Von Coyhaique nach Villa Cerro Castillo
27 Şub–2 Mar, Şili ⋅ ☁️ 12 °C
Es ist Freitag 9 Uhr in Coyhaique und zwei deutsche Touristen stehen pünktlich (wie sie eben so sind) zum vereinbarten Termin bei Mercedes Kaufmann auf der Matte.
Und wie es dann im realen Leben in Südamerika so ist wurde nach etwas Palaver hin, Palaver her - wer denn nun vielleicht über den Vorgang "Lichtmaschine" Bescheid wissen könnte - Blaubär vom Service-Chef persönlich vor die Werkstatt gefahren und nach 1,5 Stunden auch schon flugs seine Motorhaube geöffnet. Nach 2 weiteren Espresso Doble meinerseits begann man dann umgehend mit der Montage und es stellte sich geschwind heraus, dass leider keine Lichtmaschine für den Sprinter bestellt worden war sondern eine für eine C-Klasse. Ich bin vollauf begeistert und wahrlich heilfroh, dass ich vorab extra die Teilenummer für die richtige Sprinter-Lima durchgegeben hatte (Ironie)! Naja...um es kurz zu machen... nach meinen höflich vorgetragenen Bedenken bzgl. der falschen Lima wurde ich ebenso höflich aus der Werkstatt komplimentiert, die Anschlüsse der Lima wurden zum stattlichen Mercedes-Preis umgefrickelt wie es der Dorfschmied nicht hätte besser machen können und es tut wieder. Lima lädt, hat angeblich auch Garantie und wir brauchen unterwegs keine Steckdosen mehr 💪 Haken drunter!
Bei den Kaufmanns haben wir auch Mara&Volker kennengelernt, die ihren Sprinter auch zum "Wellness" vorgestellt hatten. So war die Wartezeit sehr angenehm und kurzweilig mit Reisegeschichten und Tour-Empfehlungen 😊
So. Nun war Blaubär wieder fit aber dafür war das Wetter umgeschlagen. Regen, Regen und dann wieder Regen haben wir in Coyhaique mehr oder weniger ausgesessen. Naja - Coyhaique bedeutet soviel wie Stadt zwischen den Wassern und das war dann auch so. Bissl Schade, da die Gegend traumhaft schön ist und wir leider nur einen Bruchteil davon sehen konnten.
Dafür haben wir ein paar Besorgungen erledigt, wie neue Wanderschuhe für Manu zu kaufen, haben lecker und traditionell gespeist, nette Gespräche mit unserem Zelt-Nachbarn Jeff aus Colorado geführt und irgendwie an unserer Reiseplanung gebastelt. Die Zeit rennt und wir werden auch nicht alle Ziele schaffen. Aber dazu später mehr.
Mit nachlassendem Regen sind wir abgefahren in Richtung Lago General Carrera und die Landschaft unterwegs war mal wieder der Oberhammer.
In der Gegend um Puerto Ingeniero Ibanez beherrscht der mächtige Rio Ibanez das Bild. Rundum türmen sich schneebedeckte Gipfel, dichte Wälder, reissende Flüsse, türkisblaue Seen, enge und steile Schotterstrecken, alles dabei 🏔️
Dazu die unglaublich klare Luft, krasse Wechsel zwischen Wolken, Regen und knalliger Sonne, Wind - mehr Sturm als Wind, gleissendes Licht...
Eben Patagonien 👍
Wie immer gibt's ein paar Eindrücke von der Händie-Knipse. Die Videos von Drohne und GoPro bekomme ich mit der meist mässigen bis nicht vorhandenen Internet-Verbindung leider nicht hochgeladen 🙄Okumaya devam et
Der General und sein Marmor-Schatz
3–7 Mar, Şili ⋅ ☁️ 5 °C
Der angekündigte nächtliche Schneefall in Villa Cerro Castillo blieb uns zum Glück erspart aber der Regen kam dann doch wieder 🌧️
Nach einer regnerisch, windigen Nacht konnte wir aber immerhin in einer Regenpause die ca. 3000 Jahre alten Handabdrücke bei Villa Castillo besuchen und haben uns dann auf den Weg zum Lago General Carrera gemacht.
