• …mit den Bikeˋs nach Neuseeland

    January 13 in Australia ⋅ ☁️ 20 °C

    Dienstag, 13.01.2025

    Das letzte Mal Yoga im Koomba Park. Das Wetter ist angenehm warm. Wir frühstückten noch gemütlich und machte den Abwasch. Heute durfte ich mal soviel Wasser nehmen, wie ich wollte. Der Tank muss heute leer werden.
    Dann gings zum Amazon Locker, den Alex hatte noch wichtige Dinge bestellt. Meine Arbeitsbrille zum Schutz meiner leicht endzündlichen Augen, und neue Sonnenbrillen, die anderen waren nicht brauchbar gewesen, die hatten wir zurückgeschickt.
    Die Brille wurde von mir auch gleich mal getestet, ob sie eh nicht anläuft.
    Wir hatten noch einen längeren Weg zum Flughafen, ca. 1,5 h und unser Mittagessen nahmen wir auf einem großen Parkplatz ein. Hier dürfte gerade ein Baseball-Schüler-Match stattgefunden haben, den viele Autos parkten hier auf dem riesigen Rasengelände.
    Danach brachte mich Alex mit den Bikekartons und unseren Packtaschen zum Flughafen.
    Er ließ mich aussteigen und wir verluden alles auf das kleinen Flughafen - Transportwagerl.
    Während ich am Flughafen die nächsten 3-4 Stunden mich mit der November und Dezember-Buchhaltung herumschlug, fuhr Alex zu unserem Storage-Parking ca. 20 Minuten vom Flughafen entfernt.
    Dort verpackte er Kohbi. Die Solaranlage am Dach wurde mit Plywood-Platten geschützt, die Bordbatterie abgehängt, die Wassertanks ausgelassen und die neue Plane über unserem Van festgezurrt. Kohbi sah aus wie ein Christo-Kunstwerk.
    Unsere letzten Essensvorräte schenkte er Gianni, dem Hausbesorger des Van-Parkplatzes, der sich mächtig darüber gefreut hat.
    Danach brachte ihn ein Uber-Taxi zur mir zum Flughafen.
    Als Alex kam, war ich mit der Buchhaltung fertig. Leider hatte ich in meinem Arbeitseifer vergessen, den PC ab den Strom anzuschließen, weshalb dieser nur leer war als Alex nun seine Buchhaltung darauf beginnen wollte.
    Aber die Zeit war kapp und wir mussten zum Check In. Eine nette ältere Dame, Samantha, war sehr freundlich und hilfbereit und nahm unseren Check-In vor.
    Hier stellte sich heraus, das wir unbedingt noch einen Rückflug vorweisen mussten, sonst dürften wir nicht in Neuseeland einreisen.
    Also unterbrachen wir unseren Check-In und Alex buchte für uns beide den Rückflug am 09.03.2026 aus Queenstown. Danach machte uns Samantha den Check-In für NZ fertig.
    Unsere Bikekartons brachten wir noch zum Großgepäck-Check-In. Dann gings schon durch die Sicherheitskontrolle und weiter zum Abflug-Gate.
    Unmittelbar nach unserer Ankunft wurde das Gate auch schon geöffnet und hier kam es zu einem unschönen Erlebnis.
    Ich stellte mich also in die Reihe und als ich dran kam fragte mich die Dame vom Bodenpersonal etwas in schnellem austalischstem Englisch.
    Ich verstand Nüsse! Was fragte mich die Dame? Ich sah sie fragend an. Zwei mal wiederholte sie den Satz und ich wusste noch immer nicht
    was sie von mir wollte. Sie ließ mich aus der Reihe heraustreten und fragte wiederholt in harschem Ton. Es war schon sehr sehr spät, ich war müde und mein Englisch ist eben nur Schul - Englisch und leider haben sich die Damen allesamt nicht wirklich bemüht auf ausländische Touristen einzugehen und mir es in vieleicht verständlicheren und langsameren Worten zu erklären.
    Alex, der gerade abgefertigt worden war, eilte mir zur Hilfe.
    Ich erklärte ihr das ich ihr Englisch nicht verstehen würde. Sie fragte mich wiederholt, natürlich auf Austral-Englisch, ob mir bewusst ist, was es bedeutet in der Notfallreihe zu sitzen,wie Alex mir dann später übersetzte.
    Alex mischte sich ein und wollte für mich antworten, denn er hatte sie ja verstanden. Das ließ sie aber nicht zu. Ich versuchte instinktiv nun langsam den Weg zur Gate-Türe zu gehen.
    Meine Handlung war für die rotblonde Dame nicht die von ihr gewünschte Reaktion und dann diskutierte sie mit Alex noch mehrere Minuten und buchte dann unsere fixen Sitzplätze von der fußfreien Reihe in die 20. Reihe um.
    Ich hätte nämlich antworten sollen, das ich weiß was in einer Notfallsituation zu tun ist und ich den Anweisungen des Flugpersonals folgen und mit Hilfe leisten sollte.
    Alex war nun leicht angepisst, denn eigentlich wollte er sich dort vorne ausstrecken und schlafen, denn unsere Abflugszeit war 23 Uhr 55 und wir sollten in Auckland um 5h 30 Ortszeit ankommen.
    Im Klartext also 3,5 h Flugzeit plus 2 h Zeitverschiebung für uns Schlaf, den wir morgen dringend brauchen würden.
    Nun mussten wir also eingeengt in der 20. Reihe Platz nehmen. Von meiner Seite aus war einfach danach nicht mehr an Schlaf zu denken. Fühlte ich mich doch unverstanden und nicht sehr nett behandelt.
    Alex schlief tief wie ein Baby hatte er mir dann erzählt. Kein Wunder mit Schlafbrille und Oropax.
    Ich schaute in der Zwischenzeit durch das Flugzeitfenster in den von Sternen funkelnden Nachtimmel, durchsetzt von kleinen weißen Wölkchen und einer Sternschnuppe, die bei mir vorbei zischte.
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