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- 日44–45
- 2023年4月26日〜2023年4月27日
- 1泊
- ☁️ 29 °C
- 海抜: 20 m
マレーシアTelok Asam1°42’59” N 110°26’39” E
26. + 27.4. Bako Nationalpark

Was soll ich sagen? Ich bin geflasht! Einige Nationalparks habe ich in Südostasien bereits besucht, viele davon waren sehr schön, doch Bako hat neben beeindruckender Natur auch noch ein Netz guter (und ausgeschilderter) Wanderwege geschaffen, sowie ein Headquarter, in dem man in jeder beliebigen Preisklasse nächtigen kann. Und genau für diese Option habe ich mich entschieden, um die Dschungeltiere am frühen Morgen und Abend sehen zu können.
Am Morgen ging es mit dem Bus eine Stunde außerhalb der Stadt zum Bootsanleger. Hier musste ich mir eine Gruppe fürs Boot suchen und uns wurde der Bootsfahrer zugewiesen, welcher uns dann am Folgetag auch wieder abholt. Bako liegt nämlich auf einer Landzunge, die nur mit dem Boot erreicht werden kann. Angekommen wurden wir gleich von Mangrovenwäldern und der Warnung vor Krokodilen begrüßt. Zusammen mit den beiden Tschechen Oldar und Miroslav (welche meine Bootgefährten waren) wanderten wir den ganzen Tag verschiedenste Trails entlang, immer auf der Suche nach den berühmten Nasenaffen oder sonstigen Besonderheiten. Wir erreichten auch einen Strand, der zum Baden einlud, aber auf Grund der Krokodile dieser Einladung nicht gefolgt werden sollte. Leider wird in diesen Buchten immer sehr viel Plastikmüll angespült.
Die weitere Wanderung führt mich vom Dschungeligen Lowland zum freieren Highland. Hier wandere ich auf Sandstein (der mich an die sächsische Schweiz erinnert), die Sonne scheint mir auf den Kopf. Es ist sehr heiß, aber die Umgebung lenkt mich von den Strapazen ab. Schwierig wird es nur mit meiner Brille. Denn bei dieser Hitze und meinen Ausdünstungen beschlägt sie ständig.
Die Nasenaffen versteckten sich während der heißen Mittagszeit, doch plötzlich stand ich inmitten einer Makakenfamilie mit süßen Affenbabys. In den Tempeln jagen mir die Makaken Angst ein, denn sie klauen gerne und fletschen die Zähne. So wurde ich etwas unruhig, doch hier im Nationalpark waren sie ganz friedlich.
Kurz vor Sonnenuntergang machte ich mich nochmal in die andere Richtung auf den Weg und landete bei den Mangroven. sollte ich hier wirklich lang? Krokodile? Wo sind sie? Leben sie im hohen Gras oder wirklich nur im Wasser? Mein Herz pochte schneller. Wenn ich eines sehen würde, muss ich dann rennen oder mich langsam bewegen? Nunja, das wusste ich alles nicht und entschied mich, während meines Spaziergangs eine Sprachnachricht aufzunehmen. Ein letztes Lebenszeichen und einen Hinweis auf ein Krokodil hätte es also gegeben ;) zum Ende habe ich (leider/zum Glück) keines gesehen. Dafür dann aber einen Nasenaffen genau vor meiner Tür zurück im Headquarter. Das Alphatier (was immer allein unterwegs ist) saß auf einer Astgabel am Wegesrand und zupft genüsslich die jungen Triebe eines Baumes. Seine Nase wackelte Baum Kauen auf und ab. Zusammen mit seinem dicken Kugelbauch und seinem braunen Fell, was aussieht wie eine Weste, sieht er aus wie ein alter Opi ;) dazu gibt er auch noch schmazende oder grunzende Geräusche von sich. Goldig.
Ich wusste gar nicht, dass es diese Tierart nur noch in Borneo und Kalimantan gibt. Hier im Bundesstaat Sarawak gibt es nur noch weniger als 1000 Exemplare. So wie auch bei den Orang Utan sind sie vorallem von Waldrodungen und Jagd bedroht.
Bei der Nachtwanderung mit Guide sahen wir vorallem Spinnen (urgs), einen Flying Limur und Glühwürmchen. Außerdem saß im Baum wieder der Nasenaffe. Diesmal schlafend. Sein Kopf hing hinunter, seine Arme auf dem Bauch verschränkt. Irgendwie sah er aus, so wie ich mich beim Meditieren gefühlt habe 🤭
Am nächsten Morgen (und tausend Diskussionen später) konnte ich mich einer kleinen Gruppe mit Guide anschließen. Hier lernte ich die zwei lebenslustigen Österreicher Laura und Stefan kennen. Mit Jo - unserem Guide, dessen Augen nicht so gut waren, dafür sein Gehör umso besser - begaben wir uns nochmal auf Nasenaffensuche. Plötzlich standen wir zwischen drei Familien, die um uns herum von Baum zum Baum sprangen. Es war richtig Krach im Dschungel, während sie sich gegenseitig jagten.
Zurück am Festland waren einige Fischstände aufgebaut. Der Fisch war vllt nicht so gut gekühlt wie bei uns, aber dafür unfassbar frisch und appetitlich anzusehen. Neben "normalen Fischen" und Scampis gab's auch Babyhai, Quallen und Rochen zu kaufen.
Somit lag es auf der Hand, abends Fisch essen zu gehen. Zusammen mit Laura und Stefan probierten wir uns durch gegrillten Fisch, Quallensalat, Scampis in Buttersauce und Seefarn als einheimisches Gemüse, angebraten in Schrimpspaste. Unsere Zeit am Abend verging wie im Fluge, während wir über die schönste Gegend Österreichs (Wilder Kaiser!) redeten (wo die zwei herkommen), Saisonarbeit und Jobs als Skilehrer und Wanderguide für mich diskutierten und überlegten, wo ich mich in Österreich heimisch fühlen könnte und ob Eisworkshops eine schöne Abwechslung für Touris sein könnten.
Ganz gewiss treffe ich die zwei bald wieder - im Gasthof Wilden Kaiser in Scheffau zum Wandern oder Skifahren oder in Berlin! Schön wars mit euch!
Kuching hat sich von einer schönen Seite verabschiedet. Während ich zu Beginn noch dachte "oh man, hier gibts ja gar nichts" ist nach den Feiertagen die Stadt richtig erwacht. Shops, viele Restaurants, nette Nachbarschaften und die lange Uferpromenade luden ein.もっと詳しく