• A Journey by Wuschels
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Europa 2025-2027

Ein Jahr (oder doch mehr?). Ein Kastenwagen. Drei Seelen auf vier Rädern.
Wir – zwei Abenteurer und unsere haarige Co-Pilotin Nara – sind mit Selah unterwegs durch Europa. Kein Plan, nur Kaffee, Chaos und ganz viel Freiheit.
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  • Erstes Mal fischen in Schweden

    11. September in Schweden

    Der liebe Leser/-in kann sich denken, dass wir natürlich auch in Schweden unsere Angeln ein paarmal "ausprobieren" müssen. Dafür wurde gestern fleissig recherchiert und heute doch wieder über den Haufen geworfen und ein ganz anderer Platz angefahren. Der Vorteil, wenn man einfach mitten ins Nirgendwo fährt, die Wahrscheinlichkeit dass ein Elch umherspaziert ist grösser. Diesmal sichtet ihn nicht nur Anina sondern auch Alex kann ihn im Unterholz entdecken, leider viel zu schnell davongesaust, sodass lediglich eine schöne Erinnerung bleibt.
    Dank des strahlenden Sonnenwetters frieren die Damen auch nicht zu sehr. Das Anina auch noch eine grosse Äsche fängt, trägt natürlich ebenfalls zur Zufriedenheit der Dame bei (dadurch kann Alex sie länger zum Fischen motivieren). Den grössten Fang macht heute aber Alex, tatsächlich fängt er eine Forelle (die wir brav wieder zurücklassen, da bei diesen aktuell Schonzeit ist). Eine weitere Äsche wandert dafür in unser Fischersäckli für den späteren Verzehr. Danach ist tote Hose und als sich die Sonne hinter den Bäumen verabschiedet haben die Damen genug und der Herr bringt sie brav zurück zu Selah.
    In der Nähe auf einer grossen Kiesfläche finden wir den heutigen Schlafplatz. Perfekt, denn hier haben wir noch lange wärmende Sonne (was vorallem Nara in vollen Zügen auskostet). Währenddessen entfachen wir ein heisses Feuer für unseren Fisch. Nach dem Essen findet Nara aber sie hätte heute genug geleistet und bleibt eingekuschelt in Selah (liegt bestimmt nicht daran, dass die Sonne weg ist). Wir setzen uns noch einige Stunden länger ans Feuer, in der Hoffnung heute Polarlichter zu sehen (leider ohne Erfolg, dafür toller Sternenhimmel). Irgendwann wird es dann aber auch uns zu kalt und wir verkriechen uns ins warme Bett.
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  • "I'm glad Rudolph is (still) dead"

    10. September in Schweden

    Der Morgen bringt viel Action, erstmal müssen die Damen natürlich ganz genau beobachten was da draussen vor sich geht, dann muss anstrengend der Bauch gesonnt werden, während die Menschen ihr Frühstück geniessen, danach über die schöne Strasse zurück nach Kiruna. Mit leerem Magen einkaufen (gefährlich aber wir lernen ja nichts) danach gehts zu unserem Street Food Truck des Vertrauens. Um uns einen Rentierburger zu gönnen (war beim letzten Mal so lecker).
    Kurze Verdauungspause und weiter geht die Fahrt. Erster angesteuerter Schlafplatz ist leider bereits von anderen belegt, die anscheinend nicht wissen wie man parkiert, sodass noch andere Platz haben. Darum gleich weiter zum nächsten Plätzchen und was sehen wir da, da steht tatsächlich ein anderer Schweizer, hat aber genug Platz dass wir ohne einander in den Weg zukommen Parkieren können.
    Die Damen machen sich gleich an den Aufstieg zum angegeben Aussichtspunkt (der Fahrer braucht erstmal einen Verdauungsnap, Rudolph liegt wohl schwer im Magen). Die beiden gekreuzten Wanderer stellen sich später als unsere Schweizer-Nachbarn heraus, da wird gleich ein wenig geplaudert und ausgetauscht (ja genau, wir reden mit anderen). Bald verschwindet dann aber die Sonne hinter dem Hügel und wir verziehen uns lieber wieder zurück in die Wärme unserer Campers. Und machen uns ans suchen von Angelplätzchen und anderen möglichen Ausflugzielen.
    Trotz "gebuchtem" Polarlicht-Wecker (unsere Nachbarn haben sich so freundlich angeboten) bleibt der Himmel heute Sternenklar (nur ohne das gewünschte Phänomen). Anina wagt sich sogar selbst noch etwas hinaus, aber die Kälte treibt sie nach kurzem wieder zurück.
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  • Und vom Gipfel wieder runter

