• Siebenbürgen

    August 12 in Romania ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir landen am späten Montagvormittag in Bukarest und machen uns mit unserem Mietwagen, und (vorsichtshalber) jeder Menge Knoblauch, einem Kruzifix und einem Hammer mit Holzpflock auf den Weg nach Transilvanien.
    Unser erster Stop ist Brasov (Kronstadt), und war uns Siebenbürgen bisher nur ein unbestimmter Begriff aus der (deutsch-) osteuropäischen Geschichte, begegnet uns überall die alte, deutsche Auswandererkultur. Nicht nur in Form von Kaufland, Penny oder Lidl, sondern vor allem in den alten Straßen- und Städtenamen, der Architektur und der gemeinsamen Geschichte.

    Wenn wir vorher an Rumänien gedacht haben, hatten wir hauptsächlich Vampire und Bären im Kopf. Beidem sind wir bisher (noch) nicht begegnet.
    Das Schloss Bran dient als Grundlage für Dracula und ist sehr früh schon von Touristen überlaufen, aber trotzdem wunderbar verwinkelt und sehenswert.
    Unsere Tour führt uns weiter über Deutsch-Weisskirch (mit einer sehr gut erhaltenen alten Wehrkirche) und Sighisoara (Schässburg) auf die mittelalterlichen Plätze Sibius (Hermannstadt).

    Wir wandeln auf alten Stadtmauern, Lügenbrücken und uralten Treppengängen, und bestaunen Schlösser und Burgen, und die Wälder der Karpaten.
    Wir schlafen wie die Hobbits in runden Holzfässern, oder in dreieckigen Bungalows. Essen Kohlrouladen, Paprika-Hühnchen und Mititei, trinken dazu Ursus und lokalen Weißwein.
    Wir fühlen uns nach dem Städtetrip in Brüssel erstmals wie im Urlaub, und merken langsam wie die Anspannung der letzten Wochen weniger wird. Auch wenn sich das wirkliche Reisegefühl erst noch langsam aufbauen muss, genießen wir schon jetzt die Freiheit keine Termine zu haben, und freuen uns auf die Fahrt der Transfagarasan nach Bukarest, die Tage in Sofia und den Orientexpress nach Istanbul.
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