Weihnachten im Giraween-National Park
December 24, 2025 in Australia ⋅ ☁️ 20 °C
Mittwoch, 24.12.2025
Nach einer ruhigen Nacht wieder mal um 5h Tagwache. Auch an Weihnachten war Alex unerbittlich. Sobald ich länger als 5 Minuten nach dem Wachwerden noch im Hochbett herumrollte, wurde mein Ehemann schon ungeduldig.
Ok, also Bett machen, runterklettern, Teetrinken und dann auf die Yogamatte.
Wir hatten bewölkten Himmel, und ein kühler Wind zwang uns zu langärmeligen Sweatern mit Kapuze und Socken beim Yoga.
Danach gabs Weihnachtsfrühstück. Ich hatte die Apfel-Zimt-Schnecken gestern schon vorbereitet, diese schob ich vor dem Yoga in das Backrohr. Alex bereitete die Vanillesauce zu.
Als alles fertig war, wurden die Schnecken genüsslich von uns verspeist.
Nun gings auch schon zur Morgenwanderung. Wir wollten die Junction (Vereinigung von 2 Flüssen) besuchen. Eine 2 h Wanderung, im Flusstal, über große Granitfelsen mit vielen Wasserbecken. Ein sehr schöner Trail und keine Leute hier unterwegs heute.
Zum Mittagessen waren wir dann wieder zurück bei Kohbi. Wir verfeinerten das Rotkraut noch mit Rotwein, und die Linsen-Pilz Leibchen wanderten in das Backrohr. Die erste Charge Kartoffelnködel wanderte ins siedende Wasser, bei der zweiten Fuhre machte ich den Teig mit Maisstärke noch etwas fester.
So ein Festessen, fast wie zu Hause. Alex hatte inzwischen auch noch uns sein Schokoladen Eis in der Eismaschine zubereitet.
Nach so vielen Köstlichkeiten mussten wir unbedingt noch eine Wanderung am Nachmittag einschieben. Wir gingen den Trail zur Sphinx und zum Turtle Rock. Nochmals 2 Stunden durch den Eukalyptuswald durch die ganzen Steinformationen. Das war schon sehr beeindruckend.
Wieder einmal wurde der Himmel schwarz beim Retourweg und es begann zu regnen. Auf einmal redete uns eine Frau an, sie saß wie eine Aborigine-Frau unter einem überhängenden Felsen und wartete auf das Ende des Regens. Wir plauderten fast eine ganze Stunde mit ihr, wir im Nieselregen auf der Felsplatte stehend und sie unter ihrem Felsendach. Es war lustig und erheiternd und so verabredeten wir, dass wenn sie unten bei unserem Van vorbeikommen würde, sie einfach mal einen Sprung bei uns reinschaute.
Das tat sie dann auch. Wir luden Tanja auf einen Tee ein und verbrachten eine gute Zeit miteinander. Der Abend brach an und Tanja machte sich auf den Weg zu ihrem Zelt, etwas weiter unterhalb von uns. Wir würden auf jeden Fall morgen bei ihr vorbeischauen.
Wir machten noch ein paar WhatsApp Videos mit unseren Lieben auf der anderen Seite der Erde und ich ging mit ein wenig Wehmut im Herzen an diesem Weihnachtsabend ins Bett.
Ja, ich musste zugeben, es fehlte mir, sie alle zu drücken und ihnen nahe zu sein.
Gott sei Dank, kann man mit Video telefonieren und sie wenigstens sehen und hören, welche neuen Geschichten es in ihrem Leben gibt.Read more




