    9. September in Schweden

    Gestärkt gehts auf der anderen Seite wieder hinunter. Der Bahnübergang fühlt sich zwar etwas illegal an, aber wir haben brav auf beide Seiten geschaut. Unten angekommen können wir doch noch einen schönen Fluss bestaunen (und das ohne ganze Menschenmassen). Die Höhenmeter sind geschafft, nun folgt ein gemütliches Auslaufen dem See entlang. Zum Schluss treffen wir dann sogar noch auf die Flussmündung in den See (von dem Fluss wo alle anderen wandern gehen) und können ihn somit auch noch bestaunen.
    Während Alex sich noch kurz im Touristenzentrum zum Fischen informiert, warten die Damen geduldig.
    Für heute gibts aber kein Fischen mehr, sondern schlafen, essen und ausruhen (oke nicht ganz in dieser Reihenfolge, jenachdem wen man fragt).
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  • Endlich mal wieder ein Gipfel

    9. September in Schweden

    Es scheint als würde der Wetterbericht recht behalten und es heute tatsächlich nicht regnen (zumindest noch nicht). Der geplanten Wanderung auf den Nuolja-Gipfel im Abisko National steht damit nichts mehr im Weg (die Footprints von MoAn haben unsere Sehnsucht nach Aussicht geweckt).
    Während wir aber erstmal gemütlich unser Frühstück genossen, liess sich Nara nicht davon abbringen nach draussen in die Sonne zu wollen.
    Rucksack packen, zum Wanderparkplatz fahren (und einen der letzten Plätze ergattern), Wanderschuhe montieren (und erstmal auch den Maulkorb) und los gehts. Anfangs befürchten wir noch, dass wir den Weg mit zahlreichen anderen Besuchern teilen müssen (so voll wie der Parkplatz war), doch wir haben da wohl eine anstrengende Runde herausgesucht (und nicht die Touristenrunde dem Fluss entlang) und so sind wir nach kurzem praktisch allein unterwegs, nur gelegentlich treffen wir andere Wanderer (die uns teilweise sogar ermutigen, dass wir es bald geschafft hätten).
    Der Aufstieg ist zwar anstrengend (so viele Höhenmeter sind wir uns gar nicht mehr gewohnt) aber Alex ist ganz froh, dass er nicht den Sessellift benutzen muss und irgendwie geniessen wir es auch, endlich mal wieder ein paar andere Muskeln nutzen zu müssen. Auf jedenfall lohnt sich die Mühe, denn die Aussicht ist atemberaubend und wir können gar nicht genug davon bekommen. Auf dem Gipfel angekommen, wird ein windstilles Plätzchen gesucht und gemütlich das Picknick verzehrt (fazit zu unserem eingelegten Fisch, auch ohne Kühlschrank ist dieser nach einem Monat immer noch tiptop).
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  • Herbstliches Farbenkleid

    8. September in Schweden

    Wärmer wird es auch heute nicht, auch der Regen soll den ganzen Tag anhalten. So steht für heute keine grosse Wanderung oder sonstige Outdooraktivität an. Stattdessen fahren wir zum einen Campingplatz (auf dem wir bereits vor fast 2 1/2 Monaten kurz waren) um unser Wasser zu füllen und gleich noch eine heisse Dusche zu nehmen. Aus dem geplanten Rentierburger wird leider nichts (da wurde Alex zutiefst von Anina enttäuscht), die haben erst am Donnerstag wieder geöffnet. Stattdessen gibt es einen Eintopf, auch gut aber halt kein Burger.
    Die Damen erkunden noch etwas die Umgebung in einer kurzen Regenpause.
    Allgemein staunen wir über die Veränderung der Natur. Noch vor wenigen Wochen (fast Tagen) war noch alles grün und nun leuchtet alles in herbstlicher Pracht.
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  • Feuer und Bier wie "echte" Männer

    7. September in Schweden

    Eine weitere kalte Nacht liegt hinter uns und leider hat sich die Sonne heute versteckt. Trotzdem geht es für uns nochmals an den Fluss um unser Glück erneut zu probieren. Heute fangen wir (bis auf kalte Finger und Zehen) nichts. Auch Nara findet es heute zu kalt und ist froh als es endlich zurück zu Selah geht.
    Erstmal alles zusammenpacken und versorgen, dann kurze Lagebesprechung wo wir als nächstes hinwollen. Plan gemacht, weiter gehts und zwar zurück nach Schweden. Dort steuern wir einen Rastplatz direkt neben der langen Strasse nach der Grenze an, denn wie praktisch überall gibt es hier eine Grillstelle und genau das suchen wir. Schliesslich will der zweite Fisch noch grilliert werden. Dafür heisst es erstmal fleissig Holz sammeln und dann zeigt Alex seine Feuer-mach-Künste. Anina steht mehr daneben und saugt alle Wärme auf. In Finnland haben wir die lokalen Biersorten für uns entdeckt und gönnen uns heute gleich eins. Das machen doch die Männer so, Feuer und Bier (Anina findet, das können Frauen genauso).
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  • Endlich hat Alex seine Favorit gefangen

