• Ein kurzer Zwischenstopp in Liegnitz

    17. mai, Polen ⋅ ☁️ 13 °C

    Nach einer überraschend ruhigen Nacht im verlassenen Schlosspark wachten wir heute Morgen bestens erholt auf. Und das Beste: Kein Schlossgeist👻, keine klappernden Kutschen und auch kein mysteriöses Heulen in der Nacht. Entweder waren die Geister im Urlaub oder Grisu hat mit seinem alten Feuerwehr-Charme genug Respekt eingeflößt.

    Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Liegnitz, dem heutigen Legnica. Dort fanden wir tatsächlich direkt neben dem Piastenschloss einen Parkplatz – was ungefähr so selten ist wie trockenes Wetter auf dieser Reise.

    Das Piastenschloss selbst schauten wir uns von außen an. Das reicht ehrlich gesagt auch völlig aus. Natürlich ist das Schloss historisch bedeutend und eines der ältesten Schlösser Polens, aber optisch hat es uns jetzt nicht komplett aus den Schuhen gehauen. Solide, geschichtlich interessant, aber eher Kategorie „nett“ als „wow“.

    Danach ging es weiter zur Kathedrale St. Peter und Paul. Leider begann genau in dem Moment eine Messe, sodass wir die Kirche nur von außen anschauen konnten. Immerhin beeindruckt die Kathedrale schon mit ihren riesigen Türmen und der gewaltigen Backsteinfassade. Wir scheinen allerdings ein besonderes Talent dafür entwickelt zu haben, immer exakt zum Gottesdienst einzutreffen.

    Das bestätigte sich ein wenig später direkt nochmal bei der Liebfrauenkirche. Auch dort begann gerade die Messe, als wir ankamen. Immerhin konnte ich noch einen kurzen Blick ins Innere werfen. Besonders die kunstvollen Malereien an den Säulen sahen wirklich spannend aus und gaben der Kirche eine ganz besondere Atmosphäre.

    Anschließend schlenderten wir noch etwas durch die Fußgängerzone und die Innenstadt von Liegnitz. Leider sprang der berühmte Funke dabei nicht wirklich über. Vieles wirkte eher ruhig und uns fehlte ein wenig dieses besondere Altstadtflair, das uns in anderen Städten sofort begeistert. Nach einer Weile waren wir uns einig: Bevor wir uns zwanghaft Sehenswürdigkeiten schönreden, fahren wir lieber weiter.

    Also machten wir uns auf den Weg nach Breslau. Und irgendwie hatten wir dabei sofort das Gefühl: Dort wartet deutlich mehr auf uns.
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