• 30. Etappe: Abschied/Willkommen

    6.–7. mar., Marokko ⋅ 🌧 10 °C

    Der Abschied von Marokko fiel… sagen wir mal: nicht besonders schwer 😅

    Bei 10 Grad und kräftigem Starkregen verabschiedete sich Morocco von uns – oder wir uns von Marokko. Ganz genau weiß man das bei diesem Wetter nicht 🌧️🚐. Der Himmel hat jedenfalls beschlossen, den Abschied ordentlich zu dramatisieren.

    Am Hafen von Port of Tanger Med begann dann das bekannte Spiel: Scanner, Kontrollen, warten… und nochmal Kontrollen. Gefühlt mindestens 10 Passkontrollen später wussten wir immerhin sicher: Unsere Pässe existieren wirklich 😄

    Dann kam die nächste Überraschung:
    Die Fähre legte nur (!) 45 Minuten (!) verspätet ab. In marokkanischen Zeitdimensionen ist das praktisch überpünktlich 😂

    Geplante Abfahrt war 18 Uhr – Ramadan-Zeit. Also alles im Rahmen der lokalen Zeitphilosophie: Geduld haben, irgendwann passiert schon etwas. Und tatsächlich – irgendwann bewegte sich die Fähre ⛴️

    An Bord dann eine fast schon meditative Ruhe. Wenig los, viel Platz und ein bisschen das Gefühl, dass auch das Schiff langsam in den Feierabendmodus übergeht.

    Das Abendessen?
    Nun ja… kalt 🍽️

    Die Bedienung?
    Noch kälter 🥶

    Mit einem Tonfall, der irgendwo zwischen strengem Lehrer und Zollbeamten lag, wurde uns sehr deutlich erklärt (inklusive energischer Gestik), dass keine Dirham, sondern nur Euro akzeptiert werden 💶.
    Gut… es ist eben eine marokkanische Fährlinie. Hätte auch ganz anders laufen können – oder? 😄

    Jetzt sitzen wir hier, irgendwo zwischen zwei Kontinenten, schauen auf das dunkle Meer und sagen:

    Einen letzten guten Abend, Marokko. 🇲🇦

    Du warst chaotisch, laut, wunderschön, überraschend, manchmal anstrengend – aber genau deshalb unvergesslich.

    Und während der Morelo unten im Bauch der Fähre ruht 🚐
    sagen wir einfach:

    Gute Nacht, Marokko. 🌙🌊
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