    6. September in Finnland

    Morgens kurz Selah drehen, damit auch schön die Sonne von vorne hineinscheint uns aufwärmt und die Prinzessin sonnen kann.
    Dann weiter zu Teemu (fleissige Leser wissen wer) um die neuen Wathosen für Alex zu holen, damit er nicht mehr Aninas anziehen muss um keine nassen Füsse zu bekommen. Noch ein wenig Plaudern (ja manchmal reden wir auch mit anderen Menschen) und ein paar Tipps einholen. Weiter zum grossen Grenzfluss zwischen Finnland und Schweden um unser Angelglück zu versuchen. Zwar ist die Lachssaison vorbei, aber da gibt es ja noch andere Fische. Den ersten herausgesuchten Spot anfahren, aussteigen und erstmal kurz ohne Ausrüstung auskundschaften. Sieht gut aus, gleich eine kleine Stromschnelle und super zum auswerfen. Also zurück zu Selah, kurze ungesunde Stärkung für den Magen, warm einpacken, alles bereitmachen und los gehts. Mit dabei natürlich auch Nara, ebenfalls warm eingepackt. Dank dem strahlenden Sonnenwetter fühlt es sich auch gar nicht so kalt an (da bleibt auch Anina länger motiviert). Und tatsächlich haben wir heute Erfolg. Endlich haben wir zwei der (von Alex so sehnlichst gewünschten) Äschen an der Angel. Also eigentlich hat Alex die beiden dran (Anina zwar später auch eine aber die ist noch zu klein).
    Solange die Sonne noch da ist versuchen wir weiter unser Glück, dann wird es aber schnell kalt und wir kehren zurück zu unserem trauten Heim. Naja fast, die Damen kehren zurück und der Herr versucht sein Glück noch etwas länger. Tatsächlich erwischt er einen Lachs, zumindest mit der Angel bis an Land bringt er ihn leider nicht (oder zum Glück, wer weiss ob wir den nicht doch einfach vor lauter Stolz doch eingepackt hätten). Danach ist aber auch für ihn Schluss und er kehrt zurück, wo noch schnell ein Feuer entfacht wird um einen der heutigen Fische zu grillen. Währenddessen macht sich Anina ans Einmachen der Hechte, die noch im Kühlschrank auf ihr Glück warteten. Und Nara? Die schläft völlig K.o. unter ihrer warmen Decke.
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  • Kalt, kalt, kalt und nochmals kalt

    5. September in Finnland

    Die Heizung hat wieder zu tun (heute sogar tagsüber), denn die Temperaturen sind weiter gesunken.
    Da ziehen wir zum fischen gleich noch eine Schicht mehr an und auch Nara bekommt ihr warmes Mäntelchen. Ab und zu scheint die Sonne durch die Wolken, aber die meiste Zeit zieht uns ein kalter Wind um die Ohren. Tapfer stellen wir uns aber dem Wetter und verbringen den Tag mit Fischen, Spazieren und in einer Kota ein warmes Feuer machen um beim Zmittag etwas Wärme zu tanken. Übrigens zum Zmittag gab es ein Glas unserer Pickled-Fishes, mittlerweile fast einen Monat alt. War noch tiptop und hat richtig lecker geschmeckt (jetzt fehlt nur noch der Langzeittest der nicht im Kühlschrank aufbewahrten Gläser).
    Irgendwann wird Nara zurück zu Selah gebracht, auf ihrem Plätzchen eingekuschelt und für den Rest des Abends nicht mehr gesehen (war wohl anstrengend). Wir fischen noch etwas weiter, aber kehren bald auch in die Wärme zurück. Heute war der Fangerfolg eher mässig, nur ein kleiner Hecht (wobei nach dem gestrigen Fang wohl alles klein gewirkt hätte).
    Den Rest des Abends verbringen wir damit uns wieder aufzuwärmen.
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  • Lange Planung, schneller Erfolg

