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An open-ended adventure by Nils & Sarah Read more
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    🇮🇩 Waja Geseng, Indonesien

    Lombok

    September 15 in Indonesia ⋅ ☁️ 28 °C

    Nach der intensiven Tauchwoche in Komodo suchen wir in Lombok etwas mehr Reisegefühl und die Abwechslung.

    Zuerst bleiben wir in Mataram, der Hauptstadt Lomboks, um unser Visum zu verlängern. Dort haben wir nebenbei die Gelegenheit einen Motorroller zu mieten und die Insel zu erkunden. Wir nehmen die Monkey Forest Road (der Name könnte passender nicht sein), um neben den berühmten Reisterassen auch verschiedene Wasserfälle zu besuchen. Immer im Hintergrund als verlässlicher Begleiter ist der Vulkan Rinjani, mit 3700m Höhe eine beeindruckende Erscheinung.
    Dazu lassen wir uns in einem Kochkurs in die Geheimnisse der indonesischen Küche um das weltberühmte Nasi Goreng einführen (Reis, immer, dazu Chili, Knoblauch und jede Menge Kecap Manis).
    Anschließend dürfen wir uns noch mit Kreide im Haus verewigen, wie jeder Teilnehmer der Kochschule. Und da im Erdgeschoss schon alles beschrieben ist, mussten wir die letzte freie Fläche im Dachgeschoss bemalen. Wahrscheinlich die bisher gefährlichste Aktion dieser Reise...

    Die Strände im Süden rund um Kuta sind unendlich weiß und traumhaft schön, der Himmel und das Meer verschwimmen zu einer unwirklichen Komposition aus allen erdenklichen Blautönen. Die Surferscene aus Einheimischen, Expats und Touristen erfüllt den Ort abends mit Leben und einer besonderen Stimmung. Neben modernen hippen Cafés und Bars, gibt es Restaurants verschiedener Richtungen, und sogar einen Supermarkt, den man eher in Winterhude oder in Schwabing vermuten würde (was definitiv ungewöhnlich ist für Indonesien).

    Kein Wunder, dass viele Expats Lombok mittlerweile für Bali eintauschen, da sich auch das Preisniveau (noch) im minimalistischen Bereich bewegt (Nasi Goreng im lokalen Restaurant für 2 Euro, ein Motorroller für 4 Euro pro Tag, eine vernünftige, saubere Unterkunft für unter 30 Euro/Nacht inkl. Frühstück).
    Aktuell verbringen wir ein paar Nächte in einer Bambushütte am Strand, und genießen das Inselleben mit einer dreistündigen Happy Hour und Beachvolleyball zum Sonnenuntergang.

    Lombok ist definitiv eine Reise wert, und vielleicht ein guter Einstieg als Urlaubsdestination für alle Indonesien-Interessierten. Auch wenn wir auf der Insel der Tausend Moscheen regelmäßig zum Sonnenaufgang vom Ruf des Muezzins geweckt werden, machen ein mächtiger Vulkan, sattgrüne Reisterassen, beeindruckende Wasserfälle, tiefblaues Wasser an weißen Sandstränden, vorgelagerte kleine, (teils einsame) Inseln (Gilis) zum Schnorcheln, wirklich gutes Essen und natürlich unglaublich freundliche und interessierte Locals (wie eigentlich überall in Indonesien) das locker wieder wett - und das alles zu einem mehr als vernünftigen Preis.

    Trotzdem neigt sich unsere Zeit hier bald schon wieder dem Ende und unser nächstes Ziel steht auf dem Programm: die Togean Islands in Sulawesi.
    Da wir durch ein paar Urlaube und unsere letzte Reise schon einiges von Indonesien gesehen haben, machen wir gerade ein wenig cherry picking um die (vor-) letzten Ecken von unserer hiesigen bucket list zu streichen. Das erfordert zwar einerseits mehr Transport- und Reisetage als uns eigentlich lieb ist, und belastet das Budget zusätzlich. Andererseits gibt uns unsere aktuelle zeitliche Freiheit die Möglichkeit, die verbliebenen Lücken zu schließen, und die uns fehlenden Facetten dieses wunderschönen, aufstrebenden Landes zu entdecken.
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  • Komodo Islands

    September 5 in Indonesia ⋅ ☀️ 28 °C

    Liebe Leute,

    Die letzten Tage (Wochen!) waren sehr voll. Nach einem kurzen Zwischenstop in Singapur, inklusive Konferenz (Footprint folgt noch), sind wir nun auf Flores in Indonesien, und kommen gerade von einem mehrtägigen Bootstrip durch die Komodo Islands.
    Und das bedeutet: tauchen, tauchen, tauchen!
    Drei bis vier Tauchgänge täglich, dazwischen noch kleine Wanderungen zum Sonnenuntergang, ein Besuch bei den Komodowaranen, viel Erholung an Deck und gutes Essen aus der Bootskombüse.

