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- Day 21
- Saturday, July 27, 2024
- ☁️ 30 °C
- Altitude: Sea level
TaiwanDong’ao Yugang25°12’15” N 121°41’32” E
27.7. Yehliu Geopark

Schon Wahnsinn, was man alles an einem Tag erleben kann!
Morgens wache ich noch in Jiufen, der Goldgräberstadt, auf und abends bin ich auf dem größten Nachtmarkt von ganz Taiwan. Doch dazwischen gehe ich noch wandern und schaue mir einen Geopark an.
Ich hatte gehofft, dass wir nun endlich den Regen und Wind hinter uns gelassen haben und ich mit strahelnd blauem Himmel heute den Tea-Pot-Gipfel erklimmen kann. Immerhin hat mir eine Einheimische gesagt, dass sie von diesen Ort mit den schönsten Blick an der Nordküste verbindet. Trotz Regen wage ich den Start, stoppe noch an der Regenbogenbrücke und werde von einem Einheimischen zum Frühstück mit Tee, Tofu und einem Frühlingszwiebel-Eierkuchen eingeladen. Ein netter Start in den Tag. Stufe für Stufe geht's hinauf und es windet immer mehr. Der Ausblick wird aber auch immer schöner und so freue ich mich auf den Gipfel. Jedoch wird es aber auch mit jedem Tritt ungemütlicher und der Wind nimmt zu. An einem Aussichtspunkt gehe ich dann in mich, um mir die Frage zu stellen, ob es eigentlich verrückt und bescheuert ist, mich bis nach oben zu quälen. Den Tee-Pott sehe ich nicht mehr, da er in den Wolken liegt, ich bin bis auf die Knochen durchgeweicht und die Windböen machen mir echt Angst. Der Wind hat so eine Kraft, dass ich mit meinem Körper nichts entgegenzusetzen habe und daher auch lieber dem Aussichtspunkt und der Kante fern bleibe und mich an einer dicken Säule festklammere. Manchmal ist Aufgeben die einzig sinnvolle Lösung. Und so tue ich es auch. Ich glaube, dass ich auch so einen Eindruck davon bekommen hab, wie schön die Küste wiedereinmal aussieht...
Ohne Lara schlägt mein Tatendrang wieder richtig zu. Ich meine damit jedoch das unangenehme Gefühl, etwas zu verpassen und noch mehr und noch mehr in den Tag zu stopfen (typisch: fomo). Irgendwie muss ich mich immer wieder daran erinnern, dass ich die Momente und Erlebnisse auch richtig einsaugen möchte, als gleich schon wieder die Organisation des nächsten Highlights im Kopf zu haben. Das muss bzw möchte ich noch etwas besser lernen ...
Also entscheide ich den goldenen Wasserfall zu überspringen und statt dessen den Bus nach Yehliu Geopark zu nehmen. Oft reden wir von Biodiversität, aber auch die Geodiversität (also die Vielfalt der toten Formen, die Küste, Steine, Berge ...) tragen einen wichtig Beitrag zu unserem Leben. Und so gibt es nun diesen Geopark, der die vom Meer geformten Sandsteinfiguren schützt. Die bizarren Formen wurden vielfach interpretiert. So gibt es den Kopf der Queen 👸, Eis-Becher 🍨oder auch Flipflops oder Herzen und Kerzen. Ich erspare euch die Vielfalt der interpretationsfähigen Formen. Auf jeden Fall schön anzusehen, was auch vielen anderen Wochenendausflüglern gefällt.
Zurück in Keelung besuche ich in den Abendstunden den größten Nachtmarkt ganz Taiwans. Man sagt auch, er sei der 7-eleven unter allen Nachtmärkten der Insel. Tatsächlich gibt's wieder ein paar neue Highlights, jedoch merke ich auch, dass ich ohne Lara doch mehr Berührungsängste habe und dem Alt-Bekannten treu bleibe. Trotzdem nochmal richtig schön, wenn jetzt die letzten Stunden gezählt sind.Read more