    4. September in Finnland

    Heute morgen gabs sogar einen Wecker der besonderen Art, der Nachbar hat doch tatsächlich einen Diesel-Generator dabei um sein Wohnmobil zu laden. Warum er danach dann aber gleich weiterfährt (wo die Batterien doch sowieso geladen werden) ist uns schleierhaft. Jedenfalls hat uns das Gebrumme in der ansonsten völlig stillen Natur geweckt. Als der Wecker dann weg war, kamen dann immer mehr Fahrzeuge, sogar ein Car mit der Senioren-Wandergruppe fand seinen Weg zu diesem "abgelegenen" Platz. Da waren wir froh, dass es für uns heute weitergeht.
    Gestern haben wir zahlreiche mögliche Angelplätzchen herausgesucht, die wir nun nacheinander anfahren. Aber irgendwie sind wir heute unentschlossen oder heikel. Entweder hat es uns zu viele Menschen, zu langer Anlaufweg, zu schlechte Anfahrt, ein Angelverbot oder es gefällt uns einfach nicht. Irgendwann geben wir (ziemlich frustriert) auf und bleiben einfach am einen Wanderparkplatz neben einem Fluss. Aufgrund der bereits fortgeschrittenen Stunde gibt es erstmal Abendessen. Danach lässt es uns aber nicht los und wir beschliessen unser Glück doch noch kurz zu versuchen (obwohl es mittlerweile echt kalt ist und der Wind das Ganze gleich noch kälter macht). Nara findet bereits nach kurzem, dass sie wohl doch lieber in der warmen Selah geblieben wäre, fügt sich aber ihrem Schicksal. Wir werfen nur halb motiviert unsere Angelruten aus, denn die Finger sind bereits nach kurzem richtig klamm und so stehen wir auch kurz davor wieder ins Warme zurückzukehren. Plötzlich meint Anina: "Ich glaub ich hang fest" (was eher unrealistisch ist, da die Flussmitte eigentlich ziemlich tief scheint, aber ein Baum kann sich ja doch irgendwo verstecken), langsam versucht sie ihre Rute einzuholen (schon noch schwer), es bewegt sich auch so nichts an der Leine. Kurz bevor die Leine ganz eingezogen ist, beginnt sich doch etwas zu bewegen. Anina: "Ich glaub ich han en Fisch." Alex macht sich natürlich sofort auf den Weg um seiner Frau zu Hilfe zu eilen. Anina: "Ähm, isch glaub scho no en grosse." Alex eilt noch schneller und watet dem Fisch sogar hinterher als dieser ins Schilf davonschwimmt. Mit vollem Körpereinsatz schafft er es den Fang in den Käscher zu bringen und dann an Land. Und was für einen haben wir da geangelt (wie wir später feststellen der Grösste unserer bisherigen Fänge).
    Irgendwie bringen wir das Prachtstück in den Kühlschrank und beenden die Angeleinheit für heute. Den Rest des Abends schmunzeln wir über die Situation, vorallem darüber dass Anina dachte sie wäre irgendwo hängengeblieben.
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  • Regen hält uns nicht auf

    3. September in Finnland

    Heute scheint die Welt in Watte (auch Nebel genannt) eingepackt zu sein. Da Anina aber die Wanderweg-Beschilderungen gesehen hat, hat sie sich etwas in den Kopf gesetzt.
    Alex geht lieber nochmals Fischen (da er keine Fotos gemacht hat, müsst ihr euch das jetzt einfach selbst vorstellen).
    Währenddessen wandern die Damen los. Gleich nach dem Start (und der privaten Überfahrt im Boot mit Steuermann Alex) beginnt es zu Regnen, erst nur ein wenig, dann immer mehr, sodass die Beiden bereits nach wenigen Minuten klatschnass sind. Es wird sogar umgedreht, aber das lässt der Sturkopf dann doch nicht zu und so wird doch wieder weitergewandert. Tatsächlich hört der Regen dann auch irgendwann auf.
    Die Wanderung bleibt aber ein Abenteuer: Zwischenzeitlich hört der Weg einfach auf, die Beiden stehen plötzlich mitten im Nirgendwo und müssen ihren Weg wiederfinden. Zahlreiche Schnödels (unsere geliebten Rentiere) kreuzen unseren Weg (leider ohne Fotos, da Anina damit beschäftigt ist, dass Nara nicht Jagen geht und der Fotograf am Fischen ist). Teilweise führt der Weg durchs Moor und das ohne schöne Bohlenwege (sprich es wird knöcheltief durchs Wasser gelaufen). Bei der Mittagspause dödelt ein Rentier um die Beiden herum und scheint keinerlei Überlebensinstinkte zu haben, denn statt sich zu Entfernen kommt es immer näher (sprich keine entspannte Mittagspause sondern mehr eine weitere Trainingseinheit). Lediglich ein paar Radfahrer sind ebenfalls unterwegs (wobei auch diese teilweise ihre krassen Bikes lieber stossen). Nass und müde erreichen die beiden Abenteuerer schliesslich das ersehnte Ziel (trockene und warme Selah), wo Alex bereits auf sie wartet (leider ohne einen grossen Fang verzeichnet zu haben).
    In trockene Kleidung gewechselt geht es dann ans heraussuchen von möglichen Fischerspots für die nächsten Tage (mal schauen ob dort der Erfolg grösser ist). Zum Glück hatten wir noch Resten von gestern, denn zum Kochen hätte die Energie nicht mehr gereicht.
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  • Von Räucherlachs und Schotterstrassen

