• Spiegelsaal und Schlachtengalerie

    5 ottobre 2024, Francia ⋅ ☀️ 16 °C

    Die größten Highlights im Schloss Versailles sind der Spiegelsaal (Spiegelgalerie) und die Schlachtengalerie. Zuerst kommt man zum sehr prunkvollen Saal, anschließend geht’s durch den noch längeren Saal, dessen gesamte Wände von Gemälden befüllt sind. Der über 300 Jahre alte Spiegelsaal von Versailles ist einer der größten und zugleich der berühmteste Raum des Schlosses von Versailles. Der barocke Saal mit den benachbarten Salons des Krieges und des Friedens bildet den Mittelpunkt der Paradezimmer des Schlosses und stand mehrfach im Mittelpunkt der europäischen Geschichte. Der 73 Meter lange und 10,50 Meter breite Raum, mit einer Höhe von 12,3 Metern, hat circa. 350 Spiegel an den Wänden. Die Spiegel hatten zum einen eine ästhetische Funktion, denn sie erweitern durch das Spiegelbild des Gartens den Außenbereich des Schlosses ins Innere des Gebäudes und reflektierten zudem den Kerzenschein am Abend. Zum anderen vermittelten sie auf subtile Art und Weise aber auch den Reichtum des Königs und die Leistungsfähigkeit der französischen Wirtschaft. Spiegelglas war im 17. Jahrhundert ein teures Luxusprodukt und nur unter großem Aufwand herzustellen. Ein passender Kontrast zur eher auf Ästhetik fokussierten Spiegelgalerie ging’s danach zur auf Krieg und Kampf fokussierten Schlachtengalerie. Die Schlachtengalerie befindet sich im Südflügel, dem sogenannten Prinzenflügel. König Louis Philippes Anliegen war die Ehrung der großen militärischen Siegen Frankreichs. Vier Gemächer der königlichen Familie mussten für diesen Umbau weichen. Der Saal ist zwei Etagen hoch, 120 Meter lang und 13 Meter breit und enthält 33 großformatige Wandgemälde sowie 82 Büsten berühmter Heerführer. Die Gemälde inszenieren etwa 14 Jahrhunderte französische Geschichte. Insbesondere sind siegreiche Könige und berühmte Generäle auf den Schlachtfeldern zu sehen. Der auf den Bildern dargestellte Zeitraum beginnt 496 mit Chlodwig I. auf dem Gemälde Schlacht bei Zülpich von Ary Scheffer und reicht bis zur Schlacht bei Wagram 1809 unter Napoléon. Wirklich sehr beeindruckend!Leggi altro