Dort, im zweitgrößten See Südamerikas, gibt es die berühmten Capillas de Marmol (Marmorhöhlen) zu besuchen und wir hatten uns mit Irene&Peter zu diesem Behufe verabredet.
Auf der Fahrt dahin zeigte sich die Carretera Austral von ihrer deftigen Seite. 120 km ausgefahrenen Schotter hielt sie für uns bereit und als Schmankerl gab's dazu ausdauernden Regen mit tief hängenden Wolken... Schei### war nicht selten zu vernehmen, wenn irgendeines oder alle Räder mal wieder krachend in irgendeinem der zahllosen Schlaglöcher eingeschlagen sind.
Die Piste ist wahrlich übel...
Umso mehr ist die Leistung der zahlreichen Radfahrer hervorzuheben. Unglaublich, wie viele, meist junge Leute, sich auf den 1247 km der Carretera Austral abstrampeln.
Wir sind davon ohnehin schon schwer beeindruckt aber bei 5 Grad und strömenden Regen auf dieser Schei###-Strecke mit bärischen Steigungen bleibt uns nur Demut vor soviel Motivation.
Zurück zum Wetter... Wie es eben in Patagonien so ist wechselt das Wetter innerhalb von Minuten in strahlendem Sonnenschein, die dichten Wolken reissen auf und plötzlich sind rundum Berge mit weißen Zipfelmützen zu sehen. Sogleich sieht man dann einen Herrn mittleren Alters mit gezücktem Fotoapparat aus einem Blaubär springen, der umgehend die ganze Gegend knipst (der Herr) und meist noch eine Drohne durch die Gegend scheucht 😜
Obwohl der Fahrbahnzustand einfach nur grauslig ist, war die Fahrt durch die dichten Wälder, entlang an breiten (wirklich breiten) Flüssen ungemein beeindruckend.
Und am Ende des Tages war er dann plötzlich zu sehen...
Er - der Lago General Carrera.
An Schönheit kaum zu übertreffen mit seinem türkis blauen Wasser, umrahmt von schneebedeckten Gipfeln über lieblich - wildromantischen Ufern.
Uns (und vielen Anderen) gehen die Worte zur Beschreibung dieser Landschaft aus. Man probiert es gern mit "spektakulär", "atemberaubend", "traumhaft", "einzigartig"... alles ganz nette Versuche aber es reicht eben nicht aus...
Das Wiedersehen mit Irene&Peter war sehr schön und herzlich. 2 Monate nach unserem Abschied in Montevideo hatten wir ja alle Einiges erlebt und dementsprechend viel zu erzählen 🙂
Die Bootsfahrt zu den Marmorhöhlen hatten wir schnell gebucht. Der Anbieter gibt es ja sehr viele und die Preise sind auch überall gleich.
Am Donnerstag Morgen ging es dann in einem kleinen Boot und bestem Wetter bei spiegelglattem See los.
Meine Erwartungen bzgl. der touristisch bestens erschlossenen Höhlen hielten sich ehrlich gesagt in Grenzen... und wurden bei Weitem übertroffen. Es war mal wieder (ja) spektakulär schön und den Besuch auf jeden Fall wert.
Der Lago General ist auch unser südlichster Punkt in Chile.
So war das zwar nicht gedacht aber die Zeit reicht leider nicht mehr, um noch bis zum Ende der Carretera Austral nach Villa O'Higgins zu fahren - oder es würde in Fahrstress ausarten. Das wollten wir nicht und haben also unsere Route mal wieder geändert.
Neuer Kurs - Argentinien - und wir verlassen die Carretera Austral am Südufer des Lago General und wählen die X-265 nach Osten.
Der Lago hat uns für unsere Entscheidung schon belohnt. Die exponierte Schottersstrecke an seinem Südufer nach Chile Chico ist ein weiteres Leckerli. Sowohl fahrerisch - als auch und natürlich landschaftlich.
Und weil es mal wieder so schön hier ist haben wir uns für die 120km Piste 3 Tage Zeit genommen und sind danach direkt in den Parque National Patagonia gefahren, welcher gleich daneben beginnt.
