• Wind10
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Irland 2022

Spontanität, Spannung und die Freude auf das unerwartete stehen im Vordergrund. Read more
  • Trip start
    April 11, 2022
  • Ab ins Grüne

    April 11, 2022 in Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    Sooooo…, da Dublin ja erst zum Ende der Reise eingeplant ist, war es nur ein kleiner Aufenthalt. 1-2 Bierchen im Pub, Besuch in der Touristen Zentrale und dann ging es eben im Bus weiter Richtung Limerick. Einmal durch ganze Land an die Westküste.
    Hervorzuheben ist aber noch der Bus Terminal am Flughafen. Da es in Dublin 3 verschiedene Busunternehmen gibt, war das Chaos dementsprechend hoch.
    Die meisten Touristen wussten wohl auch nicht, dass man die Tickets vorher über eine App buchen und auch gleich bezahlen muss. Mir wurde das ganze zu blöd. Also Daumen raus und keine zwei Minuten saß ich auf den Beifahrersitz eines nach Irland ausgewanderten Franzosen, der mich auch noch mitten in Dublin raus gelassen hat. Die Franzosen sind also doch ein recht sympathisches Völkchen. Merci
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  • Ritter der Kokosnuss

    April 12, 2022 in Ireland ⋅ 🌧 12 °C

    Erste Nacht, erste Einsicht. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass dies hier in dieser Gegend so gut frequenziert ist.
    Dies spiegelt sich zwar nicht unbedingt auf den Straßen nieder, aber an der Auslastung der Hostels und der B & B‘s. Hinzu kommt denn auch noch die Corona Situation. Ähnlich wie in Deutschland sind hier recht viele aus der Hospitality raus gegangen und habe sich in anderen Gewerken sesshaft gemacht. Somit sind hier auch recht viele Hotels und Hostels geschlossen. Dies wird aber flächendeckend ein Problem sein. How ever…
    So hatte ich gestern Nacht genau zwei Möglichkeiten. Erste Möglichkeit wäre die Übernachtung auf der Straße gewesen, zweite Möglichkeit die Nutzung eines Hotels…

    Da mit dem Alter ja auch die Einsicht kommt, habe ich mich dazu entschlossen, eine warme Badewanne vorziehen.
    Definitiv war dies auch die richtige Entscheidung.
    Dafür ging es denn heute morgen früh raus, nen heißen Kaffee in die rechte Hand, nen frischen Scoons in die linke Hand und als Ziel die Burg von Limerick vor Augen.
    Viel zu Limerick gibt es auch nicht zu erzählen. Es ist zwar die dritte größte Stadt Irlands mit 100.000 Einwohner, aber hübsch ist es dort nicht.
    Sofern sitze ich nun auch wieder im Bus und fahre Richtung Tralee. Ein kleines Dorf an der Westküste Irlands mit knapp 25.000 Einwohnern.

    Diesmal habe ich aber schon eine günstige Unterkunft gebucht, über Airbnb.
    Schon jetzt gefällt es mir hier deutlich besser.., Irland, wie man es aus Dokumentationen kennt. Grüne Hügel, überall Schafe und in regelmäßigen Abständen kommt man an Gutshöfen, verlassenen Ruinen oder einsamen Türmen vorbei… weiter so.

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  • Aus der Mitte entspringt ein Fluss

    April 13, 2022 in Ireland ⋅ ⛅ 12 °C

    Teilweise kam es einem schon vor, als sei man in einem Rosamunde Pilcher Film oder in einem Werbespot für Kerry Butter. Leider können das die meisten Fotos ja nicht wiedergeben. Und das Wetter hat heute auch zum ersten Mal mitgespielt. Vormittags war es noch recht kühl und eine zugezogene Wolkendecke, aber im Laufe des Tages wurde es immer freundlicher und die kurze Hose kam auch zum Einsatz. Die knapp 16 km wurden zum größten Teil ständig mit Schafen geteilt. Es war heute tatsächlich das Irland, wie man es sich vorstellt.
    Es gibt es zu diesem schönen Städtchen Tralee zu sagen? Er ist alles eine Art persönlicher, als bisher. Und man kommt schnell ins Gespräch (wenn man es denn will).
    War definitiv die richtige Entscheidung hier zwei Tage zu verbringen. Morgen geht es denn weiter und mal sehen wohin. Wie werden sehen.
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  • Gap of Dunloe

