• Die Haupstadt hautnah

    17 Ogos 2024, Hungary ⋅ 🌩️ 30 °C

    Man was war das für ein aufregender Tag. Heute morgen war ich wirklich froh, als ich den Campingplatz verlassen konnte und wieder meine schützdene Kleidung trug. Mein Ziel war ein Campingplatz, welcher mir von einem deutschen Ehepaar, während der Reise, empfohlen wurde. Der Platz liegt im grünen Gürtel von Budapest in einem Viertel, wo auch einfach mal ein schöner Bentley vor der Tür steht. Der Platz an sich ist wirklich idyllisch und ruhig gelegen, der Betreiber und seine Mutter sind super liebe Menschen. Ich wurde sofort am Eingang begrüßt und sie stellten sich gleich vor. Danach redete ich mit Marta über die besten Tipps, wie ich in das Centrum der Stadt komme und welche Route die Beste ist, damit ich wirklich alle Sehenswürdigkeiten sehen kann. Ich bekam sogar einen Stadtplan. Sie empfahl mir auch die App ,,BudapestGo". Dort kann man ganz einfach Bustickets buchen. Ich kaufte mir übrigens ein 24 Stunden Ticket. Dieses gilt sowohl für alle Bahnen als auch für alle Busse in ganz Budapest und kostete mich gerade mal 6 Euro. Als ich nun auf meine Platzzuweisung wartete kam plötzlich ein Mann zu mir und fragte mich, ob ich letztens in Eger auf dem Campingplatz stand. Verwundert bejahte ich die Frage und er erzählte mir, dass er und seine Frau mich dort gesehen haben. Obwohl wir uns nicht unterhalten hatten, war ich ihnen doch in Erinnerung geblieben. Durch Ilvy bekam ich den Platz mit dem meisten Schatten. Ich machte ihr schnell alle Fenster auf, die Ventilatoren an und dann ging es für mich zur Bushaltestelle. An dieser angekommen stand ein Mann dort, der zuvor gerade im Müll gewühlt hatte. ,,Na super" dachte ich mir und stellte mich extra an das andere Ende der Station. Seine Reaktion daraufhin war, sich hinter mich zu stellen und als ich dann meinen Kopf so drehte, dass ich ihn beobachten konnte stellte er sich wirklich mit ein paar Zentimetern Abstand neben mich. Ich gab ihm einen wirklich bösen Blick, und nach ein paar Minuten ging er wieder zurück zum Mülleimer. Was auch immer das sollte, ich lasse mich von so etwas nicht mehr einschüchtern. Irgendwann kam dann auch endlich der Bus. Nach ungefähr 10 Minuten Fahrt war ich unterhalb der Donau angekommen und es fing an zu regnen. Doch wer lässt sich schon von Regen aufhalten? Also spazierte ich ganz entspannt durch die Gassen der Stadt, als hätten wir schönstes Wetter. Nach ein paar Kirchen war die Fischerbastei mein erstes Ziel. Von dort hatte man einen tollen Blick auf die Stadt und es war sogar ein Festival im laufenden Gange. Überall gab es Stände und nicht nur aus dem Land Ungarn gab es Verkäufer sondern auch welche aus der Türkei, Japan, Polen und Botswana. Ich probierte dann an einem der Stände das ungarische Gericht Lángos. Das kann ich wirklich jedem empfehlen, es war super lecker. Die meisten Händler trugen ihre traditionelle Kleidung und verkauften handgefertigte Sachen, die direkt vor den Augen der Besucher angefertigt wurden. Ich kam auch an der Kirche vorbei, in der Sisi und Franz damals gekrönt wurden. Zu dem Zeitpunkt war darin aber gerade eine Hochzeit, weswegen man die Kirche leider nicht von innen sehen konnte. Weiter ging es dann zum Burgpalast, der einen wunderschönen Brunnen beinhaltete. Dabei konnte ich sogar ein paar traditionelle Wächter entdecken. Wieder ein Stück zurück ging es dann für mich zu einem Panoramaausblick. Doch auf einmal ertönte laute Musik und alle Menschen strömten plötzlich in eine Richtung. Ich lief mit und konnte so den Wachwechsel vor dem Palast des ungarischen Präsidenten miterleben. Neben seinem Palast fuhr die historische Standseilbahn, doch ich nahm lieber die Treppen. Weiter ging es dann über eine der berühmtesten Brücken der Welt, die Kettenbrücke. Diese wird von jeder Seite von zwei Löwen bewacht. Hinter der Kettenbrücke suchte ich mir erst einmal einen stilleren Ort, um mein weiteres Vorgehen zu planen. Plötzlich sah ich einen jungen Mann auf mich zukommen und er meinte, dass das jetzt bestimmt komisch rüberkommen würde, aber das er mich gesehen hat und mich wirklich hübsch fand. Wir fingen an uns zu unterhalten. Dabei gingen wir ein bisschen spazieren. Er heißt Tyler ist 26 und kommt aus Neuseeland. Und auch er reist alleine. Er hat jedoch ein AirBnb in Budapest. Wir tauschten Nummern aus und gingen dann getrennte Wege. Für mich ging es nun weiter zur Szent István Bazilika. Diese schaute ich mir jedoch nur von außen an, da Marta mir den Tipp gegeben hatte das der überteuerte Eintrittspreis sich nicht lohnen würde. Ich besuchte noch die Oper, wo ich sogar ein kleines Konzert hören konnte, ging durch die Fashion Street und besuchte eine Kirche. Ich ärgerte mich darüber, dass sowohl das New York Cafe als auch das Zoo Café über Wochen hinweg ausgebucht sind. Ich kam an einem Springbrunnen vorbei und 22371 Schritte später mietete ich mir dann ein Stadtrad, da ich keine 15 Kilometer wieder zurücklaufen wollte. Mit dem Fahrrad ging es meinen Füßen dann gleich viel besser und somit machte ich noch einen kleinen Stopp beim Parlament. Ich parkte mein Fahrrad und ging die letzten Meter zu Fuß zur Bushaltestelle. Nur leider stand ich an der falschen und als ich das bemerkte kam mein Bus. Ich legte einen Sprint hin doch die Türen waren schon geschlossen. Zum Glück sind wir nicht in Deutschland, wo der Busfahrer einfach losfährt, obwohl er dich gesehen hat. In Ungarn wird man mit einem ,, gut gemacht" begrüßt. Zufrieden setzte ich mich auf einen der freien Plätze und schlurfte dann kurze Zeit später den Berg zum Campingplatz hoch. Ilvy bekam noch eine schöne Runde und wir ließen den Abend beide entspannt ausklingen. Morgen geht es dann in Cityrunde Nummer zwei.Baca lagi