Kleiner Spoiler...wir haben es nicht bereut 😉Okumaya devam et
Mondlandung im Nationalpark Patagonia
7–10 Mar, Şili ⋅ ☁️ 16 °C
Die Empfehlung für den Besuch des Nationalparks Patagonia hatten wir auf Chiloe von Renate&Ralf bekommen. Im Reiseführer fand Manu dann noch klangvolle Namen und Beschreibungen, wie z.B. "das Valle de Lunar, welches dem gleichnamigen Tal in der Atacama-Wüste an Schönheit nicht nachsteht" und so stand schnell fest, dass wir diesen Nationalpark auch besuchen möchten.
Wobei man dabei erwähnen muss, dass selbiger auf chilenischer Seite ca. 3045 km² groß ist und man damit bei so einer kurzen Stippvisite nur einen Mini-Mini-Bruchteil zu sehen bekommt. Von den weiteren 528km² auf argentinischer Seite mal abgesehen.
Das Wetter war als durchwachsen angemeldet und zunächst hat es auch recht ausdauernd geregnet. Aber wir hatten Glück und konnten unsere Wanderung zum Mond-Tal (Valle de Lunar) am zweiten Tag bei Sonnenschein und ca. 15 Grad genießen. Der Rundweg ging über knapp 7km mit mal wieder spektakulären Ausblicken.
Soviel mehr gibt es da auch nicht zu erzählen. Die Bilder sagen vermutlich mehr. Wie man darauf sieht gibt es dort Landschaft und absolute Ruhe. Sonst nix. Und das ist gut so.Okumaya devam et
Mein eisiger Traum und Fehler 13
12–15 Mar, Arjantin ⋅ ☁️ 13 °C
Es ist mindestens 20 Jahre her...da hatte mein ehemaliger Chef von seiner Reise nach Südamerika und insbesondere mit großer Begeisterung auch von einem riesigen Gletscher berichtet. Die Fotos damals waren ehrlich gesagt nicht der Brüller aber seine Begeisterung ist irgendwie auf mich übergegangen...
Die Rede ist vom Perito Moreno Gletscher - DEM Gletscher in Südamerika. Wer mehr dazu wissen möchte - guggsdu da: https://de.wikipedia.org/wiki/Perito-Moreno-Gle…
Selbiger Gletscher stand also nun seit Ewigkeiten auf meinem Zettel und so sind wir eben mal vom gleichnamigen Örtchen Perito Moreno noch die 700km dahin nach Süden gerodelt.
Da die Wettervorhersage genau einen einzigen Freitag inmitten einer Regenperiode noch als sonnig angepriesen hatte - sind wir das mal eben am Donnerstag davor abgefahren. Inklusive 73km miserabler Schotterpiste...
Die Fahrt auf der Ruta 40 nach Süden geht im Wesentlichen durch das große Nichts. Und dieses Nichts ist einfach so gewaltig und erhaben über wahrscheinlich alle Sorgen dieser Welt.
Für uns 700km Steppe mit ca. 1000 Guanakos am Straßenrand... Herrlich 😊
Kurz vor dem Gletscher haben wir in einer recht frischen Nacht bei ca. 3 Grad (immerhin Plus) gestanden und waren dann schon am zeitigen Vormittag vor Ort.
Frisch war die Nacht vor allem deshalb, da unsere Standheizung nix mehr tut. Fehler 13...war ihre letzte Meldung, bevor sie in die ewigen Jagdgründe aufstieg. Nach stundenlanger Bastelei und Hin- und Her mit dem Lieferanten steht nun fest, dass der Lüfter defekt ist und sich das Thema Heizen damit erledigt hat. Besonders Manu ist von dieser Entwicklung extrem "begeistert".
Zum Thema warum und wieso... Die Heizung hatte ich vor unserer Abreise extra neu (!) gekauft und damit das 8 Jahre alte Vorgängermodell ersetzt. Im guten Glauben, damit die Zuverlässigkeit erhöht zu haben... Dumm gelaufen und wiedermal zeigt sich, dass das neumodische Gelumpe einfach nix mehr taugt...
So. Genug gebärmelt und zurück zum Gletscher...
