• Die University of Glasgow

    16. juli, Skotland ⋅ ☁️ 27 °C

    Von einem imposanten Gebäude ging’s direkt zum nächsten, welches direkt gegenüber liegt. Ganz direkt ging’s aber leider nicht hin, da dazwischen im park der Fluss Kelvin verläuft. Das Ziel war jetzt noch die University of Glasgow. Das Gebäude ist von weitem sichtbar durch den großen Turm und die Lage auf einem Hügel. Kurz ging’s auch ins Innere der Haupthalle und in die Innenhöfe, da wir uns das nicht entgehen lassen wollten.

    Die University of Glasgow zählt zu den ältesten und renommiertesten Universitäten der Welt. Sie wurde 1451 durch eine päpstliche Bulle von Papst Nikolaus V. gegründet und ist nach den Universitäten von St Andrews und Aberdeen die viertälteste Universität der englischsprachigen Welt. Heute studieren hier mehr als 40.000 Studierende aus über 140 Ländern. Ursprünglich befand sich die Universität in der Altstadt Glasgows nahe der Kathedrale. Im Zuge der Industrialisierung zog sie 1870 an ihren heutigen Standort im Stadtteil Gilmorehill im West End. Das imposante Hauptgebäude wurde vom berühmten Architekten Sir George Gilbert Scott im neugotischen Stil entworfen. Mit seinem markanten Turm, den kunstvollen Kreuzgängen und den reich verzierten Sandsteinfassaden erinnert es an ein mittelalterliches Schloss und gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Glasgows. Besonders beeindruckend sind die historischen Cloisters (Kreuzgänge), deren hohe Spitzbögen und Gewölbe zu den schönsten Fotomotiven der Universität zählen. Das Gebäude diente bereits mehrfach als Filmkulisse und wird aufgrund seiner Architektur häufig mit der Zauberwelt von Harry Potter in Verbindung gebracht, auch wenn dort keine Harry-Potter-Filme gedreht wurden. Die Universität genießt international einen hervorragenden Ruf und zählt zur angesehenen Russell Group, dem Zusammenschluss der führenden britischen Forschungsuniversitäten. Zu ihren Absolventen und Professoren gehören zahlreiche bedeutende Persönlichkeiten, darunter der Wirtschaftswissenschaftler Adam Smith, der Physiker Lord Kelvin, der Ingenieur James Watt sowie der Mediziner Joseph Lister. Insgesamt stehen der Universität acht Nobelpreisträger in ihrer Geschichte nahe.
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