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  • Day4

    Stralsund

    October 23, 2017 in Germany

    Heute Morgen regnet es vom Feinsten. Feiner Sprühregen zaubert ein Bild von Tristesse und Weltuntergang vor unserem Womofenster. Nichts wie weg aus diesem depressiv machenden Umfeld. Laut meines persönlichen Wetterkundlers und seiner Allwetterapp soll die Sonne heute am ehesten in Stralsund zu finden sein. Also...worauf warten wir noch. Ab, ab in den Norden. Der Sonne hinterher. Stralsund liegt zudem strategisch gut. Egal, ob wir von dort aus auf Sonnensuche nach Usedom, Rügen oder auf den Darß wollen. Auf den über 200 km bis dorthin, die Fahrt geht zunächst über dieä ziemlich neue Autobahn in Richtung Wismar, kommt das Wohnmobil aus der Regenwäsche nicht heraus. Der Regen hört dann 50 km vor Stralsund auf und am Horizont zeigte sich ein heller Streifen. Das dicke Wolkenkleid reißt an einigen Stellen auf und lässt aufreizend ein wenig Blau des Himmels sehen. Mir ist, als würde sich hinter einer dicken Wolke die Sonne verstecken. Das lässt für den Tag hoffen. Als wir Stralsund erreichen, scheint die Sonne, und der goldene Oktober meldet sich allerdings nur kurz nochmal zurück.Wir erreichen den Wohnmobilstellplatz Stralsund und fahren direkt daran vorbei. Das Hinweisschild stand hinter der abzubiegenden Straße. Aber dann fahren wir auf einen Wohnmobilplatz vom Feinsten. Hier hat Jemand richtig viel Geld in die Hand genommen, um diese 15 Plätze anzulegen. Es ist schon fast ein Minicamp. In den 15 Euro Stellplatzgebühren pro Mobil und Nacht sind außer VE auch Dusche, Toilette und Wlan sowie 4 Brötchen enthalten. In der Mitte des Platzes befindet sich ein Freizeitbereich mit Tischen und Bänken, Feuerstelle und einer finnischen Feurejurte. Wir haben die große Auswahl, was schon schwierig ist, Aber heute müssen wir nur einmal umsetzen, um wunschgemäß zu stehen. Außer uns steht nur ein Wohnmobil auf den sauber geschotterten bzw. gepflasterten Plätzen. Aber es ist ja auch noch früh. Der Stellplatz liegt am Rande eines Industriegebietes ca 5 km von der Innenstadt entfernt. Die Bushaltestelle ist genau gegenüber, und die Busse fahren viertelstündlich. Ich will mir erst einmal die nähere Umgebung anschauen. Das Wasser muss doch ganz in der Nähe sein. Und wirklich , nicht weit hinter dem Stellplatz finde ich zwischen Wohnblöcken einen Weg ,der zum Ufer des mittleren Strelasunds führt. Eine Treppe führt direkt an einen kleinen Strand. Das hätte ich hier nicht vermutet. Ein schön angelegter Rad-und Wanderweg führt entlang der Wasserlinie. Ich folge ihm und bringe in Erfahrung, dass man auf ihm direkt mit dem Rad in die Altstadt oder in der anderen Richtung zur Halbinsel Devin mit den schönen Wanderwegen fahren/gehen kann. Bis zur Halbinsel Devin schaffe ich es zwar nicht, aber bis zum Rewe, um Kuchen für den Nachmittagskaffee zu kaufen. Der Rewe liegt an der Greifswalderchausee in einem Einkaufsgebiet. Hier könnte man sich an einem Regentag den ganzen Tag aufhalten und Supershopping betreiben, denn alle Läden vom Autohändler bis zum Küchenstudio sind vertreten. Mit reicht aber für heute der Kuchen.Einige Zeit später, der Kuchen ist dem ihm zugedachten Zweck zugeführt worden, erkunden wir die andere Richtung des Wanderweges. Bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein können wir bis zur Rügenbrücke, der Halbinsel Dänholm und nach Rügen hinüberschauen. Ein wunderschöner Spaziergang. Die Sonne geht schon fast unter, als wir zurück am Wohnmobil sind. Es stehen inzwischen 4 weitere Mobile hier. Morgen werden wir mit dem Rad in die die Altstadt fahren.Read more