Es war für uns mal wieder (ja) spektakulär schön und dieser Eiskoloss ist einfach grandios.
Auf den Bildern kann man die Dimension nicht wirklich darstellen. Die Kalbungsfront des Gletschers ist an der Spitze ca. 60...70m hoch und ca. 2,3km lang. Einfach nur riesig!
Und riesig schön!
Wir waren mehrere Stunden vor Ort und konnten so auch mehrere Kalbungen beobachten. Das ist schon ein ziemliches Spektakel, wenn mit Getöse gigantische Eisblöcke ins türkisblaue Wasser klatschen und in einer riesiger Welle untertauchen. Dem Ganzen geht ein Knacken, Krachen, Donnergrollen wie bei einem kräftigen Gewitter voraus. Wahnsinn!
Die abgebrochenen Eisblöcke treiben dann ganz langsam im riesigen Lago Argentino, der aufgrund des Gletschers in einem herrlichen Türkisblau erstrahlt.
Ein tolles Erlebnis mal wieder und völlig unerwartet haben wir auch unseren Freund Gianfranco wiedergetroffen.
Die Welt ist ein Dorf...und wunderschön...Okumaya devam et

GezginWir haben schon sehr gespannt auf diese grandiosen Bilder gewartet und sind begeistert!!! So,ihr Lieben, jetzt geht's bei uns ins Bett und unseren Eindruck zu den Bildern schreiben wir morgen! Dann gute Nacht und ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🫠🤗🙋♂️🙋♀️

GezginVielleicht 😜 ...aber es sind keine dran. Das lange rote Ding ist der Wagenheber (HiLift).
Vamos al Norte
14 Mart, Arjantin ⋅ 🌬 14 °C
Ob wir es nun wollen oder nicht...langsam aber sehr sicher müssen wir uns auf den Rückweg, d.h. nach Norden machen...
Da wir uns auch die Atlantik-Küste Argentiniens ansehen wollen führt unsere Strecke nicht, wie die Meisten fahren, an den Anden entlang - sondern erstmal nach Osten.
Auf dem kürzesten Weg an die Küste würden uns allerdings weitere 120 km Schotterpiste blühen und darauf haben wir sowas von gar keine Lust 😜 ...und nehmen daher lieber einen Umweg von rund 200 km über Rio Gallegos in Kauf.
Nahe dieses, sagen wir mal sehr sachlichen, Städtchens gibt es zudem noch das rostige Wrack der Marjory Glen besichtigen.
Es handelt sich um ein stählernes Segelschiff, dass vor mehr als 100 Jahren mit Kohle beladen vor der Küste in Brand geriet und hier, um die Ladung zu retten, kontrolliert auf Grund gesetzt wurde.
Eine, wie ich finde, interessante Geschichte und gleichzeitig ist dieses Wrack auch unser südlichster Punkt auf dieser Reise. Ab hier geht es nur noch nach Norden.
Unser Endziel ist Salta - im Nordwesten Argentiniens. Dort werden wir unseren Blaubär bei Freunden abstellen und erstmal nach Hause fliegen.
Im September kommen wir dann wieder her und befassen uns mit dem Norden von Argentinien und Chile.
Bis Salta sind es noch so ungefähr 4500 km und auf der Strecke gibt es noch Einiges zu erleben.
Also los... Vamos 💪Okumaya devam et

GezginNa dann gebt mal Gas & Daumendrücken das der Blaubär nicht mehr bockt!

GezginWau,das ist ja eine Strecke,ist da eine Zahl zuviel 😜,egal Heimat in Aussicht,,👋 und alle freuen sich auf euch 👍😊🍀 ganz liebe Grüße

GezginDa habt ihr ja eurem Blaubär noch ein ganz schönes Arbeitspensum auferlegt! Dann gebt ihm mal eine Streicheleinheit von uns, damit er euch sicher gen Heimat bringt!!! Auch wenn es bei euch gar nicht so schnell sein soll, ihr "Rumtreiber " Aber bis September ist es ja gar nicht mehr lange. Wir freuen uns auf Euch und wünschen euch eine tolle Weiterreise! Ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🫠🙋♂️🙋♀️
FindPenguins - Mission erfüllt 💪
15–23 Mar, Arjantin ⋅ 🌙 13 °C
Mittlerweile sind wir ca. 2000 km nach Norden genuckelt und haben heute Vormittag die Atlantik-Küste bei Balnearia El Condor zum letzten Mal auf dieser Reise verlassen.
