• Ausblick vom Castello dei Doria

    January 1 in Italy ⋅ ☀️ 10 °C

    Ist man durch die Gassen erst mal ganz oben auf dem Hügel angekommen, steht man am Fuß Der Festung. Natürlich haben wir uns nicht nehmen lassen, ins Innere zu gehen. Entgegen der vergangenen Tage durften wir hier auch fast zum ersten Mal im Ganzen Urlaub Eintritt für etwas zahlen. Jeweils sechs Euro ging ins Innere. Wie wir vom Kassierer erfahren haben, gibt es keinerlei staatliche Gelder zum Erhalt dieser Festung. Es ist komplett Aufgabe der Stadt und Einwohner selbst. Aus diesem Grund wird auch ein Eintritt verlangt, um die Aufrechterhaltung und Pflege zu gewährleisten. Definitiv ein plausibler und wichtiger Grund. Da zahlt man auch gerne! Die Castello dei Doria ist die mittelalterliche Festung, die hoch über dem historischen Ortskern von Dolceacqua thront. Die Ursprünge der Anlage reichen bis ins 12. Jahrhundert, als an dieser strategisch wichtigen Stelle zunächst ein Wehrturm errichtet wurde, um das Nervia-Tal zu kontrollieren. Später erwarb die bedeutende Familie Doria den Besitz. Unter ihrer Herrschaft entwickelte sich der Bau zu einer mächtigen Festung und Residenz. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Castello dei Doria mehrfach erweitert und verstärkt. Im 15. und 16. Jahrhundert entstanden zusätzliche Wohn- und Repräsentationsräume, zwei markante rechteckige Türme und ein großer Innenhof mit Fresken und Stuckverzierungen. Gleichzeitig wurde der Bau von schweren Belagerungen und Auseinandersetzungen geprägt, beispielsweise im Rahmen von mittelalterlichen Konflikten oder während der Spanisch-Französischen Kriege im 18. Jahrhundert, bei denen die Anlage teilweise zerstört wurde. Das Erdbeben von 1887 fügte weitere Schäden hinzu, sodass der Burgkomplex im 19. Jahrhundert weitgehend verlassen wurde. Heute ist das Castello dei Doria eine Ruine, die dennoch eindrucksvoll auf dem Felsvorsprung über dem Dorf steht. Seit dem 20. Jahrhundert wurde der Komplex restauriert und der Gemeinde übergeben.Read more