• Zagreb ➡️ Kumrovec ➡️ Lubljana

    May 17 in Croatia ⋅ ☀️ 11 °C

    Tag 34 - bei schönem Wetter war unser erstes Ziel Kumrovec, ein Dorf ganz in der Nähe zur Grenze zu Slowenien. Als Geburtsort des langjährigen jugoslawischen Staatschefs Tito war es von hoher Bedeutung für den Personenkult um ihn. 1981, also ein Jahr nach Titos Tod, eröffnete hier auch eine Politische Schule, die neue Führungskader für die Kommunistische Partei von Jugoslawien ausbilden sollte. Doch schon 1990 wurde sie geschlossen und das Gebäude zunächst anderen Zwecken zugeführt. U.a. diente es Kroatienktieg als Geflüchtetenunterkunft. Heute verfällt der brutalistische Gebäudekomplex und ist ein beliebtes Ziel für "Lost Place"-Tourist*innen. Auch wird haben in der Nähe des Geländes geparkt und sind um die ehemalige Parteischule herum- und auch ein paar wenige Schritte hineingegangen. Aus Sicherheitsgründen haben wir uns aber nicht weit hinein gewagt.

    Eigentliche Hauptattraktion des Ortes ist allerdings sein Freilichtmuseum. Um das Geburtshaus des "Genossen Marschall" hat man weitere alte Bauernhäuser aus der Gegend platziert. Darin kann man sehen, wie Menschen früher in Kroatien gelebt haben und es werden einem diverse Handwerke gezeigt. Ein beschauliches Dörfchen - Titos Geburtshaus ist dabei aber der Höhepunkt.

    Der Grenzübergang zu Slowenien war ohne Border Control - innerhalb der EU zu reisen fühlt sich für uns inzwischen etwas ungewohnt an.

    Nach einer Fahrt durch fast österreichisch anmutenden Landschaften haben wir unser Tagesziel Ljubljana zügig erreicht und noch genügend Zeit, uns die slowenische Hauptstadt ein wenig anzuschauen. Untergebracht waren wir in einer schönen Ferienpension mit Parkplatz in fußläufiger Entfernung zur überschaubarer Innenstadt. Getrennt wird die Altstadt durch den Fluss Ljubljanica, den Slavoj Žižek, ein bekannter slowenischer Philosoph, in einem viralen satirischen Video einmal als "the official geographical limit between Balkàn and Mitteleuropa" bezeichnet hat. Dieser Fluss trenne "horror, oriental despotism" auf der einen von "civilization" auf der anderen Seite. Leichtsinnig wie wir sind sind wir an diesem Tag noch mehrfach von der einen zur anderen Seite gewechselt und wieder zurück um uns noch einige paar schöne Kirche und andere Bauwerke anzusehen.

    Dabei schreiten wir auch über die bekannteste Flussquerung der Stadt - eine Jugendstil-Betonbrücke von 1901, deren fast realistisch wirkenden Drachen zu einem Wahrzeichen der Stadt geworden sind und ihr ihren Namen haben: "Drachenbrücke". Es heißt, man sei nicht in Ljubljana gewesen, wenn man kein Foto mit einem der Drachen gemacht habe, also ließen wir uns das natürlich nicht nehmen.

    Nach einem sehr guten Abendessen in direkter Nähe zur Ljubljanica verabschieden wir uns still vom Balkan und kehren in unsere Unterkunft zurück.

    🚙 197km, 🚶🏻🚶🏼 6 km, 3⛪
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