    April 15, 2022 in Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    Manchmal muss man auch mal Glück im Leben haben. Das dachte ich mir jedenfalls, als ich hier in Killarney angekommen bin. Wie überall, sind auch hier die Osterferien angebrochen und alles sind wieder heiß auf´s reisen. Überall sind Backpacker und dementsprechend sind auch die Hostels, Hotel´s und B&B ausgebucht.
    So dauerte es auch nicht lange, und ich war hier nicht mehr alleine auf der suche nach einer Unterkunft, sondern wir waren schnell zu viert. Ich traf vor dem ersten Hostel auf 3 weitere Deutsche, die zum Teil hier im Irland studierten und mal ein langes Wochenende zusammen verbringen wollte. Im ersten Hostel war zwar noch was frei, aber wenn man sich mal umgesehen hat, dann wusste man schon warum. Ich bin nun kein Freund von Ordnung, aber sowas dreckiges und eckelhaftes habe ich selten gesehen. Also schlossen wir die Tür von aussen und weiter ging es. Die anderen Hostels waren dann alle schon ausgebucht (Ostern) und ich hatte nich schon damit abgefunden, wieder in ein B&B zu gehen, da machte sich meine Hartnäckigkeit bezahlt. In dem einem Hostel fragte ich dann nochmal erneut nach und siehe da, es wart plötzlich ein Bett frei. Also gleich für 3 Nächte eingecheckt, damit ich in alle Ruhe das Spiel von EIntracht Frankfurt gegen die zweitklassige Mannschaft aus Katalonien sehe konnte:-) Das Ergebnis ist bekannt und ich war heute Morgen ein wenig heiser. Soweit also ein super Abend. Und ich war auch nicht alleine, sondern habe das ganze mit Oli gesehen, der ein gebürtiger Frankfurter ist.
    Einer der Ir(r)en wollte dann auch noch mit mir darum wetten, ob der 11m rein geht oder nicht… Easy Money, die 10€ habe ich gerne mitgenommen. Ps: Memo to myself: Ich schlafe in einem 6 Dorm, das hätte ich mir auch nicht mehr träumen lassen. Und ich wurde von deutschen mit „Sie“ angesprochen:-) Ich hoffe, ich habe noch keine grauen Haare :-)

    Heute war denn endlich mal richtig gutes Wetter angesagt, also ging es früh raus und ab zum Wandern. DIe Fotos sollten für sich selber sprechen… Es war wirklich Traumhaft. EIne Wanderung von 12km, die durch die Berge führte und letzten Endes an einem See endete. Über den See ging es dann mit einem Wassertaxi zurück. Während der ca 1,5 stündigen Fahrt erklärte der Fahrer viel über die Botanik, das Leben vor 300 Jahren hier und die Ängste vor den nächsten Jahren. Und auch er meinte, dass der Klimawandel hier schon erheblich Schäden angericht hta und dies wohl noch schlimmer werden wird.
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  • Gaelic Football

    April 15, 2022 in Ireland ⋅ ⛅ 15 °C

    Die Menge war auf der Haupttribüne am durchdrehen, als die Mannschaften das Spielfeld betraten 😂.
    OK, Scherz bei Seite. Das geile Wetter wollte weiter ausgenutzt werden und so kam es dazu, dass ich beim Ligaspiel des örtlichen Gaelic Football Team zu Besuch war. Gaelic What??? Mir war dieser Sport auch nicht so wirklich bekannt. Kunz und knapp gesagt ist das eine Mischung aus Fussball, Handball und Rugby. Jede Mannschaft besteht aus 15 Spielern: einem Torwart, drei Full-Backs, drei Half-Backs, zwei Midfielder, drei Half-Forwards und drei Full-Forwards. Während des Spiels sind maximal 6 Auswechslungen erlaubt. Falls es zu einer Verlängerung kommt, sind 3 weitere Auswechslungen erlaubt. In Spielen der National League oder anderen sogenannten Inter-County-Meisterschaftsspielen beträgt die Spielzeit 2 × 35 Minuten. Sonst wird in der Regel 2 × 30 Minuten gespielt. Die Pause beträgt 5 bzw. 10 Minuten. Falls Verlängerung gespielt wird, beträgt die zusätzliche Spielzeit 2 × 10 Minuten.

