• In Bari übers Meer nach Albanien und zum Prespasee

    Jul 1–5 in Albania ⋅ ⛅ 28 °C

    Die Fahrt von Peschici nach Bari war zwar keine lange Strecke, ca, 200km überwiegend die Adriaküste entlang, aber auch wieder schweißtreibend heiß. Ich war froh um jeden schattigen Rastplatz. So kam ich am Nachmittag in der Stadt an und steuerte Richtung Hafen. Recht schnell fand ich auch das Hafenbüro, wo ich mein Ticket für die Überfahrt nach Durres abholte. Zum Glück hatte ich die gute Idee, am Schalter nach einem Upgrade zu fragen, ob ich eine Kabine auf dem Schiff zubuchen könnte.
    Meinem Wunsch wurde entsprochen und ich erhielt für schlappe 10,-Euro Aufpreis eine Kabine. Das war natürlich super, statt in einem Clubsessel rumzudösen, in einem Bett schlafen zu können und ein Bad benutzen zu können. Die Zeit bis zum Check in auf dem Schiff um 20Uhr ging auch rum. Erfreut stellte ich dann noch fest, dass ich nur einen Mitbewohner in meiner 4er Kabine hatte, einen jungen Motorradfahrer aus Polen mit dem ich mich recht locker auf englisch unterhalten konnte.
    Am nächsten Morgen legte ich in Durres an und nach einem Tankstopp gings weiter ins Landesinnere zum Prespasee, wo mein nächstes Ziel war.
    Es hat sich (zum Glück) seit meinem letzten Albanienbesuch gefühlt nicht viel verändert. Die bergige Gegend ist einsam und einzigartig schön zum Motorradfahren. Kleine Dörfer und Weiler wo das Leben noch sehr gemächlich läuft, natürlich auch mit Straßenabschnitten wo es sehr vorteilhaft war eine etwas geländegängige Maschine unter dem Hintern zu haben.
    Bei meiner Ankunft am Hotel Alexander wurde ich herzlich empfangen und mit Getränken versorgt. Auch hier wird Gastfreundschaft immer wieder gelebt und die Gegend bot eine unbeschreibliche Ruhe für Auge und Seele.
    Hier nahm ich mir drei Tage Zeit um die Gegend zu erkunden und einfach auch mal abzuhängen.
    Am folgenden Tag schipperte ich mit einem Einheimischen auf einem Boot zu der in Sichtweite liegenden kleinen und unbewohnten "Schlangeninsel". Schlangen bin ich nicht begegnet, dafür bot das Inselchen einige historische Sehenswürdigkeiten und Tiere und Pflanzen, insbesondere jede Menge Vögel die dort heimisch sind.
    Der Guide führte mich zu einer Höhle, wo ein Einsiedlermönch vor zig Jahrhunderten ein kleines Kloster, eher eine Kapelle gebaut hat, unglaublich aufwendig bemalt und ausgestattet hat. Zudem konnte ich dort auch prähistorische Felsenmalerei bestaunen.
    Tags darauf schnappte ich die Transalp und fuhr eine sehr interessante kleine Tour durch die drei Länder rund um den See, Albanien, Griechenland und Nordmazedonien.
    Kaum Verkehr, tolle Landschaft und nette Leute lernte ich kennen, und zum Abschluss gings eine Zick Zack Stichstraße rauf und runter wo ich von der Höhe auch den größeren Ohridsee bewundern konnte.
    Die Tage vergingen wie im Flug und so sattelte ich die Transalp wieder, um zur nordmazedonischen Grenze zu fahren, um von dort quer von Südwest nach Nordost durch dieses kleine aber um so sehenswertere Land zu meinem nächsten Ziel, dem Kloster St. Joakim Osogowski zu reisen.
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