• Terakotta Armee

    September 11 in China ⋅ ☁️ 17 °C

    1,5h hat es gebraucht, um in das 42 Kilometer außerhalb des Stadtzentrums gelegene Mausoleum Qin Shihuangdis zu kommen.

    Zwei U-Bahnen und den Rest der Strecke mit dem Taxi. Taxifahren bereitet mir hier eine unglaubliche Freude, denn für eine 25 minütige Taxifahrt zahlt man hier gerade einmal rund 1,50€. Deswegen bin ich bis jetzt immer mit einem Lächeln ausgestiegen😅.

    Wie es auch anders sein sollte, regnete es. Frühzeitig erhielt ich Einlass und betrat die erste Halle. Ich hatte um ehrlich zu sein nicht so viele große Erwartungen und dachte das da mehr Hype darum gemacht wird als notwendig, aber mit betreten der Halle war ich echt geplättet. Ein unglaublicher Schatz 2000jähriger Geschichte, welcher nur durch einen Zufall entdeckt wurde.

    Ein paar Bauern hatten einen Brunnen gegraben, bis sie plötzlich einen Terrakottakopf in den Händen hielten.

    Jeder Soldat ist einzigartig, fast schon unwirklich realistisch und detailliert dargestellt. Einfach unglaublich.

    Unglaublich waren allerdings auch die Touristen, welche jeden Ansatz an guter Erziehung auch ganz tief unten vergraben hatten. Teils kampfartige Szenen, um es etwas überspitzt zu sagen.

    Ich ließ mir bewusst Zeit, es gab so viel zu sehen und zu entdecken. Einfach toll.

    Nach zwei Stunden war ich dann fertig und setzte mich ins Starbucks. Dadurch mein Englisch Audioguide nicht so die Wucht war, musste ich noch etwas Wissensstand aufarbeiten.

    Die eigentliche Grabkammer des Kaisers ist 1,5km entfernt und noch völlig ungeöffnet. Es wird eine Art unterirdischer Palast unter der Erde vermutet. Der Ort wo sich dieser befindet ist bekannt, allerdings ist die chinesische Regierung zum jetzigen Zeitpunkt strikt gegen eine Öffnung, dadurch mit der Öffnung binnen von Minuten die vermuteten Schätze und Relikte zerstört werden würden (durch Oxidation). Bei den Ausgrabgungen der Terakotta Armee löste sich durch die Luft binnen von Minuten die ganze Farbe von den Figuren.

    Nach meinem Besuch fuhr ich noch einmal zur Wild Goose Pagoda, mit der Hoffnung das Wasserspiel noch einmal beleuchtet zu sehen. Leider ohne Erfolg. Ich war zwanzig Minuten zu spät.
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