Dresden – Barock bis der Nacken schmerzt
July 14 in Germany ⋅ ☁️ 25 °C
Gestern war mal wieder ein klassischer Fahrtag. Von Posen aus ging es auf direktem Weg nach Dresden. Dort fanden wir einen herrlich ruhigen Stellplatz in der Nähe des Zoos und der Altstadt – also genau die richtige Ausgangslage für eine ausgiebige Stadterkundung.
Heute Morgen schwangen wir uns auf die Fahrräder und machten uns auf den Weg.
Und was soll ich sagen? Das war mal wieder ein Tag ganz nach unserem Geschmack. Angenehme Temperaturen, kein Hitzemarathon und eine Stadt, in der gefühlt hinter jeder Straßenecke das nächste historische Prachtstück wartet.
Dresden wird nicht umsonst das „Elbflorenz“ genannt. Vor allem im Barock erlebte die Stadt ihre große Blütezeit. Obwohl sie im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört wurde, konnten viele berühmte Bauwerke originalgetreu wieder aufgebaut werden. Heute verbindet Dresden eindrucksvoll Geschichte, Kunst und Architektur – und genau das macht den besonderen Reiz der Stadt aus.
Natürlich führte unser Weg als Erstes zum Zwinger. Und der war schon ein echter Knaller. Die prachtvolle Barockanlage wurde Anfang des 18. Jahrhunderts unter Kurfürst August dem Starken erbaut. Ursprünglich war sie als Orangerie sowie als Fest- und Turnierplatz gedacht. Mit ihren reich verzierten Pavillons, Skulpturen und dem wunderschönen Innenhof zählt sie heute zu den bedeutendsten Barockbauwerken Europas.
Überhaupt hatte August der Starke offenbar einen ganz ausgezeichneten Geschmack – oder zumindest keine Angst davor, groß zu denken. Der Kurfürst von Sachsen und König von Polen machte Dresden zu einer der prächtigsten Residenzstädte Europas. Kunst, Architektur und Kultur lagen ihm besonders am Herzen. Man könnte auch sagen: Wenn August etwas baute, dann bitte nicht in klein.
Der nächste Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten: die Frauenkirche.
Schon von außen ist sie ein beeindruckender Anblick, doch im Inneren verschlägt sie einem endgültig die Sprache. Die barocke Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört und blieb jahrzehntelang als Ruine stehen. Erst nach der Wiedervereinigung begann ihr originalgetreuer Wiederaufbau, der 2005 abgeschlossen wurde. Heute gilt sie weltweit als Symbol für Versöhnung und Frieden. Die helle Kuppel, der wunderschöne Innenraum und die harmonische Architektur haben uns wirklich begeistert.
Natürlich durfte auch die Semperoper nicht fehlen. Das weltberühmte Opernhaus wurde nach Plänen des Architekten Gottfried Semper erbaut und zählt zu den schönsten Opernhäusern Europas. Allein die reich verzierte Fassade ist schon ein Kunstwerk für sich.
Doch damit war längst nicht Schluss. Auch die Kunstakademie, das Albertinum und das Residenzschloss reihten sich nahtlos in die Liste der beeindruckenden Bauwerke ein. Irgendwann wussten wir gar nicht mehr, wohin wir zuerst schauen sollten.
Zum Glück hatten wir die Fahrräder dabei. So konnten wir ganz entspannt von einem Highlight zum nächsten rollen. Nur unser Nacken hatte am Ende des Tages ein kleines Problem – ständig nach oben zu den prachtvollen Fassaden zu schauen, ist auf Dauer eben auch anstrengend.
Dresden hat uns wirklich geflasht. Eine Stadt voller Geschichte, großartiger Architektur und beeindruckender Bauwerke.
Und eines steht fest: August der Starke hatte definitiv Sinn für schöne Gebäude. Unser Glück ist, dass wir sie heute noch bestaunen dürfen – auch wenn wir dafür am Ende des Tages einen leichten Barock-Muskelkater im Hals in Kauf nehmen mussten.Read more









































Traveler
Das war für mich fast eine der schönsten Städte die ihr besucht habt .Es waren viele schöne Städte dabei, aber Dresden war für mich bislang die Nummer 1 gewesen LG Mama
Traveler
Wer sind diese Schönen
Womo TravelerDas ist die Marmorskulptur „Die Zeit raubt die Schönheit“ (1689; Pietro Balestra)