    Auch wenn das Spiel Football heißt, darf der Ball mit jedem Körperteil gespielt werden. Allerdings ist es mit Ausnahme des Torwarts in seinem eigenen Torraum nicht erlaubt, den Ball mit der Hand vom Boden aufzuheben. Ein Spieler darf mit dem Ball in der Hand maximal vier Schritte machen. Das Ballhalten ist nur für vier Sekunden erlaubt (Wortlaut in der Regel: Die Zeit, die man braucht um vier Schritte zu machen).

    Eine beliebte Art, den Ball zu führen, ist das sogenannte Toe-Tapping. Dabei wird der Ball im Laufen, nach maximal vier Schritten, vom Fuß wieder in die Hand gespielt. Außerdem darf der Ball auch auf den Boden geprallt werden, wie beim Handball oder Basketball. Ein Spieler in Ballbesitz darf einmal den Ball zwischen den Händen wechseln. Beim Wechseln müssen beide Hände gleichzeitig den Ball berühren, d. h., er darf nicht in die andere Hand geworfen werden. Nach jedem Prallen bzw. Toe-Tapping ist ein erneutes Wechseln der Hände gestattet.

    Weitergegeben werden darf der Ball mit allen Körperteilen. Beim sogenannten Handpass muss der Ball mit der Faust oder der offenen Hand geschlagen werden. Dabei muss eine Schlagbewegung deutlich erkennbar sein. Den Ball zu werfen ist in keinem Fall erlaubt.

    Ein Tor wird erzielt, indem der Ball über die Torlinie unter der Querstange und zwischen den Torpfosten gespielt wird. Ein Punkt wird erzielt, indem der Ball über die Querstange und zwischen die Torpfosten gespielt wird. Ein Tor zählt 3 Punkte. Tore und Punkte können auch mit der Hand erzielt werden. Dazu muss sich der Ball während des Schlages oder Faustens allerdings in der Luft befinden. Es ist nicht erlaubt den Ball über die Torlinie zu tragen oder zu werfen. Die Zählweise ist etwas gewöhnungsbedürftig. Es werden Tore und Punkte getrennt angegeben. Wenn man folgenden Endstand liest: Kerry 2-12 Dublin 0-15, so bedeutet dies, Kerry gewinnt mit 18 Punkten (2 Tore à 3 Punkte + 12 Punkte), Dublin hat nur 15 Punkte.

    Ich hoffe, man kann das ein Weilburg nachvollziehen. Und auch die Bilder erklären den rest. Es geht das echt zur Sache, aber auf eine faire Art und Weise. Es ist ständig Action im Spiel und gerade durch die zwei Möglichkeiten, wie Punkte erzielt werden können, machen das Spiel spanned.

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  • Ring of Kerry oder Next Stop : New York

    April 17, 2022 in Ireland ⋅ 🌧 12 °C

    Wenn es was zuverlässiges gibt, dann ist es schlechte Wetter:-) Heute morgen war hier Weltuntergangsstimmung. Da verbleibe ich doch lieber noch eine Nacht hier im dem Hostel und fahre erst morgen weiter. Und wer mir nun sagt, dass er den Ort Kinsale nicht kennt, dem kann ich es nicht übel nehmen. 5281 Einwohner und liegt an der Südküste zum Atlantik.