    2. September in Finnland

    Nach dem morgendlichen Abwasch kann auch Naras Bettchen trocken und sauber aus dem Tumbler genommen werden. Noch kurz im anliegenden Fisch-Laden ein Stück Räucherlachs kaufen und dann zurück auf die Strasse zum nächsten grösseren Supermarkt. Vorräte wieder auffüllen bzw. irgendwo noch ein Fleckchen finden wo es Platz hat (nicht nur die eingemachten Sachen brauchen Platz sondern der obligatorische Milchvorrat ist platztechnisch auch nicht zu unterschätzen).
    Auf den Einkauf folgen viele Kilometer über Schotterstrassen (mit mal grösseren und kleineren Steinen oder Schlaglöchern). Teilweise wird umgedreht oder kurz angehalten, denn wir sind mal wieder auf der Suche nach einem schönen Fischerplätzchen. Am Ende landen wir an einem See. Die Bäume rund herum ändern langsam ihr Blätterkleid und leuchten in den buntesten Farben. Ansonsten ist es ruhig nur ein paar Autos/Camper stehen auf dem Wanderparkplatz.
    Da Anina früh ins Bett will (schlaf nachholen von gestern) macht sie sich ans Kochen und geht nicht mit Alex mit zum Fischen. Nach etwas mehr als einer Stunde kehrt aber auch Alex wieder zurück (andere Besucher können sich anscheinend nicht benehmen, da ist ihm die Lust gleich vergangen).
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  • Es ist mal wieder so weit und wir müssen dringend waschen. Davor aber noch kurz einen kleinen Spaziergang durchs Moor, dank Regen eine nasse Angelegenheit. Als gerade der vierte Camper seinen Platz auf dem kleinen Parkplatz sucht fahren wir schnell weiter (zum Glück war es in der Nacht noch ruhig).
    Wir steuern einen kleinen privaten Campingplatz an, bei dem wir bereits vor mehr als einem Monat waren. Bei unserer Ankunft ist noch alles leer (was sich später noch ändern sollte) und wir können gleich mit dem Waschen beginnen. Währenddessen bleibt viel Zeit um Dinge zu erledigen (oder auch nicht) wie Sauna besuchen, Haare gründlich waschen, Lachssuppe probieren (stand auf Aninas Bucketlist), putzen, spazieren mit Nara, Heidelbeerkuchen backen (und die Hälfte bereits essen), Abendessen geniessen, lesen, Podcast hören und viel warten.
    Als wir aus der Sauna kommen hat sich das Gelände auch sichtlich belebt. Waren wir zuvor noch allein steht nun ein Zelt auf der Wiese und mehrere Kastenwagen stehen nahe bei Selah, ein Husky liegt praktisch gegenüber von Selah (wir wurden positiv überrascht und hörten ihn nur einmal kurz Heulen) und die Männer stehen praktisch Schlange endlich in die Sauna zu können (da hatten wir ja gerade noch Glück und schön unsere Ruhe). Um 2 Uhr nachts ist dann auch endlich die Bettwäsche gewaschen und getrocknet und wir können müde ins Bett fallen.
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  • Den Weihnachtsmann gefunden

    31. August in Finnland

    Heute machen wir uns auf die Suche nach dem Weihnachtsmann. Wobei ganz so schwer ist diese nicht, grosse Schilder weisen uns zum Weihnachtsmann-Dorf. Direkt am Polarkreis liegt dieses Dorf voller Kitsch, Souvernirs und weihnachtlichem Schnick-Schnack. Auf dem Parkplatz reihen sich die Camper aneinander und es ist schnell klar, dass das eine einzig grosse Touristenattraktion ist. Wobei es mit Schnee vermutlich noch viel mehr Menschen hätte, so wirkt alles trotzdem ziemlich ausgestorben. Wir schlendern zwischen den Gebäuden durch, stöbern in den verschiedenen Läden (ohne etwas der überteuerten Waren zu kaufen), inspizieren die Hauptpost des Weihnachtsmanns und machen ein Foto mit dem Weihnachtsmann (aber nur mit dem aus Plastik, das ist es uns nicht Wert für ein Foto mit dem "echten" zu zahlen) .
    Für ein verspätetes Mittagessen gehen wir in die nahegelegene Stadt, wo die Auswahl bedeutend grösser ist. Wir finden ein günstiges Lokal, wo ein leckeres Buffet angeboten wird, bei dem wir uns die Bäuche vollschlagen und danach einen Verdauungsspaziergang benötigen. Es lässt sich schnell erraten, an welchem Laden Anina nicht einfach vorbeilaufen konnte.
    Und damit ging es dann auch bereits wieder weiter. Höher in den Norden, zurück in die Natur.
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  • Beere Nr. 3