Erwartungsgemäß hielt sich das reine Fahrerlebnis im dünn besiedelten Süden Patagoniens in Grenzen. Es geht im Wesentlichen geradeaus durch das große Nichts. Das Navi zeigt die nächste Kreuzung auch schonmal erst in 375 km und man fährt da eben so vor sich hin... denkt über Gott und die Welt nach oder zählt Guanakos, Nandus, LKWs und Pickups. Und Guanakos.
Aber rechts neben dem großen Nichts...
Da liegt die wunderschöne patagonische Küstenlandschaft mit ihren endlosen, breiten Stränden und schroffen Steilküsten. Geradezu majestätisch liegt sie da, geformt von der See und peitschenden Winden. Nein - Stürmen.
Es ist ungemein beeindruckend, diese Weite, Stille und Urgewalt zu erleben.
Ebenso wie die vielfältige Tierwelt.
Für Wal-Beobachtungen sind wir zwar ein paar Monate zu spät aber wir haben nun endlich und reichlich Pinguine gefunden (siehe Titel).
Dazu gab's noch ebenso reichlich Seelöwen und als Krönung des Ganzen noch das Spektakel der weltgrößten Papageienkolonie an den bekannten Papageienfelsen bei Balnearia El Condor.
Verwehrt blieb uns die Begegnung mit Pumas, die es in einigen Küstenabschnitten auch reichlich gibt. Aber das ist sehr wahrscheinlich auch sehr viel besser so.
Das Wetter hat insgesamt gepasst und besonders gut hat es uns im Nationalpark Monte Leon gefallen, der wunderschön und zum Glück für uns sehr wenig besucht ist.
Einem Tipp folgend haben wir uns von dem kleinen Städtchen Puerto San Julian überraschen lassen, in dem wir uns sehr wohl gefühlt haben.
In Puerto San Julian findet man u.a. den Nachbau der Victoria - dem einzigen Schiff der Magellan-Expedition, dass 1522 mit Gewürzen beladen von den Moluken zurückkehrte.
Auch als Erlebnis zählen wir die enormen Gezeitenhübe. Zwischen Ebbe und Flut liegen mitunter mehr als 8 (!) Meter Wasserstand.
Man erlebt die Küstenlandschaft so im endlosen Wandel und bei Ebbe kann man weit ins Meer hinauslaufen und die ansonsten vom Wasser verborgene Landschaft genießen.
In Ruhe.
So. Und ab jetzt geht es durch die Pampa schnurstracks nach Norden in Richtung Salta und damit wieder in den Sommer ☀️
Nächster Halt in 1700km...Okumaya devam et

GezginKurz vor dem Zubettgehen haben wir noch Euren Footprint mitbekommen. Ist wieder sehr interessant. Also dann weiter gute Fahrt und unsere Betrachtungen zu den Bildern kommen morgen. Ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 🙋♂️🙋♀️🫠

Gezgin
CCR - Creedence Clearwater Revival - das ist Mucke aus den 70er. Ihr seid doch gar nicht so alt 👵. Qué pasó?

GezginKeine Ahnung. Wir können mit den neumodischen Geräuschen eben wenig anfangen 🙄
Einfach immer geradeaus...
24–29 Mar, Arjantin ⋅ ☀️ 22 °C
Nach meiner/unserer naiven Vorstellung hätte dieser Fußprint aufgrund der nun absolvierten Pampa-Durchquerung "Durch das ganz große Nichts" heißen müssen...
Aber wie das mit den Vorstellungen - ohne eine wirkliche Ahnung von den Dingen - so ist... Die Pampa ist keineswegs eine menschenleere Ödfläche. Denkste!
