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  • Day23

    Herrlich. Einfach nur herrlich. Aufstehen, ein paar Schritte laufen und eintauchen in einen wirklich schönen und gepflegten Pool, der über eine halbe Stunde nur mir gehört. Michael konnte ich leider nicht überreden, mitzukommen. Er meinte, es wäre ihm so früh am Morgen einfach zu nass. Dafür hat er aber schon Kaffee gekocht, Brot geholt und Frühstück gemacht, als ich vom Morgenbad komme. Das Meer wäre übrigens auch da gewesen. Aber mit einer Temperatur von 18 Grad nicht unbedingt eine Alternative.
    Nach dem Frühstück ist eine Radtour geplant. Nachdem auch Google Maps ihm versichert hat, dass er in dieser Gegend nicht mit gewaltigen Höhenmetern rechnen muss, ist Michael dabei. Bei der letzten Radtour waren es 100 m Höhenunterschied auf knapp einem Kilometer. Jedenfalls ist Michael heute durchaus bereit, Rad zu fahren. Obwohl er schon manches Mal die "Rote Paula", unseren Roller, hätte gebrauchen können. Der steht mangels noch nicht vorhandener Transportmöglickeit Zuhause.
    Sogar zum Leuchtturm fahren wir noch einmal. Das Besteigen ist ja schon abgehakt.
    Man merkt, dass heute Sonntag ist. Viele Autos und Radfahrer sind unterwegs
    In St.Piere und am Leuchtturm wimmelt es von Besuchern. Wir fahren weiter nach Penmarc'h. Die gewaltige Kirche haben wir schon bei der Ankunft gesehen. In Penmarc'h ist Sonntagsruhe. Nicht mal ein Hund läuft durch die Straßen der kleinen Stadt. Aber wir. Die riesige Kirche St. Nonna ist einer Lokalheiligen gewidmet und wirkt in dem kleinen Ort fast übermächtig. Nach der Besichtigung kaufen wir Kuchen in einer Bäckerei. Aber sonst gibt es nicht viel zu entdecken und so fahren wir weiter auf dem Radweg durch Wald und Wiesen bis nach Guilvinec. Dort werden wir von einem großen Sonntagsmarkt, der über den ganzen Ort verteilt, ist überrascht. Schnell sind die Räder abgestellt.Dann lassen wir uns mit den anderen Besuchern durch die Straßen und entlang der Stände treiben. Obst und Gemüse, Würste, Schinken, Oliven, Fisch, Muscheln, Wein und Cidre......regionale Produkte zum sofortigen Verzehr und zum Mitnehmen. Eben ein typischer französischer Markt. Ein Marktbesuch stand so wie so noch auf meiner Urlaubswunschliste. Später finden wir uns mit unseren Einkäufen in einem Straßencafe wieder. Ein junger Mann mit Gitarre versucht gegen den Lärm anzuspielen und zu singen. Dann geht er mit seinem Hut herum. Später sehe ich sein Gepäck und seinen Schlafsack an einer Ecke stehen. Er finanziert sich so seine Reise.
    Es ist schon fast Nachmittag als wir zum Wohnmobil zurück kommen. Wir vertreiben die Hitze mit Schwimmen und einem langen Strandspaziergang. Der Strand ist heute extrem voll. So voll habe ich in den letzten Wochen keinen Strand erlebt. Aber die Hitze und das Wochenende haben alle ans Meer gelockt. Die Menschen stehen in kleinen Gruppen einfach bis zum Bauch im Wasser und unterhalten sich. Familien veranstalten ein Picknick am Strand. Sonnenhungrige, den Kopf unter einem Handtuch versteckt, bieten der Sonne den Körper gut eingefettet zum Bräunen an. Es gibt überall etwas zu gucken. Das Meer ist noch lange nicht zur Höchstform aufgelaufen. Das wird erst am Abend der Fall sein, und so ist der Weg zum Wasser weit. Hier in dieser Gegend liegt der Tiedenhub so um die 4 Meter. In anderen Gegenden wie z.B. der Normandie sind es bis zu 17 Metern.
    Am Abend planen wir die nächste Etappe. Wir wollen morgen auf die Halbinsel Quiberon fahren, die sehr schön sein soll.
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