    Somit konnte man heute den Tag anders verbringen. Mit einem außergewöhnlichen Frühstück fing es an ( Burger mit Rührei, Bacon und gebratener Wurst). Hört sich erstmal zum abgewöhnen an, aber letzendes war es ganz gut:-) Was macht man also an einem freien Tag? Man begibt sich spontan auf den Ring of Kerry. Eine 180km Rundfahrt um die Halbinsel von Kerry. Ich glaube, dass die BIlder für sich sprechen. Und ich glaube, dass ich das beste aus dem regnerischen Tag gemacht habe. Man hat nicht nur sehr viel gesehen, sondern auch recht viele Infos aufgegriffen.

    Ein kleinen Funfact gibt es noch zu dem Familienfoto. Als ich vor 2 Tagen den Gaf of Dunloe gelaufen bin, so hat eine Familie versucht ein Selfi von sich zu machen. Ds sah aber recht belustigend aus, so das ich sie gefragt habe, ob ich nicht ein Familienfoto machen sollte. Gesagt-Getan.
    Als ich dann heute an diesem Felsvorspung stand, versuchte wieder eine Familie ein Selfi Bond ich zu machen und es sag genauso bescheuert aus, als sie versuchten, da alle rauf zum bekommen. Also fragte ich erneut, ob ich nicht das Foto machen sollte.
    Als sich dann die Familie umdrehte mussten wir alle einmal kurz lachen. Es war die gleiche Familie. Ich wurde kurzerhand adoptiert und dann musste natürlich ein gemeinsames Foto machen…
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  • KPA

    April 18, 2022 in Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    What nen hübscher Tag. Es ist ja immer ganz spannend, wenn man immer erst an der Bushaltestation sieht, wo man hingefahren ist. Aber diesmal ist es wirklich sehr schön, auch wenn die Unterkunft 3,5km vom Stadtkern entfernt ist. Aber dafür habe ich einen sehr schönen Wanderweg zu bewältigen. Es geht eigentlich ständig Berg auf, Berg ab. Und dies denn auch an der Küste entlang. Das ist zwar mit dem Rucksack ein wenig nervig, dafür entschädigt die Unterkunft für einiges. DIese habe ich über Aitbnb bezogen und die beiden Besitzer sind unfassbar. Conner und Betty sind Mitte 60, gefühlt immer noch Hippies und verdienen sich sonst das Geld mit malen. :-) Er sagte heute morgen bei Frühstück selber, dass er eigentlich nicht wirklich malen kann und das mehr aus Langeweile macht. WIe auch immer, die beiden sind wirklich sehr sympathisch.

    DIe Stadt Kinsale ist recht überschaubar. 2 Hauptstraßen die um die Buch gehen und viele kleine Gassen mit witzigen Häusern. Auf beiden Seiten der Bay gibt es zwei alte Festungen, wovon leider nur eine sehr gut erkalten ist. Nun war es so, dass die Stadt um 1600 ständig erobert werden sollte. Entweder waren es die Engländer oder die Spanier ( zum Schluss waren es beide gleichzeitig). Damit der Zugang zur Stadt über den Wasserweg verhindert wurde, wurde kurzerhand eine Kette zwischen den beiden Festungen gespannt und gewartet, bist sich die Masten der feindlichen Schiffe daran verfangen. Und dann gab es ein Arschvoll:-)

    Der Typ auf den Foto ist auch ne Geschichte für sich. Auf dem Weg zu Conner und Betty liegt auf der halben Strecke ein kleinen Pub. Sehr gemütlich und die Location ist einfach traumhaft. Auf dem zweiten Foto ist es diese gelbe Gebäude. Wie ihr sehen könnt, lieg diese direkt am Wasser.
    Jedenfalls bin ich mit dem Typen (John) ins Gespräch gekommen. Er hatte sich einen Stick (dünne Tüte) nach dem nächsten gedreht und der Barkeeper war darüber schon nicht erfreut. Jedenfalls erzählte er mir dann, dass er früher mal ein Jockey gewesen sei und dann wohl einen recht schweren Unfall während eines Rennen hatte. Ende vom Lied war denn, dass sein rechtes Bein völlig zerstört war, er keine anstände Versicherung hatte und nun so sehr humpelt, dass er sein Geld damit verdient, in einem Hotel die Teller zu waschen.
    Achja, das Grass benötigt er um die Schmerzen zu lindern.
    Daran kann man mal wieder sehen, dass wir immer den Moment leben sollten und sich nicht darüber aufregen sollte, wenn man mal 15€ wegen falschen Parkens blechen muss. Das Leben kann nämlich schnell einen anderen Verlauf nehmen.
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  • The world is so close together