Da gibt es neben Steppe und Buschland überraschend (für uns) viele Bäume, Flüsse, fruchtbares Land und demzufolge intensive Landwirtschaft und natürlich auch das bekannte Pampasgras. Und natürlich auch wieder Straßen, die endlos geradeaus führen. Aber das ist ja normal in Argentinien.
Wir haben es also nun geschafft und sind die 1700 km nach Norden gefahren. Für die manchmal endlos erscheinenden Strecken ohne wirkliche Abwechslung wurden wir mit einigen schönen Erlebnissen belohnt. Das steht dann wie immer in den Bildbeschreibungen.
Ansonsten befassen wir uns nun auch so langsam mit den Vorbereitungen für die Rückreise und gleichzeitig Vorbereitungen für die nächste Runde ab September. Was nehmen wir mit nach Hause? Was bringen wir dann wieder mit? Was ist zu tun um Blaubär auf die Standzeit vorzubereiten? Usw..usf....
Eine ziemlich blöde Überraschung gab es da noch mit dem erst vor 2 Monaten in Mendoza getauschten Rippenriemen. Der ist leider eingerissen und sehr wahrscheinlich hat dieses grandiose Meisterstück Mercedes in Coyhaique beim Wechsel der Lichtmaschine verzapft. Naja. Ist eben so. Haben ja einen Ersatzriemen dabei und dann wird eben in Salta mal wieder getauscht.
Ja und mit den Gedanken um die Rückreise werden auch die Themen in Deutschland wieder präsenter. Ob wir das nun wollen oder nicht...
Wie in D sind die Auswirkungen des Krieges im Iran sind nun auch in Südamerika angekommen. Die Preise für Benzin und Diesel sind nach oben gegangen - in Chile von 0,95€ auf 1,69€, in Argentinien von 1,25€ auf 1,59€. In Chile gab es vor der angekündigten Erhöhung Hamsterkäufe und mancherorts Diesel-Mangel. Auch die Preise für Lebensmittel bewegen sich weiter nach oben.
Warum die Steigerung der Sprit-Preise dennoch so weit unterhalb derer in D liegt...das Thema mache ich jetzt nicht auf...
Stattdessen genießen wir den lauen Sommerabend nach dem heute wieder mit 34 Grad sehr heißen Tag, kochen unsere Nudeln mit Tomatensoße, trinken dazu lecker Rotwein und freuen uns an uns und der Welt 😊Okumaya devam et

GezginHast ja bisher alle technischen Herausforderungen gemeistert. Das schaffst du auch noch. Warum ist in D so teuer. Ja das ist eine Geschichte. Eines kann unsere wie auch viele andere Regierung perfekt nämlich beim Bürger bedienen. Der Unterschied machen viele Steuerarten aus wie auch beim Strom, Gas auch Bier usw. Als Politiker sitzt man gern der Realität und ist gut versorgt. Ne SEHR GUT. So musste

Gezgin
Ganz links zimlich mittig neben dem Haus oder was das sein mag. Das musste fix gesagt werden. Den großen Rest besuchen wir später. Aber schon mal ganz liebe Grüße von UnsZweiBeiden 😇🤗
Talampaya und Villa Unión (zum Zweiten)
29 Mar–1 Nis, Arjantin ⋅ ☀️ 30 °C
Die Felsen im Talampaya Nationalpark bestehen überwiegend aus Sandstein, der Eisen-Minerale enthält. Dieses eingeschlossene Eisen hat im Laufe von Millionen Jahren mit Sauerstoff reagiert und führt zu einer Rot-Färbung des Gesteins. Je nach Lichteinfall erscheint es deshalb blass bis leuchtend Rot.
Man könnte es bei dieser sachlichen Erklärung belassen und vielleicht noch lethargisch erwähnen, dass der Talampaya Nationalpark in der Region La Rioja liegt, eine der größten Sehenswürdigkeiten in Argentinien ist und die Felswände im zentralen Canyon bis ca. 150m hoch sind.
Oder.
Man fährt hin und hinein und bekommt den Mund nicht mehr zu vom Staunen.
Wir haben letztere Variante gewählt.
