Kyoto Tag 2
July 12, 2025 in Japan ⋅ ☁️ 34 °C
Samstag Morgens ging es erstmal raus aus der Touristen-Traube, zum teils nur spärlich besuchten Kyoto Gyoen, dem Nationalgarten Kyotos, der in seinem weitläufigen Parkgebiet unter anderem den Kyoto Imperial Palace, den Sentō-Palast, das Hauptquartier der imperialen Garde und die Kan’in-no-miya-Residenz (ein Traumhaus mit umlaufender Terrasse, Schiebetüren und großem Graten mit Teich direkt vor der Tür…) beherbergt. Durch die Kan‘in-no-miya-Residenz konnten wir Hausschuhbesohlt schlendern und sowohl den schönen Ausblick als auch eine kleine Ausstellung bewundern.
Durch den Kyoto Imperial Palace ging es auf geführten Pfaden nur im Aussenbereich entlang, ab und zu mit Einblicken in die Flure oder Empfangszimmer, deren Schiebetürwände aufwendig bemalt sind und je nach Status des Besuchers zugewiesen werden (Tiger, Kranich, Kirschblüte; in absteigender Wichtigkeit des Besuches).
Das gesamte Gebiet des Kyoto Gyoen war bereits einige Jahre nach dem Umzug des Kaiserlichen Hofes nach Tokyo und dessen Ernennung zur Hauptstadt im Verfall. Daher beschloss Kaiser Meiji per Dekret, dass die Präfektur Kyoto fortan 4000 yen jährlich bekomme um den Imperialen Palast Kyoto und das umliegende Gebiet (heute Kyoto Gyoen) zu restaurieren und erhalten.
Dies gründete den Nationalgarten, in dem man heute nicht nur die hervorragende Architektur der japanischen Herrschaftsklasse, sondern auch mitten in Kyoto ein breites Spektrum an Vögeln und Insekten beobachten kann.
Buschkäutze, Schwarzmilane und vieles mehr können nicht nur Hobbyfotographen hier beäugen.
Am und über den Kamogawa-Fluss ging es ins und sehr schnell durch das berühmte Geisha-Viertel Gion im Osten Kyotos.
Da es in der Vergangenheit immer wieder zu übergriffigem Verhalten und Belästigungen gegenüber den Geishas und Maikos durch Touristen kam, sind viele kleine Gassen und Abzweigungen für Ausländer gesperrt. Wachleute stehen an jeder Straßenecke und weisen sehr direkt darauf hin, auf welcher Straßenseite man laufen darf. Nachdem wir (und Unmengen weiterer Touristen) so durch eine lange Straße geschleust wurden, beschlossen wir abzubiegen und andere Viertel zu erkunden.
Nach einem Besuch im Okonomiyaki-Izakaya im 2. Stock einer Nebengasse (ja wieder bei den Locals genascht…) ging es noch zu einer „kleinen“ Nachtwanderung durch den wohl berühmtesten und definitiv größten Inari-Schrein Japans, den Fushimi Inari-Taisha, durch tausende Tori-Gates hinauf bis auf den Gipfel des Berges Inari.
Die Fuchsstatuen, die die Inari-Schreine zieren, sind Borten des Kami Inari, der Shintō-Gottheit für eine reiche Ernte und erfolgreiche Geschäfte.
Ein Aufstieg zu besonders früher oder später Stunde ist hier lohnenswert, da (logisch) ein Touri-Magnet und ziemlich stark frequentiert.
Aber einen Besuch definitiv wert, stramme Waden inklusive!Read more



















Traveler
Auch ganz stark und trotz Größe recht ursprünglich ✌️👍