    April 19, 2022 in Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    Ahoi…
    Was nen schöner Tag. Nach einem ausgedehnten Frühstück mit selbstgemachter Orangenmarmelade wurden wieder die Schuhe geschnürt und es ging Richtung Stadt. Ich wollte ein wenig mehr über die Geschichte der Stadt erfahren und habe mich deshalb einer Stadtführung angeschlossen. Oft ist es ja so, dass man vieles garnicht sieht, bzw es einem ja auch nicht auffällt. Schon garnicht, wenn man in einer Stadt ist, die etliche mal Umgebaut wurde.

    Was einem sofort auffällt, dass sind die bunten Häuser, die überall in der Stadt verteil sind. Dies hat den Hintergrund, dass es in Irland einen Wettbewerb gibt, in dem das schönste Dorf gewählt wird. Kinsale wollte da wohl in nichts nachstehen und somit hat das Dorf angefangen, seine Häuser zu bepinseln. Es liegt wohl in den Augen der Jury, ob dies nun dazu beiträgt, dass Kinsale Aussichten auf den Gewinn hat oder nicht. Und noch etwas fällt auf. Es gibt hier kaum Mülleimer. Vor etwa 10 Jahren wurde beschlossen, dass jeder seinen Müll wieder mitnehmen sollte. Man kann es sich kaum vorstellen, aber es klappt. Man findet auch kaum Müll in den kleinen Gassen und Winkeln der Stadt. Evtl sollte man dieses Model auch im Schrevenpark mal versuchen. Könnte sicherlich interessant werden:-)

    Nach dem typischen Fish´n Chips ging es Abends in „ The White House“ und hierzu gibt es auch ein wenig zu erzählen. In dem Pub gibt es nicht nur ein gutes Guinness sondern auch noch eine Memorialwall zum Gedenken an die Polizisten und die Firefighters, die am 9/11 ihr Leben ließen. Der Besitzer des Pub´s war damals in New York bei der Feuerwehr und mit viel Glück ist der den Trümmern entkommen. Die Wand ist geschmückt mit Glassplittern, Steinen, Abzeichen der Polizisten, Stahlträgern und persönlichen Briefen der Hinterbliebenen. Ist schon recht beeindruckend gewesen. Und es gibt noch was zu dem Pub zu erzählen. Ich bemerke, dass der Barkeeper ein sehr gutes Deutsch sprach und fragte ihn also, wo er das gelernt hätte. Er erklärte mir darauf, dass er ingesamt 10 Jahre in Deutschland gearbeitet hätte. So weit ja nichts ungewöhnliches. Das er aber auch recht lange in Kiel gearbeitet hat, war denn schon recht witzig. Er wohnte in der Feldstr und arbeitet unter anderem in den „Schönen Aussichten“ und dem „Bolero“ . Der Typ heiß Brian und ist der Kojek hinten links auf dem Foto. Die anderen beiden auf dem Foto sind mit Ihrem Van unterwegs und bereisen Europa.
    Es ist doch immer wieder schön, was man für Leute trifft.
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  • Spanien am Horizont

    April 20, 2022 in Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    EIn Tag nach meinem Geschmack. Auch wenn ich vorgestern noch sagte, dass es hin und wieder besser ist, nicht zu wissen wo man hinfährt. Diese Aussage würde ich dann heute doch gerne Wiederrufen. Hätte ich das vorher gewusst, dass die 45 km Radtour ein reines Auf und Ab wird, mit teilweise 16% Steigung, dann hätte ich doch Alpe d´Huez vorgezogen:-) Aber es hat sich definitiv gelohnt. Die Strände, die Kliffe und die Aussichten waren einfach wunderbar. Und den Irish Fish Pie hatte man sich am Ende des Tages auch verdient.