Um die 16 Uhr - Tour mit den besten Lichtverhältnissen zu bekommen haben wir sogar extra 3 Tage in Villa Union abgewartet. Da waren wir im Januar schonmal und sind auch diesmal wieder zu Candelaria&Emilio auf ihren schnuckeligen Campingplatz gefahren.
Schön war's wieder und mit ein paar kleinen Ausflügen, Lebensmittel-Einkäufen, Abhängen am Pool, Kochen, Wäsche waschen (lassen), Essen gehen, Rest-Routenplanung usw. ging die Zeit auch sehr schnell vorüber und irgendwie haben wir uns in Villa Union schon ein bisschen heimisch gefühlt.
Ja und am Mittwoch war es dann soweit. Nach regnerischer Nacht und ziemlich trübem Vormittag (mit entsprechendem Entsetzen meinerseits) erschien wie erhofft die Sonne pünktlich zum Spektakel der roten Felsen. In einer kleinen Gruppe von 10 Besuchern ging es bei sehr erträglichen 28 Grad mit einem Tourbus rein in den Canyon und wir konnten 2 Stunden lang dieses Naturwunder bestaunen.
Es war einfach nur schön und wir sind sehr glücklich über dieses Erlebnis.
...und als Krönung gab's am Abend noch einen klaren Vollmond zu besichtigen 😊Okumaya devam et
El gran final
3–13 Nis, Arjantin ⋅ ☀️ 28 °C
Nun ist es also soweit...
Blaubär steht rund 1700km weit weg von uns in seinem idyllischen Ferienlager bei Salta und wir sind mittlerweile zum Zwischenstop in Montevideo eingeflogen.
Da schwingt durchaus Wehmut mit aber wir freuen uns auch auf Zuhause, Familie und Freunde 😊
Und solange ist es ja bis zum Wiedersehen mit Blaubär nun auch wieder nicht...
Die letzten Tage sind für uns wie im Flug vorbei gezogen. Ostern war ja zwischendrin auch irgendwie und seit dem letzten Fußprint ist schon wieder soviel passiert...
Viel zu viel um das alles hier aufzuschreiben aber wie immer gibt's einen Eindruck zum Reinschnuppern...
Von Villa Union nach Salta sind es ca. 850km - immer schön auf der Ruta 40 nach Norden. Klingt erstmal nach wenig Abwechslung - ist aber genau das Gegenteil, da diese Strecke zu den schönsten Abschnitten der legendären Ruta 40 zählt.
So steht's zumindest im Reiseführer.
Und genauso ist es auch.
Wir haben (mal wieder) grandiose und grandiösere Bergwelten gesehen, sehr herzliche Begegnungen erlebt, standen nach Regen in den Bergen vor einer weggespülten Straße, sind durch Inka-Siedlungen gegangen, haben Geschichten über mystische Orte gehört, haben am Blaubär geschraubt, waren lecker Essen, haben das Museo de Arqueología de Alta Montaña in Salta mit den berühmten Kinder-Mumien besucht, haben Blaubär geschrubbt und auf die Standzeit im Ferienlager vorbereitet, waren lecker Essen ( ja - nicht nur einmal), und und und...
Was man eben so macht...Okumaya devam et

GezginAch Mensch Ihr zwei... badet die Wehmut und tanzt die Freude... oder andersherum.. die Bilder malen eine zauberhafte Zeit... dicken Drücker

GezginDie Landschaft, Natur und Kultur scheint so klar und eindeutig. Es scheint alles so leicht, wenn auch gewaltig. Ich glaube schon, dass so etwas süchtig macht. Aber wir freuen uns auch auf euch wieder in den deutschen Landen. Leichtigkeit habt ihr ja gebunkert und damit wird es auch hier wieder schön…
Ferdsch - Mir sinn wiedor dorheeme 😊
13–16 Nis, Brezilya ⋅ ☁️ 17 °C
Das isser nu - der letzte Fußprint für diese Runde 🙄
Am Montag früh, 4:30 Uhr, hat der Wecker zum Aufbruch gepiepst, pünktlich halb 6 rollte das Taxi vor und von Salta ging es über Buenos Aires zum Zwischenstop nach Montevideo.