    Die Unterwasserwelt hier ist prächtig, die Farben, der Reichtum und die ganze Vielfalt unbeschreiblich.
    Neben Mantarochen, verschiedenen Haien und jeder Menge Schildkröten durften wir auch Oktopusse, Thunfische, Barakudas, Tintenfische, Krokodilfische und Adlerrochen bestaunen.
    Wer das Leben unter Wasser liebt (wie wir), ist hier mehr als richtig!

    Da wir (bisher noch) ohne eigene Kamera tauchen, geht ein besonderer Dank für die Unterwasseraufnahmen an Simon und Marcel.
    Wenn wir in den nächsten Tagen noch mehr Fotos und Videos erhalten sollten, erstellen wir noch einen zweiten Footprint nur für die Unterwasserwelt.

    Heute geht es für uns weiter nach Lombok, wo wir uns für ein paar Tage auf die Suche nach den schönsten Stränden und Wasserfällen machen.
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  • Mumbai

    August 24 in India ⋅ ☁️ 31 °C

    Wow, Mumbai!

    Eigentlich wollten wir über die Emirate nach Singapur fliegen, sind aber durch die unsichere Situation dort auf eine gute Verbindung über Mumbai gestoßen.
    Und was für eine gute Entscheidung das war. Die drei Tage vor Ort fühlen sich an wie drei Wochen. So intensiv, so bunt, so voll, so viel von allem.
    So viel Geschichte und Kultur, so viele Sprachen, Götter, und vor allem Kontraste und Extreme. Eindrücke für Monate, und ein Beweis für die Schönheit des Reisens.

    Und was für unglaublich gutes Essen!
    Alles, einfach alles schmeckt wie eine perfekte Komposition, ausgefeilt über Jahrhunderte mit den besten und intensivsten Gewürzen der Welt.

    Wir haben Glück und dürfen im Taj Mahal Palace übernachten, wie schon viel Prominenz in den letzten 120 Jahren. Es ist ein wunderschönes Hotel mit viel Geschichte, direkt am Gateway to India.
    Wir machen mehrere Touren durch die Stadt (Sehenswürdigkeiten im Viertel, Streetfood und Hotel), und eine geführte Tour durch den größten Slum Indiens: Dharavi mit mehr als 1 Millionen Bewohnern (insgesamt lebt fast die Hälfte der Einwohner Mumbais unter für uns unvorstellbaren Verhältnissen in Slums).
    Wie schwer zu begreifen und in Worte zu fassen.

    Dazu treffen wir wirklich tolle Menschen: Mitreisende und einheimische Tourguides, die so begeistert und begeisternd von ihrer Stadt und Kultur berichten, und so unglaublich stolz auf ihr Leben sind.
    Kein Wort des Klagens, obwohl sie teilweise in den Slums leben und noch nie in einem anderen Bundesstaat, geschweige denn im Ausland waren. Dafür aber mit umso mehr Interesse daran uns ihre Kultur näherzubringen, und generell an uns und unseren Leben.
    Und mit einer Vorfreude und Zuversicht auf die Zukunft, das man glatt neidisch wird.
    Woher kommt nur dieses positive Grundvertrauen? Und wie kann man das lernen?

    Mumbai macht uns definitiv Lust auf mehr Indien!

    Unsere nächsten Station ist allrrdings Singapur, wo wir die Estro meets Asia besuchen werden, eine gemeinsame Konferenz der Strahlentherapie-Fachgesellschaften Europas und Asiens.
    Wir freuen uns drauf!
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  • Sofia

    August 19 in Bulgaria ⋅ ☀️ 30 °C

    Nachdem wir unseren letzten Eintrag damit geendet haben, dass wir bisher weder Vampire noch Bären gesehen haben, ändert sich dies während der Überfahrt von Siebenbürgen nach Bukarest.
    Wir nehmen die Transfagarasan, eine der spektakulärsten Passstrassen Europas, und werden im südlichen Abschnitt von insgesamt vier Bären im Vorbeifahren beobachtet, die (an Touristen gewöhnt) nach Essensspenden aus den vorbeiziehenden Fenstern Ausschau halten.

    Die folgenden beiden Tage verbringen wir in Bukarest, werden mit der Stadt aber nicht wirklich warm.
    Auch mit einem Faible für Ostromantik fällt es einem schwer sich für die Bausünden und Kontraste zu begeistern, die überall im Stadtbild zu finden sind.

    Trotz ein paar schöner alter Kirchen und Gebäude, und eines Besuchs eines traditionellen Wirtshauses mit Tanzeinlage, finden wir keinen richtigen Zugang zur Stadt und sind dann auch froh mit dem Flixbus weiterreisen zu können.
    Als interessante Eigenart nehmen wir aber mit, dass in Rumänien auf Speisekarten generell die Grammangaben der einzelnen Zutaten mit abgedruckt werden.
    Spannend! Während dies bei Cocktails und Longdrinks durchaus Sinn ergeben kann, erschließt sich dies bei einer Auberginencreme nicht mal auf den zweiten Blick (s. Foto).