    So ruhig, wie es heute hier war, war es am 07.05.1915 allerdings nicht. Es war wohl ein recht nebliger Tag und die RMS Lusitania war gerade auf dem Weg von New York nach Liverpool. Dies war damal eins der größten und der schnellsten Passagierschiffe der Welt und warb damit, schneller wie 24,5 Knoten zu fahren. Damals wurde behauptet, dass man ab dieser Geschwindigkeit nicht von Torpedos getroffen werden könnte. Kapitänsleutnant Walther Schwieger von U20 war wohl andere Meinung und feuerte einen Torpedo auf die Seuerboardseite des Schiffes. Dies geschah ohne Vorwahnung, was wohl damals ungewöhnlich war.
    Nach dem Untergang der Titanic waren zwar ausreichend Rettungsboote am Bord, allerdings fehlte die Zeit. Nach 7 min. hatte der Kutter solch eine Schlagseite, dass man die Rettungsboote nicht mehr zu Wasser lassen konnte. Weitere 11 min. später war vom Schiff nichts mehr zu sehen. Seit dem liegt es in beschaulichen 90m Tiefe vor der Küste. Es sind damals knapp 1200 Leute ums leben gekommen. Unter anderem auch sehr viele amerikanische Geschäftsleute, was dazu geführt hat, dass die Transatlantischen Beziehungen erstmal ausgesetzt wurden.

    Man wird auch tatsächlich überall an diese Tragödie erinnert und überall sind Memorialtafeln errichtet.
    Ganz so Jung wie der Untergang der Lusitania ist der Gebäude mit den Fässern davor allerdings nicht. Es wurde 1690 errichtet und seit dem ist da auch ein Pub drinnen. Kleine enge Räume, schiefe Wände und auch ein schiefer Tresen. Kein Scherz, der ist so schief, dass die Gläser fast überlaufen, wenn man es bis zum Eichstrich füllt. :-)

    So, und nun ab in den Bus und weiter nach Kilkenny:-)

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  • „Hilfe, die haben Kenny getötet“

    April 22, 2022 in Ireland ⋅ ⛅ 14 °C

    Was schon bei Southpark regelmäßig geschrien wurde, wurde hier gleich zum Stadtnamen gemacht. Allerdings mit einem „l“ zu wenig. Willkommen in Kilkenny.
    Eine nette, kleine Stadt mit 23.000 Einwohnern, vielen kleinen Gassen und urigen Gemäuern. Hinzu ist es auch die Hauptstadt des Hurling Sports. Googelt das Ganze am besten, das Spektakel muss man sich einfach ansehen. Es ist eine Mischung aus Rugby, Lacrosse, und Hockey. Wenn man sich dann noch einen Baseball Schläger vorstellt, über den ein Bagger gefahren ist, dann habt ihr Hurling.
    Dazu gibt es noch einen kleinen Lederball, den man mit den Schlager schlagen kann, mit der Hand fangen oder mit dem Fuß kicken kann. Den kleinen Ball schlagen sich die Damen und Herren bis zu 100m auf den cm genau quer über den Platz. Völlig Irre , wirklich.

    Viele kennen Kilkenny wohl auch aus dem Irish Pub oder aus Flaschen. Hier gibt es eine nette Geschichte.

