• Danzig erobert – und jetzt ab ans Meer!

    July 9 in Poland ⋅ 🌬 18 °C

    Nach dem durchwachsenen Wetter von gestern begrüßte uns heute Morgen endlich wieder die Sonne. Also gab es kein langes Überlegen: Frühstück, Fahrräder startklar machen und auf zur großen Entdeckungstour durch Danzig.

    Und was sollen wir sagen? Danzig hat uns vom ersten Moment an begeistert.

    Die Stadt blickt auf eine über tausendjährige Geschichte zurück und war über Jahrhunderte eine der bedeutendsten Hansestädte an der Ostsee. Der Reichtum der Kaufleute ist bis heute überall sichtbar. Prächtige Bürgerhäuser mit kunstvoll verzierten Fassaden, schmale Giebelhäuser, historische Speicher und wunderschöne Plätze prägen das Stadtbild. Durchzogen wird die Altstadt von der Mottlau und zahlreichen Wasserarmen und Kanälen, die Danzig einen ganz besonderen maritimen Charme verleihen. An fast jeder Ecke entdeckt man ein neues Fotomotiv, und man weiß irgendwann gar nicht mehr, ob man nach oben zu den Fassaden oder aufs Wasser schauen soll.

    Wir ließen uns einfach treiben. Mal durch schmale Gassen, mal über belebte Plätze, dann wieder entlang der Uferpromenade. Hinter jeder Ecke wartete schon das nächste schöne Gebäude. Irgendwann gaben wir es auf zu sagen: „Davon machen wir noch schnell ein Foto.“ Sonst wären wir vermutlich erst nächste Woche wieder am Wohnmobil angekommen.

    Besonders die prächtigen Fassaden hatten es uns angetan. Keine gleicht der anderen. Die alten Kaufmannshäuser stehen dicht an dicht und sehen aus, als hätten sie sich für den heutigen Tag besonders herausgeputzt.

    Natürlich waren wir nicht die Einzigen, die Danzig erkunden wollten. Aber die Stadt verteilt ihre Besucher erstaunlich gut, sodass man auch immer wieder ruhige Ecken findet, in denen man einfach nur das Flair genießen kann.

    Nach zwei Tagen voller Geschichte, wunderschöner Architektur und unzähliger Eindrücke waren wir uns allerdings einig: Für den Moment war unser Stadthunger gestillt.

    Also hieß es: Rauf auf die Fahrräder, zurück zu Grisu und weiter Richtung Ostsee.

    Bei herrlichem Sonnenschein fanden wir schließlich am Ortsrand des kleinen Urlaubsortes Karwia einen wunderschönen Stellplatz im Wald, nur wenige Schritte vom Meer entfernt.

    Genau der richtige Ort, um nach zwei erlebnisreichen Tagen in der Stadt wieder die Ruhe zu genießen. Statt Kopfsteinpflaster gibt es nun wieder Waldboden, statt Menschenmassen das Rauschen der Ostsee – und wir freuen uns schon darauf, morgen den Sand zwischen den Zehen zu spüren.

    Manchmal braucht es eben genau diese Mischung: Erst Kultur für den Kopf – und anschließend Meeresluft für die Seele.
    Read more