    30. August in Finnland

    Laut Wetterbericht soll es heute immer wieder Regnen (wie genau das stimmt finden wir mal wieder raus, denn meist weicht die Realität da etwas ab). Jedenfalls haben wir keine Wanderung geplant, dafür ist eine Beerensammelausflug geplant. Die Saison der Heidelbeeren ist zwar langsam zu Ende (wir haben aber doch noch fast einen ganzen Sack vollbekommen, mehr als genug für einen Kuchen), aber die Saison der Preiselbeeren ist im vollen Gange. Das müssen wir natürlich auch ausprobieren. Das Sammeln geht an sich einfach und schnell hat man wieder eine Handvoll gepflückt, aber die Beeren sind so klein, dass es doch dauert bis die Säcke voll sind. Die mühselige Arbeit kommt aber noch. Es gilt alle Beeren zu verlesen, die kleinen Stile wegzumachen und schlecht/unreife auszusortieren. Phu, was für eine Fleissarbeit. Zum Glück gibt es Podcasts die man dazu hören kann.
    Bevor es ans Einmachen geht, wird aber noch ein Abendessen gekocht. Alex Vorschlag einfach Kuchen zum Znacht zu essen wird von Anina nämlich abgelehnt (einmal am Tag etwas richtiges Essen findet sie dann doch notwendig).
    In einer weiteren Nachtschicht werden dann die vielen Preiselbeeren eingekocht (am Ende ist nur noch Anina tapfer am werken, alle anderen haben sich bereits in ihre Betten verzogen).
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  • Lange und weite Suche

    29. August in Finnland

    Danach geht es für uns weiter, wir wollen zu einem Laavu (Unterstand mit Feuerstelle) um den noch übrig gebliebenen Fisch im Feuer zu braten. Eigentlich gibt es davon unzählige, aber heute will es nicht so recht klappen. 1. Laavu, bereits von einem anderen Camper besetzt. 2. Laavu, nach einer Stunde durchs nichts fahren über katastrophale Strassen, ebenfalls besetzt von gleich vier Fahrzeugen. 3. Laavu, endlich frei und richtig gemütlich.
    Nun steht nichts mehr einem gemütlichen Lagerfeuer im Weg und dem Testen lokaler Biermarken. Nara natürlich mitten drin, aber nicht mehr ganz so aktiv eher müde. Weshalb sie nach dem Abendessen lieber eingekuschelt in Selah bleibt während wir noch etwas länger das Lagerfeuer geniessen.
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  • (Un)Frozen Waterfalls

    29. August in Finnland

    Die Auflösung zum gestrigen Tassen-Rätsel: wer die Geschichte zu unserem ehemaligen flauschigen Mitbewohner in Grösse eines kleinen Kalbes kennt (riesen Plüscheinhorn) hat es vermutlich richtig erraten. Das Argument für den Kauf, dann können wir unsere Tassen endlich unterscheiden (weil wir ja nicht bereits unterschiedliche hatten). Jedenfalls hat Alex seine grosse Freude daran.
    Nach dem Frühstück mit heissem Kaffee aus der neuen Tasse (schmeckt so noch besser). Gehts auf zu einer kleinen Wanderung zu den Frozen Waterfalls. Naja, Frozen sind sie noch nicht (zum Glück, wäre uns dann etwas zu kalt so im Camper). Trotzdem eine schöne Wanderung in abwechslungsreicher Natur. Erst gegen Ende nimmt der Gegenverkehr zu und immer mehr Besucher sind unterwegs (sind wir gerade noch rechtzeitig losgelaufen).
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  • Eine Einhorn-Tasse für...

    28. August in Finnland

    Der Morgen zeigt sich kühl und Nass, weshalb Nara lieber im Trockenen bleibt, während die "Erwachsenen" es nicht lassen können und nochmals fischen gehen. Zwei Barsche werden auch tatsächlich gefangen, der grosse Fisch den wir in der Nähe springen sehen, will aber nicht anbeissen. Dafür verlieren wir eines unser Köderfischlein im starken Schilf. Zwischendurch gibt es Besuch einer kleinen Schnödelsgruppe (gut hörbar dank ihrer Glöckchen).
    Beim späteren Einpacken unserer Sachen geniesst Nara die nun scheinende Sonne.
    Als alles sicher verstaut ist, geht es zum Wasserfüllen und einkaufen (alle Einmachgläser sind voll, da braucht es nochmals ein paar neue). Dabei wird eine Einhorn-Tasse im Regal entdeckt und jemand aus unserer Reisetruppe kann da natürlich nicht wiederstehen (na, wer wohl?).
    Auf dem Wanderparkplatz widmet sich Anina dem Filetieren der Barsche während Alex mit Nara eine Runde dreht. Der Fisch-Gratin den wir mit den Fischen kochen (bzw. ausprobieren) ist aber nicht ganz unseres und kommt nicht in unsere Rezeptsammlung.
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  • Fischerglück in idyllischer Natur

    27. August in Finnland

    Nach dem Frühstück zieht es Alex nochmals zum nahen Fluss, wo er tatsächlich noch einen Hecht herausziehen kann.
    Danach geht es dann aber doch weiter. Das Ziel, ein anderer Fluss wo sich nun auch Anina zum Fischen gesellt.
    Das erste Plätzchen ist zwar wunderschön und würde auch perfekte Gelegenheit zum Grillen bieten, aber etwas fangen tun wir hier nichts. So fahren wir weiter. Zu einem schönen Wasserfall, welcher in der untergehenden Sonne herrlich aussieht. Etwas weiter unten ist es perfekt um zu Fischen und tatsächlich können wir ein paar Barsche fangen. Als dann aber ein paar Halbstarke mit ihrem Speedboot mehrmals vorbeibrettern, ist es mit dem Fangglück vorbei und wir beenden das Fischen für heute.
    Ein paar Kilometer später finden wir auch eine weitere Grillhütte (wobei wir uns aufgrund der fortgeschrittenen Stunde gegen das Grillen und fürs Aufwärmen des Chilis entscheiden).
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  • Sonne tanken

