Budapests andere Seite
August 18, 2024 in Hungary ⋅ ☀️ 31 °C
Auch heute ging es wieder nach Budapest rein. Ich stand etwas früher auf, um mehr Zeit zu haben. Bevor ich losging sprang ich nochmal kurz unter die Dusche und dann stieg ich voller Vorfreude in den Bus. Mein erster Stopp für heute war die Margareteninsel. Hier habe ich mir den tanzenden Springbrunnen angeguckt und lief noch eine ganze Weile einfach über die Insel. Vom anderen Ende der Insel fuhr ich dann mit einem Bus wieder zurück an den Anfang. Ich lieh mir ein Fahrrad und fuhr damit vorbei am Parlament zu den Schuhen am Donauufer. Diese stehen seit 2005 dort und sollen dem Gedenken an die Massenerschießung der Juden am Donauufer erinnern. Weiter ging es dann quer durch die Stadt zum Botanischen Garten von Budapest und was soll ich sagen, dieser lag in einer ziemlich schlimmen Gegend. Man sah keinerlei Touristen mehr und an jeder Ecke standen irgendwelche Gangs und beobachteten die Leute. Die Häuser sahen genauso schlimm aus, wie die total verdreckten Straßen. Wirklich kein Ort, wo man als Mädchen landen möchte. Aber auch diese Seite gehört zu jeder Stadt dazu und es war trotzdem interessant die andere Seite von Budapest kennenzulernen. Schnellen Schrittes ging ich dann jedoch zum Eingang des Gartens und holte mein Ticket. Der Botanische Garten ist riesig und von Rosen über Bambus bis Palmen gab es alles. Mein Lieblingsgewächshaus war natürlich das Kakteenhaus. Kakteen machen mich immer glücklich. Auch die fleischfressenden Pflanzen waren super interessant. Hier verbrachte ich bestimmt zwei Stunden bevor es Zeit wurde wieder zurück zum Camper zu fahren. Also schnappte ich mir wieder ein Fahrrad, fuhr zum Bus und verpasste diesen. Ein weiterer ließ aber nicht lange auf sich warten und so war ich gegen 15 Uhr bei Ilvy angekommen. Nach einer Gassirunde und Nittag für Ilvy hing es gegen 16 Uhr dann wieder für mich zum Bus und zurück in die Stadt. Diesmal ging ich zu Fuß und eigentlich wollte ich mir zuerst den Stadtgarten angucken, aber ich laß, dass man bei dem Restaurant, in das ich wollte, reservieren muss,. Ich rief also dort an aber niemand ging ran. Ich entschloss mich dazu erstmal zu dem Restaurant zu gehen. Als ich jedoch dort ankam sah ich schon eine lange Schlange. Ich stellte mich trotzdem an und ungefähr 30 Minuten später saß ich an einem der Tische. Erst jetzt bemerkte ich, dass ich den ganzen Tag noch nichts gegessen hatte. Das erklärte wahrscheinlich auch meine durchgehend starken Kopfschmerzen. Das Restaurant war brechend voll und auch wirklich hübsch eingerichtet. Ich bestellte Magyaros szűzérmék also traditionell ungarisch gebratenes und zubereitetes Schweinefleisch mit Letcho und hauchdünn geschnittenen und gerösteten Kartoffelscheiben. Dazu nahm ich eine hausgemachte Limonade und als Nachtisch Somlói galuska eine traditionsreiche ungarische Süßspeise aus Buskuit mit Vanillepudding, Rum- Rosinen und Schokoladensauce. Alles schmeckte fantastisch und ich konnte verstehen, warum dieses Restaurant so voll war. Ich hatte wirklich Glück, weil die meisten Gäste nach mir weggeschickt wurden. Nach einem Verdauungsspaziergang durch den Stadtpark, kletterte ich auf das begehbare, begrünte Dach eines Museums. Da meine Füße extrem brannten, lieh ich mir wieder ein Fahrrad und fuhr damit zur Bushaltestelle. Beim warten auf den Bus wurde mir immer wieder extrem schwindelig und mir wurde klar, dass ich heute nicht nur nichts gegessen hatte sondern ich hatte auch bisher kaum was getrunken. Erst als ich wieder beim Camper und von der Runde mit Ilvy zurück war, fing es an mir besser zu gehen. Ich sprach noch mit dem Platzwart und er meinte ich könnte auch noch morgen und übermorgen auf meinem Platz stehen bleiben. Aber für heute muss ich mich erstmal ausruhen.Read more