Aufgrund unserer leidlichen Erfahrung auf der Hinreise mit Verspätung und Zwangspause in Madrid usw. und natürlich auch, um die Reise etwas zu entspannen, hatten wir insgesamt mehr Umsteigezeit und noch eine Nacht in Montevideo eingeschoben.
Das war eine richtig gute Idee und hat bis Frankfurt am Main auch tadellos funktioniert.
Aber Erstens kommt es anders und Zweitens als man denkt.
Streik bei der Lufthansa!
Tadaaa und Trööt 🥳
D.h. wieder Zwangspause, nur diesmal in Frankfurt und auf Kosten der Lufthansa natürlich.
Irgendwie hat die Reise so aufgehört wie sie angefangen hat.
Der letzte Flug von Frankfurt nach Berlin am Mittwoch Abend war annulliert und wir wurden auf einen Ersatzflug für Freitag früh umgebucht.
Also sind wir brav zum Lufthansa-Service gedackelt um das Was und Wie mit Hotel und Bla zu klären und dabei wurde uns dann von den Lufthansa-Mitarbeitern gleich und dringend ans Herz gelegt - doch lieber auf die Bahn auszuweichen. Haben wir auch gemacht und sind dann nun heute gegen Abend mit dem ICE in Dresden angekommen und von Anni abgeholt worden.
Der Ersatzflug wurde übrigens mittlerweile auch annulliert...
So. Nun sind wir also wieder da und eine der großen Fragen ist - Wie war's?
Ganz schwere Frage...und für ein umfassendes Resümee ist die Zeit noch gar nicht reif.
Es braucht Zeit, um die Menge der Erlebnisse zu verarbeiten und tlw. auch zu verstehen.
Es war auf jeden Fall
- aufregend und ermüdend,
- entspannt und anstrengend,
- überwältigend schön und erschreckend,
- lehrreich,
- berauschend und frustrierend.
Es war von Allem etwas dabei und in Summe ein wunderbares, schönes, tiefes und bleibendes Erlebnis für uns.
Wir sind sehr dankbar, dass wir es so erleben durften und konnten.
Und wir sind sehr dankbar für all die Unterstützung von unserer Familie und unseren Freunden zuhause. Beim Haus aufpassen, Briefkasten leeren, Post sortieren, Pflanzen gießen, Bäume schneiden usw. usf.
Danke Danke Danke 🙏
Danke auch euch Allen für euer Interesse an unserer Geschichte, das Mitfiebern, die Kommentare und Fragen 🙏
Noch ein bissl Statistik:
Wir waren 140 Tage unterwegs und haben in dieser Zeit knapp 40000km zurück gelegt. Davon ca. 13000km mit unserem Blaubär, ca. 1000km mit dem Mietwagen in Uruguay und den Rest mit Flugzeug und der Deutschen Bahn.
Und in 140 Tagen geht's wieder los.
Wir freuen uns drauf und ihr hoffentlich auch.
Hasta Luego 👋Okumaya devam et

GezginEine tolle Beschreibung hätte ich nicht besser formulieren können genau ist es bei uns auch. Himmel und Hölle so eng beieinander. Wir sind noch 2,5 Monate hier. Wissen noch nicht ob wir uns auf den Abschied freuen oder es bedauern werden. Aber heute war ein toller Tag. Das heißt heute Abend mit Kante und so. Wir sind sehr froh euch kennengelernt zu haben. Es ist eine echte Bereicherung. Liebe Grüße von Irene und Peter. Hasta pronto.























































































































































































Gezgin
Ohje wo versteckt ihr euch denn ,😜gut das der Blaubär so blau ist👍😂
Gezgin
Wau,das ist ja ein Natur-Wunder vom feinsten ☀️👍
GezginDanke für den anschaulichen Bericht.