• Runde durch den Dogenpalast - Teil 1

    April 11 in Italy ⋅ ☀️ 15 °C

    Nicht günstig aber definitiv das Geld wert beschreibt auch den Dogenpalast sehr gut! Für 10:15 Uhr hatten wir unsere Tickets reserviert für 35 € pro Person. Um 10:00 Uhr haben wir es dann direkt versucht, konnten auch zum Glück direkt ins Innere. Dort konnten wir dann über eine App kostenfrei einen Audioguide runterladen, den wir auch genutzt haben. Hier konnten wir sehr vieles, sehr interessantes erfahren! Das Innere des Dogenpalast gehört zu den beeindruckendsten historischen Räumen in Venedig, weil hier Politik, Macht und Kunst eng miteinander verbunden sind. Schon beim Betreten gelangt man in den Innenhof mit der „Scala dei Giganti“, einer prunkvollen Treppe, auf der der Doge feierlich gekrönt wurde. Von dort führen große Treppenhäuser hinauf in die eigentlichen Regierungsräume. Allen voran die „Scala d’Oro“ (Goldene Treppe), die mit vergoldetem Stuck reich verziert ist und den Übergang in die oberen Säle bildet. Das Herzstück ist der Saal des Großen Rates, einer der größten Räume Europas ohne tragende Säulen. Hier versammelten sich hunderte Mitglieder der venezianischen Elite, um über wichtige Entscheidungen zu beraten. Die Wände sind vollständig mit riesigen Gemälden geschmückt, darunter „Il Paradiso“ von Tintoretto, eines der größten Leinwandgemälde der Welt. Daneben gibt es zahlreiche weitere Säle mit unterschiedlichen Funktionen. Den Senatssaal für außenpolitische Entscheidungen. Den Rat der Zehn, eine mächtige und teils gefürchtete Institution für Staatssicherheit. Die Gerichtsräume, wo Prozesse geführt und Urteile gefällt wurden. Alle Räume sind kunstvoll ausgestattet mit vergoldeten Decken, Holzschnitzereien und Gemälden bedeutender Künstler wie Paolo Veronese und Tintoretto. Die Ausstattung sollte bewusst die Macht und den Reichtum der Republik zeigen. Ein besonders spannender Teil, den man derzeit auch betreten und durchqueren kann, ist der Übergang in die Gefängnisse über die Seufzerbrücke. Dort wird es plötzlich deutlich schlichter und düsterer, ein starker Kontrast zu den prunkvollen Sälen. Das passt auch sehr gut zu den Gefängnissen, die man ebenfalls nach dem Weg durch die Seufzerbrücke zu teilen besichtigen kann.Read more