• Übernachtung bei Mat

    January 23 in New Zealand ⋅ ☁️ 19 °C

    Freitag, 23.01.2026
    59 km, 933hm
    von Mangakino zu Matˋs Haus/Waimiha

    So radelten wir nun dahin, eine Bundesstraße, relativ stark befahren. Es ging ein wenig bergauf und bergab. Aber alles schaffbar. Immer wieder regnete es ein wenig.
    Die Straße gehörte uns, den Allrad-Autos und den Holz-Lkws. Die grünen saftigen Weiden, die bis fast 1,5 m an die Straße reichten gehörten ausnahmslos den schwarz-weiß gefleckten Rindern.
    Zum Frühstück setzten wir uns unter ein paar Büsche am Straßenrand, die hoch aufgeladenen Trucks mit Anhängern,ausnahmslos beladen mit riesigen Holzstämmen, donnerten an uns vorbei.
    Wir spürten direkt die Vibrationen am eigenen Körper,die sich von der Straße auch auf unseren Frühstücksplatz übertrug.
    Aber wir hatten keine Chance einen anderen Platz, der weniger laut war, zu finden.
    Einzig der starke,würzige Holz-Geruch der gefällten Riesen hing danach noch in der Luft, gemischt mit ein wenig Diesel-Qualm.

    Danach gings weiter die Straße entlang. Sonne und Nieslregen wechselten einander ab. Sie bescherten uns einen wunderschönen Regenbogen, wir blieben stehen und betrachteten das Farbenspiel.
    Unser Mittagessen konnten wir in einer Busstation abhalten. Das waren einfache Holzhütten mit Wellblechdach. Alex kochte uns einen Tee, um uns aufzuwärmen. Später zweigte unsere Route in eine kleinere Asphaltstraße ab, schmäler und viel weniger befahren, auch Holz-Sattelschlepper waren hier nicht mehr zu sehen. Die Straße wand sich den Berg hinauf, in vielen Kurven, der Regen war inzwischen stärker geworden. Die Schafe, welche links und rechts auf saftigen,grünen Wiesen weideten schauten uns neugierig und interessiert nach. Sie waren definitiv weniger schreckhaft wie die Rinder, die oft aufsprangen und vor unseren flatternden und knatternden Regenpelarinen davonstoben.

    Es wurde immer später, und Schlafplatz war irgendwie auch keiner zu finden. Wir versuchen auf einer Farm zu fragen, jedoch trotz parkendem Auto vor dem Haus,war hier niemand anwesend,den wir durch unser Klopfen auf uns aufmerksam machen konnten.

    Und es regnete in Strömen. Beim nächsten Haus versuchten wir es erneut. Ließen die Räder auf der Straße stehen und marschierten die Anhöhe hinauf zum Haus. Nach längerem Klopfen schaute ein Mann aus der Glas-Verandatüre. Wir fragten ihn, ob wir auf seinem Grund unser Zelt aufstellen durften. Er sagte gleich ja. So machten wir uns wieder zurück auf den Weg, um unsere Räder zu holen. Wir schoben sie die steile Schotterstraße nach oben.
    Mat, so hieß unser netter Gastgeber wartete schon, es hatte wieder zu regnen angefangen. Er schlug uns vor, im Haus zu überrnachten. Zu gerne nahmen wir sein Angebot an.
    So bliesen wir unsere Schlafmatten auf, legten unsere Schlafsäcke auf. Wir plauderten noch ein wenig mit Mat,der hier mit seiner 14jährigen Tochter wohnte und für den Besitzer arbeitete. Er zeigte uns das Haus, bot uns auch eine heiße Dusche an und wir waren total dankbar für diese unvoreingenommene Gastfreundlichkeit. Ich bereitete noch unser Frühstücksporridge für morgen zu, und Alex konnte sogar durch das Glasdach unser Starlink in Betrieb nehmen.
    Müde und geduscht schlüpften bald darauf in unseren Schlafsack.
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