Poulet à la Crème
September 9, 2024 in France ⋅ ☁️ 15 °C
Man kann nicht durch die Normandie reisen, ohne Äpfel zu kochen. Insbesondere, nachdem wir gestern auf den Geschmack gekommen sind, als wir im völlig verregneten Bayeux in einer netten Crêperie leckere Crêpes mit gebratenen Äpfeln und Vanilleeis genossen haben.
Ich kenne ein geniales Rezept für ein Hähnchen normannischer Art. Allerdings beinhaltet das ein ganzes Hähnchen, das im Backofen geschmort wird. Zu irgendeinem Zeitpunkt kommt ein Schuss brennender Calvados ins Spiel.
Backofen fällt aus logistischen Gründen flach. Aber aus den Grundzutaten lässt sich sicher etwas improvisieren.
Diese sind: Hähnchen, Butter, Äpfel, Thymian und Sahne.
Zwei Hähnchenbrüste habe ich mit etwas Öl auf der einen Seite scharf angebraten. Dann mit Salz, Pfeffer und Thymian gewürzt. Nach dem Wenden die Hitze reduziert, etwas Butter und Zwiebeln und Knoblauch dazu gegeben.
Dann das Fleisch aus der Pfanne genommen und stattdessen zwei in Stückchen geschnittene Äpfel dazu gegeben. Ordentlich angebraten, dann mit einem guten Schuss Cidre abgelöscht. Auf kleiner Flamme den Cidre verdampfen lassen, ein kleines Stück Butter dazu, und ordentlich Thymian. Kurz angebraten, und nochmal mit Cidre abgelöscht. Dieses mal noch etwas Brühe dazu, die noch übrig war vom Zubereiten des Couscous neulich.
Sahne dazu, abschmecken, und dann ein paar Minuten einkochen lassen.
Temperatur ganz klein schalten, und die Hähnchenbrüste wieder in die Sauce packen. Ich hatte sie nicht lange genug in der Sauce, darum waren sie innen noch rosa. Ist immer ein bisschen heikel den Punkt zu finden. Köcheln sie zu lange in der Sauce, werden sie irgendwann trocken und zäh.
Aber kein Problem. Das Fleisch etwas zerteilt und einfach nochmal drei Minuten in der Sauce auf dem Herd durchbraten.
Dazu gab es kleine Kartoffeln, in der Schale gegart und dann in etwas Öl mit Salz fertig gebraten.
Meine liebste Art, Kartoffeln zuzubereiten. Weil es meiner Faulheit entgegen kommt. Ich hasse kartoffelschälen.
Dazu leeren wir dann den Rest der Flasche Cidre.
Fazit:
Die Sauce mit den Äpfeln war mega! Nachdem das Fleisch dann vollends gar war, würde ich sagen:
5/5
Die Zutaten hier sind einfach auf einer anderen Ebene lecker.
Ich liebe den Kontrast zwischen den süß-fruchtigen Äpfeln, den herzhaften Komponenten aus Huhn und Zwiebeln, und dem frischen Geschmack von Thymian.
Das alles in einer fetten Butter/Sahnesauce. Lecker.Read more