    Das Jahr 2009 stand für viele Irlandtouristen und die Werbeindustrie ganz im Zeichen eines Jubiläums. 250 Jahre war es her, dass in Dublin ein gewisser Arthur Guinness den Mietvertrag für eine Brauerei unterschrieb. Nicht unbedingt ein weltbewegendes Ereignis, aber fast eine Lizenz
    Geld drucken. Kaum war das Jahr vorbei, schlug die Konkurrenz zu: 2010 feierte die Brauerei
    Smithwicks in Kilkenny ihr eigenes Jubiläum, immerhin schon 300 Jahre sagte man sich am Nore „,Hopfen und Malz, Gott erhalt's!"
    Für manche Menschen mag es schon eine Offenbarung sein, dass es in Irland überhaupt ein anders Bier als Guinness gibt. Abgesehen von den Hunderten von Importmarken aus Großbritannien, europäischen Kontinent, aus den USA und aus Fernost ... Bier in Irland hat nicht gerade Seltenheitswert und es gibt zahlreiche örtliche Varianten. Das beginnt bei Mikro-Brauereien und endet in Kilkenny bei Smithwicks. Im Laufe der Jahre hatte sich Smithwicks sogar zu einem Bier-Exporteur entwickelt, dessen Produkte vor allem auch in Deutschland genossen wurden. Dabei allerdings war es eine Hürde, den nicht
    irischen Gast zur Bestellung eines „Smisswix", eines „Schmischwigs" oder eines „, Smiffiks" zu bewegen. Die letzte Aussprache ist übrigens die, die dem Original an nächsten kommt. Also nannte die Brauerei ihr Export-Bier (das natürlich im deutschen Sinne kein Exportbier ist) schlicht und einfach „Kilkenny". Woraus sich die Legende entwickelte, dass Smithwicks im Ausland Kilkenny sei und dass man in Irland kein Kilkenny bekäme.
    Ein Blick in die Supermarkt-Regale vor Ort belehrt den Bier-Liebhaber schnell eines Besseren. Dosen von Smithwicks und Kilkenny stehen einträchtig nebeneinander. Und bei näherem Hinsehen fällt auf, dass es sich auch um unterschiedliche Biere handeln muss, der Alkoholgehalt ist nicht gleich.Und auch die Geschmacksprobe wird schnell beweisen, dass die zwei Marken für unterschiedliche Produkte stehen. Nach wiederholten Proben allerdings kann es zu dem Effekt kommen, dass selbst ein Guinness wie ein Smithwicks schmeckt. Und dass einem am nächsten Morgen gar nicht mehr schmeckt :-)

    Zudem sind hier die Kilkenny Cats sehr oft vertreten . Sollten damit nicht die erfolgreichen Hurler des County gemeint sein, dann geht es um Streithähne. Oder besser um zwei Katzen, die zum Sinnbild für endlose Kämpfe ohne Sieger wurden. Der Sage nach waren es hessische Söldner, die während der Rebellion von 1798 hier zwei Katzen mit dem Schwanz aneinanderbanden, um zu sehen, wer der Stärkere war. Als ein Offizier diesen „Sport" unterbinden wollte, schnitt ein geistesgegenwärtiger Hesse den Knoten mit dem Bajonett
    durch. Nun lagen da aber nur noch die zwei blutigen Schwanzenden ... Die Katzen, so die
    Erklärung der Soldaten, hätten sich wohl im Kampf gegenseitig aufgefressen. Heute tragen
    die Spieler der Gaelic Games den Spitznamen mit Stolz. Denn Aufgeben ist nicht ihre Sache!

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  • Dies und das

    April 23, 2022 in Ireland ⋅ ⛅ 11 °C

    „Madrid oder Mailand, Hauptsache Italien „
    Wenn es um das Spiel Hurling gegangen wäre, dann hätte Andy Möller wohl eher gesagt : Limerick oder Watford, Hauptsache Hurling .
    Hier steigt gerade das Spitzenspiel und alle drehen durch. Die Pinten sind voll, die Besucher angespannt und das Spiel von Bayern gegen Dortmund interessiert wirklich keinen. Ich wurde schon schief angesehen, als ich nebenbei das Spiel vom THW gegen Lemgo angemacht habe und den ganzen Pub zusammen geschrien habe :-) Aber gegen Emotionen soll man ja nichts machen.
    Sofern gibt es auch nicht soviel zum erzählen, ausser einer gemütlichen Besichtigung von verschiedenen Abtein und Klöstern.

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    Trip end
    April 24, 2022