• Tag 5 begann dort, wo man in der Türkei offenbar die meiste Zeit verbringt: an einem reich gedeckten Frühstückstisch. 😌
    Heute waren wir bei meiner Tante zum Frühstück eingeladen und natürlich war der Tisch wieder einmal völlig überladen. Wobei "überladen" hier liebevoll gemeint ist. ❤️
    Selbst gemachte Marmeladen, verschiedene Käsesorten, Eivariationen, verschiedene Oliven, frisches Gemüse, Pide, Brot und noch vieles mehr. Eigentlich hätte die Hälfte davon bereits gereicht, um satt zu werden.
    Inzwischen bin ich es allerdings fast gewohnt, denn zu Hause läuft das bei uns nicht viel anders ab, wenn die Familie gemeinsam frühstückt.🤗

    Nach dem Frühstück folgte eine Einladung von dem Cousin meiner Mutter, der uns gestern Abend noch spontan besucht hatte. 🚗🌿 Er nahm uns (gegen den Willen meiner Oma, die lieber weiter ihr Haus putzen wollte) vorbei an Sonnenblumenfeldern mit zu seinem Grundstück und ganz ehrlich: Ich war sprachlos.
    Zwischen Hügeln und Bergen, irgendwo im nirgendwo liegt dort ein riesiges Stück Land, das eher an einen kleinen Naturpark als an ein Privatgrundstück erinnert. Überall wachsen Blumen, Obstbäume, Gemüse und sogar Haselnusssträucher.
    Ich habe keine Ahnung, wie groß das Grundstück tatsächlich ist, aber aus deutscher Perspektive wirkte es fast surreal. So viel Platz, so viel Grün und so viel Ruhe. In Deutschland wäre so etwas vermutlich für die meisten Menschen unbezahlbar.

    Während wir durch das Gelände liefen, summten Hummeln zwischen den Blumen, Vögel zwitscherten und immer wieder entdeckte man neue Ecken, die aussahen wie aus einem Bilderbuch. 🐝🌿🌻

    Natürlich durfte auch das Essen nicht fehlen..🍽️ Es gab traditionelle türkische Hausmannskost, teilweise in Tontöpfen und teilweise über offenem Feuer zubereitet.

    Als die Sonne langsam hinter den Hügeln verschwand, wurde die gesamte Landschaft in warme Orange und Goldtöne getaucht. 🌅✨ Die Bienenstöcke standen nie still, die Luft wurde angenehm kühl und vor uns lagen nur Natur, Berge und eine scheinbar endlose Weite.

    Kein Verkehr, kein Lärm, keine Termine. Nur Natur.
    Und vielleicht noch das 5. Glas Tee und die vielen Gespräche.

    Ganz so energiegeladen wie an den anderen Tagen war ich heute allerdings nicht. Meine Erdbeerwoche hat beschlossen, pünktlich im Urlaub vorbeizuschauen und brachte die üblichen Bauchschmerzen gleich mit. 🤦🏻‍♀️🍓
    Deshalb fiel mir heute vieles etwas schwerer und ich war deutlich schneller erschöpft als sonst.

    Trotzdem war es einer dieser Tage, die man nicht wegen spektakulärer Erlebnisse in Erinnerung behält, sondern wegen der Atmosphäre.
    Wegen der Ruhe. Wegen der Gastfreundschaft.
    Und wegen eines kleinen Paradieses irgendwo zwischen den Hügeln von Erbaa. ❤️🌅
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