    26. August in Finnland

    Sternenklare Nächte sind zwar sehr schön, aber auch sehr kalt. Da sind wir froh eine Heizung in Selah zu haben, die Nachts bereits wieder anspringt. Mit aufgehender Sonne wird es dann aber schnell angenehm warm (mit Wind trägt Anina doch lieber ihre warme Mütze).
    Der fehlende Fangerfolg hat Aninas Motivation zum Fischen nicht gerade gesteigert, so legt sie mit Nara heute einen gemütlichen Tag ein, während Alex noch lange nicht genug hat. Wir fahren verschiedenste Plätze an und bei einigen begleiten die Damen den Herrn und lassen sich von den Sonnenstrahlen verwöhnen.
    Heute hat der Herr sogar Erfolg und zieht einen fetten Barsch aus dem Wasser. Danach ist an Aufhören natürlich nicht mehr zu denken und aus einer Stunde wird schnell noch eine und noch eine. Für die empfindlichen Damen ist es aber nach verschwinden der Sonne zu kalt draussen und sie verziehen sich zurück ins Warme, wo sie sich ein Chili kochen (haben sie sich nach der Anstrengung des Tages auch verdient).
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  • Eine Portion Geduld zum Mitnehmen

    25. August in Finnland

    Aninas Angst bald keine Heidelbeeren mehr zu finden (die noch geniessbar sind), treibt sie heute mit Nara auf Sammeltour. Alex geht währenddessen lieber wieder Fischen, auch wenn der Erfolg weiterhin ausbleibt.
    So ist bei allen Parteien viel Geduld gefragt. Das Sammeln der Heidelbeeren dauert nunmal auch bei so grossen Beeren seine Zeit und dann muss nun auch noch gut aufgepasst werden nur noch Gute zu erwischen. Nara wird vom Beeren pflücken abgehalten, da der Geruch von Rentieren in der Luft liegt. Und Alex muss geduldig seine Angelrute immer und immer wieder auswerfen.
    Zwei Stunden später (und damkt 1kg Heidelbeeren und 0kg Fisch später) geht es für uns weiter. Erst eine neue Angelrute kaufen (leider ist eine zerbrochen, da waren wir wohl etwas zu tolpatschig unterwegs), Wasser füllen und dann zum nächsten Angel-Versuchs-Plätzchen.
    Hier wirft nun auch Anina ein paarmal einen Köder aus, hat aber schnell keine Lust mehr, da der Erfolg ausbleibt (Geduld ist bei ihr für heute aufgebraucht).
    Damit geht es zum letzten Plätzchen für heute. Natürlich zieht es Alex nochmals zum Wasser, währenddessen gönnt sich Anina erst einen Powernap und macht sich dann ans Einmachen (von Fisch und Beeren).
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  • Zurück im Land der Schnödels

    24. August in Finnland

    Anina möchte heute wieder etwas mehr Bewegung und so macht sich die ganze Gruppe auf zu einer Wanderung. Schnell wird uns wieder bewusst, dass wir wieder zurück im Schnödels-Gebiet sind (auch genannt Rentiere). Das Rentierzuchtgebiet ist eigentlich halb Finnland, aber halt im nördlichen Teil und so haben wir diese Tiere im Süden doch merklich vermisst. Kaum losgelaufen, läuft uns bereits eines dieser Tiere entgegen. Womit für alle klar ist, dass das eine anstrengende Wanderung wird. Denn Nara ist damit erfolgreich im Jagdmodus und Anina hat allerhand mit der Dame zu diskutieren. Währenddessen sucht Alex ein paar Geocaches oder wagt sich mithilfe von KI ans identifizieren der vielen Pilze (da haben wir uns nachher doch lieber ein Pilzbuch gesucht und studieren das jetzt mal eingehend). Bald muss die Wanderung allerdings abgebrochen (bzw. anderweitig fortgesetzt werden), denn hier hat es die letzten Wochen so fest geregnet, dass der Wasserpegel sichtlich gestiegen ist und das Moor nun wirklich ein Sumpf ist und die gelegten Bretter mehr als nur Fingerbreit unter Wasser liegen (wir sind heute mal Banausen und wollen keine nassen Schuhe). Trotzdem legen wir ein paar Kilometer zurück und sind alle etwas geschlaucht, als wir zurück bei Selah sind.
    Die Damen legen einen kurzen Powernap ein während Alex im nahen See sein Fischerglück versucht.
    Wir wechseln noch zweimal den Standort, sodass Alex weitere Spots ausprobieren kann (leider alle ohne grossen Erfolg). Dafür findet Anina noch ein paar Heidelbeeren, aber es ist bemerkbar, dass sich deren Saison dem Ende zuneigt. Viele der Beeren fallen direkt ab oder sind bereits am verderben. Für eine Heidelbeer-Tarte reicht es aber allemal.
    Für die nächsten Tage steht aber damit ein grosser Sammelplausch an, damit hoffentlich noch ein paar Gläser eingemacht werden können.
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  • Zum Glück hatten wir noch Kuchen