    Ganz anders ergeht es uns allerdings in Sofia!
    Von Anfang an sind wir beeindruckt von der Stadt. Vom Leben auf den Straßen, den netten Menschen, der Moderne. Und insgesamt dem Gefühl in einem jungen Teil Europas zu Gast zu sein, der nicht nur zu Europa gehört, sondern Europa verkörpert.

    Wir lernen viel über die jahrtausendealte Geschichte der Stadt bei einer Free Walking Tour, erwandern den Hausberg (immerhin 2200m), sind begeistert von Pommes Frites mit Reibekäse, feiern ein kostenloses Konzert auf einem Ginfestival, und bestaunen die spektakuläre Alexander Newski Kathedrale.
    Sofia ist definitiv eine Reise wert und eine klare Empfehlung für alle, die eine Stadt im Aufbruch erleben möchten.

    Heute Abend geht's für uns aber schon weiter nach Istanbul. Wir treten die Reise im Nachtzug an, und wandeln damit auf den Spuren des alten Orientexpress!

    (Die Fotos sind erst Sofia, ab den Bären dann noch Bukarest).
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  • Siebenbürgen

    August 12 in Romania ⋅ ☀️ 29 °C

    Wir landen am späten Montagvormittag in Bukarest und machen uns mit unserem Mietwagen, und (vorsichtshalber) jeder Menge Knoblauch, einem Kruzifix und einem Hammer mit Holzpflock auf den Weg nach Transilvanien.
    Unser erster Stop ist Brasov (Kronstadt), und war uns Siebenbürgen bisher nur ein unbestimmter Begriff aus der (deutsch-) osteuropäischen Geschichte, begegnet uns überall die alte, deutsche Auswandererkultur. Nicht nur in Form von Kaufland, Penny oder Lidl, sondern vor allem in den alten Straßen- und Städtenamen, der Architektur und der gemeinsamen Geschichte.

    Wenn wir vorher an Rumänien gedacht haben, hatten wir hauptsächlich Vampire und Bären im Kopf. Beidem sind wir bisher (noch) nicht begegnet.
    Das Schloss Bran dient als Grundlage für Dracula und ist sehr früh schon von Touristen überlaufen, aber trotzdem wunderbar verwinkelt und sehenswert.
    Unsere Tour führt uns weiter über Deutsch-Weisskirch (mit einer sehr gut erhaltenen alten Wehrkirche) und Sighisoara (Schässburg) auf die mittelalterlichen Plätze Sibius (Hermannstadt).

    Wir wandeln auf alten Stadtmauern, Lügenbrücken und uralten Treppengängen, und bestaunen Schlösser und Burgen, und die Wälder der Karpaten.
    Wir schlafen wie die Hobbits in runden Holzfässern, oder in dreieckigen Bungalows. Essen Kohlrouladen, Paprika-Hühnchen und Mititei, trinken dazu Ursus und lokalen Weißwein.
    Wir fühlen uns nach dem Städtetrip in Brüssel erstmals wie im Urlaub, und merken langsam wie die Anspannung der letzten Wochen weniger wird. Auch wenn sich das wirkliche Reisegefühl erst noch langsam aufbauen muss, genießen wir schon jetzt die Freiheit keine Termine zu haben, und freuen uns auf die Fahrt der Transfagarasan nach Bukarest, die Tage in Sofia und den Orientexpress nach Istanbul.
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  • Auf geht's!

    August 8 in Belgium ⋅ ☁️ 23 °C

    Liebe Leute,
    Vielen Dank für die vergangenen Wochen, für die vielen lieben Worte und guten Wünsche, für die Herzlichkeit und die tollen Geschenke.
    Wir sind dankbar euch alle in unserem Leben zu wissen, und freuen uns jetzt schon auf ein Wiedersehen.
    Aber nun geht es endlich los, und wir freuen uns riesig auf die nächsten Monate!
    Und wo kann man in Europa besser eine Reise starten als Brüssel?
    Wir hatten ein paar sehr schöne Tage hier in Belgien, haben uns durch die lokalen Spezialitäten gefuttert (Waffeln, Fritten, Bier...) und wirklich beeindruckende historische und moderne Gebäude bestaunt.
    Morgen geht es dann direkt weiter nach Bukarest und Transilvanien.
    Wenn ihr uns ein wenig begleiten wollt, schaut hier ab und zu rein. Wir werden (un)regelmäßig ein paar Footprints erstellen und Fotos teilen.
    Alles Liebe und Gute für euch,
    Sarah und Nils
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    Trip start
    August 7, 2026