• Mit den Schiff zurück nach Norden

    December 27, 2025 in Chile ⋅ 🌬 13 °C

    Und dann ist das doch der Abend gekommen, ab dem wir an Bord der Esperanza gehen dürfen, die uns ungefähr 2000km next Norden bis Puerto Montt bringt. Aber zunächst entlässt und Südpatagonien noch einmal mit so richtig eisigem Wind. Vor allem Barbara und die Kinder frieren richtig durch während ich den Mietwagen zurück bringe und Essen besorge.

    Es dauert bis fast 10:00 Abend bis wir an Bord sind und die gemütliche 4er-Kabine bezogen ist. Daher werden wir nur noch einen kurzen Blick vom Schiff auf die Stadt und gehen bald auch schlafen.

    Am nächsten Morgen als wir aufwachen haben wir bereits abgelegt. Die Stadt ist zwar noch zu sehen, aber aber so langsam nehmen wir Fahrt auf. Nach einem kurzen Schlenker, der uns den vermutlich südlichsten Punkt der ganzen Weltreise bringt, biegen wir durch mal engere, mal weitere Fjorde und zwischen vielen Inseln hindurch nach Norden ab. Leider ist das Wetter so, dass man nie lange draußen bleiben kann. Und so wechseln wir Lesen, Malen, Kaffee und Tee trinken und natürlich dem 3 Mahlzeiten ab mit gelegentlichem Bestaunen der langsam vorbei ziehenden Landschaft. Teilweise sind die Berge so nahe, dass man sich fragt, wie das Schiff noch hindurch passen kann.

    Nebenher bleibt auch viel Zeit, die anderen Passagiere kennen zu lernen. Insgesamt sind wir etwas 70 Menschen aus mindestens 10 verschiedenen Ländern, in allen Altersklassen und mit ganz verschiedenen Reisen. Wir lernen zum Beispiel kennen:
    - 2 deutsche Weltreisende Ende 20
    - einen New Yorker Matheprofessor und seine taiwanesisch-amerikanische Frau
    - einen französischen Maler, der mit seiner argentinischen Frau in Michigan lebt und vor der Rente CEO von Renault in Südamerika war

    So gehen die 3 Tage ereignisarm , aber trotzdem interessant und schön vorbei. Die Kinder genießen es sehr, dass sie sich schnell auf dem Schiff auskennen (und jeden kennen) und ein paar Highlights gibt es ja doch: Am zweiten Tag halten wir für 2 Stunden bei Puerto Eden, dem einzigen (!) Ort entlang des gesamten Reise, Carla hat große Auftritte beim Karaoke-Abend und wir dürfen die Brücke und den Kapitän besuchen.

    Und dann, als wir am Vormittag des 4. Tages in die Bucht von Puerto Montt einlaufen, und sich gerade etwas melancholische Stimmung breit macht, taucht doch noch ein Delfin direkt neben dem Schiff auf. Es ist nur ein kurzer Auftritt, aber (zusammen mit den vielen Seelöwen auf de Bojen im Hafen) sorgt er für einen fröhlichen und positiven Abschluss einer ganz besonderen Etappe unserer Weitreise.
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