.
    So langsam wird es wärmer und auch die Fontänen nehmen ab. Wir verstehen jetzt, warum diese Tour so früh starten musste. Durch die Kälte der Luft in den frühen Morgenstunden entstehen die besonders hohen eindrucksvollen Fontänen des heißen Wassers. Nun nimmt der Wasserdampf mit der sich aufwärmenden Luft merklich ab.

    Daher fährt uns Ernsto jetzt zu seinem Lieblingsplatz, einem kleinen, von den Massen unbemerkten Geysir, aus dem sogar ein heißer Bach inkl. Miniwasserfall fließt. Hier baut er ein sagenhaftes Frühstück für uns auf. Es gibt frisches Rührei, Avokado, Aufschnitt, angegrillte Brötchen und chilenische süße Hörnchen. Dazu Kaffee, Tee und eine Mischung aus Yerba Mate und Cocablättern. Alles unheimlich lecker und so langsam wird uns in der nun aufgegangen Sonne auch so richtig warm.

    Dann fahren wir auch schon wieder zurück, vorbei an begrünten heißen Bächen in sonst toten Gegenden und kleineren Lagunen. In einer dieser Lagunen sehen wir einige Flamingos friedlich vor sich hin fressend. Die haben wir schon bei der Hinfahrt in den dunklen Morgenstunden erahnen können.

    Gegen Mittag kommen wir wieder in unserem Hotel an. Jetzt legen wir uns erstmal an den Pool, schlafen ein wenig und machen etwas, das wir den ganzen Urlaub noch nicht geschafft haben - wir lesen ein bisschen in den von uns die ganze Zeit mitgeschleppten Büchern. Abends dann noch einen Cocktail Pisco Sour und ein schönes Abendessen. Fühlt sich ja jetzt fast wie Urlaub an.

    Aber keine Sorge, heute Nacht geht's schon wieder weiter...
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