• Hagis & Roast - Schottisches Essen in vegan!

    5. juli, Skotland ⋅ ☁️ 17 °C

    Das Hendersons hatten wir uns rausgesucht, da wir unbedingt in ein Restaurant mit klassischer schottischer Küche wollten. Natürlich in vegetarisch oder vegan, da die Küche sonst eher Fleischlastig ist. Während wir in den Highlands nicht damit rechnen dazu fündig zu werden, waren wir uns in Edinburgh recht sicher. Kurz gesucht und erfolgreich gewesen! Dazu noch von Papa als Geburtstagsgeschenk für Nadine ein Gutschein. Ideal! Vielen Dank dafür!! Vor oder haben wir uns schnell entschieden und zwei Klassiker in Veganer Ausfertigung gewählt. Nadine hatte das berühmte Haggis (zum Glück ohne Innereien!) und ich hatte einen Sunday Roast. Haggis gilt als das schottische Nationalgericht und ist ein fester Bestandteil der schottischen Esskultur. Traditionell besteht es aus fein gehackten Schafsinnereien (Herz, Leber und Lunge) die mit Haferflocken, Zwiebeln, Rindertalg und Gewürzen vermischt und ursprünglich in einem Schafsmagen gegart wurden. Heute werden aus hygienischen Gründen meist künstliche Hüllen verwendet. Der kräftig-würzige Geschmack erinnert eher an eine herzhafte Fleischfüllung als an Innereien. Serviert wird Haggis klassisch mit „neeps and tatties“, also gestampften Steckrüben und Kartoffeln, sowie einer cremigen Whiskysoße. Den Stampf und die Soße hatte Nadine wie im Original, das Haggis selbst war aus Linsen und Bohnen. War super lecker! Der Sunday Roast ist eines der traditionsreichsten Gerichte Großbritanniens und wird seit Jahrhunderten sonntags im Kreis der Familie gegessen. Ursprünglich entwickelte sich dieser Brauch im 18. Jahrhundert, als nach dem Kirchgang ein großes Bratenessen serviert wurde. Typischerweise besteht ein Sunday Roast aus einem langsam gegarten Braten, meist Rind, Lamm, Schwein oder Hähnchen. begleitet von knusprigen Ofenkartoffeln, saisonalem Gemüse, einer kräftigen Bratensoße (Gravy) und den berühmten Yorkshire Puddings, einem luftigen Gebäck aus Ei-, Mehl- und Milchteig. Genau so hatte ich es, nur das der Braten aus Seitan war, nicht aus Fleisch. Überragend gut! Dazu haben wir uns als Vorspeise marinierte Süßkartoffel mit Chilli-Knoblauch Soße gegönnt. Auch sehr lecker! Ingesamt haben wir, ohne Getränke da Leitungswasser umsonst war, circa 70€ ausgegeben. Ein stolzer Preis, trotzdem jeden Cent wert und für jeden zu empfehlen, der die klassische Küche probieren möchte, dabei aber auf Fleisch oder allgemein tierische Lebensmittel verzichtet. Gut gesättigt ging’s dann nochmal knapp eine Stunde zurück zum Hotel, dabei direkt durch die Altstadt mit der Viktoria street und der Royal Mile als finale Highlights. Zurück im Hotel hieß es dann nach 23.991 Schritten (16,92 Kilometer) etwas zusammenräumen, da es morgen nicht zu spät losgeht zum Mietwagen abholen und dann los nach Norden, erst mal bis Dundee mit ein paar Stopps auf dem Weg. Danach haben wir noch etwas King of Queens geschaut und den Abend schön ausklingen lassen. Gute Nacht Edinburgh!Læs mere