    23. August in Finnland

    Beim Richten des Frühstücks mussten wir mit schrecken feststellen, dass unser Müsli leer ist und wir keinen Reserve-Pack mehr haben. Aber Glück im Unglück, wir haben noch gaanz viel Heidelbeerkuchen, der passt auch super als Müsli-Ersatz.
    Nach der morgendlichen Stärkung geht es dann aber zum Einkaufen (neben Müsli auch viel Zucker um noch ein paar weitere Beeren einmachen zu können) und sogar eine relativ günstige Tankstelle lässt sich finden. Beim Einräumen des Einkaufs kommt Anina nun aber langsam an ihre Grenzen, da müssen mittlerweile noch ein paar andere Nischen gefunden werden.
    Den Nachmittag verbringt Alex dann mit Fischen, während Anina mit Nara eine Runde dreht und danach ein wenig mit der Heimat telefoniert (ja, manchmal melden wir uns auch direkt bei unseren Lieben zuhause).
    Die bellenden Hunde auf der anderen Flussseite halten uns dann aber davon ab die Nacht gleich an Ort und Stelle zu verbringen. Ein paar Fahrminuten entfernt, lässt sich ein ruhiges Plätzchen finden. Wo ein warmes Abendessen gegen die windige Kälte draussen hilft.
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  • Frisch geschlüpft

    22. August in Finnland

    Nach einer ausgiebigen Kuschelrunde mit Nara (der Bauch wird morgens dafür schön präsentiert) wird gefrühstückt, alles eingepackt und weiter gezogen.
    Wir haben uns ein Plätzchen an einem der zahlreichen Seen herausgesucht, wo auch ein markierter Wanderweg vorhanden sein sollte. Der Strassenzustand lässt vermuten, dass wir da völlig allein sein werden. Umso erstaunter sind wir darüber, welch reger Betrieb hier herrscht. Wir können aber ein gemütliches Plätzchen direkt am Seeufer ergattern. Zu Aninas Pech sieht Alex im Wasser die Fische springen und so macht sie sich später mit Nara allein auf den Weg zum Aussichtsturm.
    Der beschilderte Weg führt sie durch den Wald und das angrenzende Moor. Zwischendurch gibt es ein kurzes Treffen mit einem Rentier und überall schiessen noch mehr Pilze aus dem Boden (einige sogar noch mit süsser Erdhaube, so frisch sind sie "geschlüpft"). Den Aussichtsturm besteigt Anina dann aber allein (Nara ist ja schon ein kleines Kletteräffchen, aber diese Stufen waren dann doch sehr steil).
    Wieder zurück bei Selah wird der Rest des Tages ganz gemütlich mit Lesen, Sonnen, Beeren sammeln, Fischen und Kuchen backen verbracht. Nur mit dem Abendessen ist viel Geduld gefragt, denn das mit dem Feuer will nicht so recht klappen (das Holz ist hier einfach sehr feucht).
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  • Dem Fluss entlang

    21. August in Finnland

    Unsere Fischer-Lizenz ist noch bis heute Abend gültig. Heisst wir sind heute nochmals den ganzen Tag unterwegs. Auch Nara darf die meiste Zeit dabei sein und hilft fleissig mit (indem sie die Beeren am Ufer entlang abknabbert).
    Der grosse Fang bleibt zwar auch heute aus, aber für einen Hecht (nicht der Grösste, aber gross genug) reicht unser Angel-Glück.
    Während Alex am Abend noch etwas weiterfischt geht Anina mit dem müden Hund zurück, welcher nach seinem wohlverdienten Mahl keine Pfote mehr rührt für den Rest des Abends.
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  • Da schwamm es davon

    20. August in Finnland

    Unser Schlafplatz liegt direkt neben einem Staudamm, unter dem man Fischen darf. Das lassen wir uns natürlich nicht entgehen. Bis auf einen kleinen Barsch landet aber nichts in unserem Netz. Im Gegenteil eines unserer Köderfische löste sich von der Angel und schwamm munter den Fluss hinab (zu unserer Verteidigung, nicht der Knoten war schlecht geknüpft sondern das Vorfach riss einfach).
    Da es mittlerweile auch bei uns wieder dunkel wird, hören wir auch bei Zeiten auf. Vielleicht haben wir ja morgen mehr Glück.
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