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  • Day162

    Inkaruinen-Hopping im Heiligen Tal

    December 7, 2019 in Peru ⋅ ☁️ 14 °C

    Neben dem Machu Picchu gibt es in Cusco's Umgebung viele weitere Preinka- und Inkastätten zu sehen. Davon sind viele im Sacred Valley verteilt. Um die Vielfalt der archäologischen Sehenswürdigkeiten erkunden zu können, entschieden wir uns für eine Tagestour durch das heilige Tal. Was uns nicht klar war, ist dass es zu einer gefühlten Kaffeefahrt wurde. 🤨
    Wir sind in einem ziemlich großen Bus gelandet und waren die einzigen nicht südamerikanischen Touristen. Bereits nach der ersten halben Stunde Fahrt gab es den ersten Stop zum Shoppen von Souvenirs...was für den Rest unserer Gruppe ein Highlight war, empfanden wir als ziemlich nervig. Gibt ja kaum Souvenirläden in Cusco. Dann ging es endlich zu den Ruinen von Pisac. Wir waren zwar am Sonntag in Pisac, haben die Ruinen aber nicht besucht, da man hierfür das Turístico boleto benötigt, welches für mehrere Sehenswürdigkeiten und nur für 2 Tage gültig ist. So konnten wir das Ticket gestern und heute voll ausnutzen.
    Die alte Inkastadt liegt 30 km nordöstlich von Cusco entfernt auf einer Höhe von 3000 m. Die Anlage erstreckte sich eigentlich über mehrere Kilometer und war vermutlich im 15 Jhd. eines der Tore zum heiligen Tal. Der Großteil der Stadt wurde jedoch wiederum von den Spaniern zerstört - wie fast alles. Wir konnten nur einen kleinen Abschnitt der alten Stadt besichtigen, in dem früher das normale Volk lebte. Dem kulturellen Teil, den wir ziemlich interessant fanden, folgte eine weitere Verkaufsaktion. Hierfür hielten wir im heutigen Pisac, in einem Schmuckladen, der den Schmuck wenigstens selbst herstellt - am Ende aber wieder eine Animation um Geld auszugeben. Die Laune wurde beim nächste Halt in einem Restaurant wieder angehoben, wo es ein gutes Mittagsbuffet gab. Mit vollen Bäuchen ging es weiter nach Ollantaytambo. Als der Guide dann plötzlich meinte, dass wir gleich 300 Stufen hochsteigen müssen, war der ganze Bus ziemlich geschockt - diese Info hätten wir vor dem Essen gebraucht. 😬
    Ollantaytambo liegt am anderen Ende des heiligen Tals und ist für viele Ausgangspunkt für die Wanderung zum Machu Picchu. Das kleine Städtchen strahlt dank des ursprünglichen Zustandes ein ganz besonderen Flair aus. Auch die Terrassen, die hoch zum Sonnentempel führen, sind sehr beeindruckend. Man vermutet, dass Ollantaytambo der Rückzugsort für den König nach dem Fall von Cusco war. Hat man die 300 Stufen überwunden, wird man mit einen Ausblick auf das heilige Tal belohnt. Des Weiteren bekommt man die Ruinen auf den gegenüber liegenden Felsen zu sehen - diese waren die Lagerhäuser der Inkas.
    Der nächste Halt auf den Spuren der Inkas war in Chinchero, das nur 15 km von Cusco entfernt ist. Hier befand sich einst der Sommersitz der Inkas und es gab ebenso viele Lagerhäuser, die in den Felsen eingearbeitet waren. Mit Ankunft der Spanier wurde Stadt zerstört und auf dem Fundament der Inkas eine katholische Kirche erbaut. Diese stammt aus dem 17 Jhd. und hat noch immer das original bemalte Holzdach, welches uns wirklich überrascht hat.
    Die letzte Station der kulturellen Kaffeefahrt war eine Alpakafarm - leider haben wir keine Alpakas zu Gesicht bekommen. Hier haben uns die einheimischen Frauen erklärt wie das Alpakafell weiterverarbeitet wird, sprich wie sie es reinigen, aus einem Fellkneul einen Garn weben und es mit natürlichen Mitteln (z.B. Kräutern und der Kaktuslaus) färben. Auch hier konnte man natürlich noch weiter einkaufen, bevor es zurück nach Cusco ging und die Kaffeefahrt endete. In Cusco holten wir unser Gepäck aus unserem Hotel und fuhren recht bald zum Busbahnhof, denn für uns war es der letzte Tag in der Königsstadt. Mit dem Nachtbus (natürlich 😬) machten wir uns zum Titicaca See auf.
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