• Höhenmeter auf der Gravel Road

    January 30 in New Zealand ⋅ ☁️ 14 °C

    Freitag 30. Januar
    61 km, 1.120 hm
    Vinegar Hill campground zu Apiti free campground

    Heute war es sehr steil und der erste Teil der Strecke war circa 20 km Gravel Road. Diese Straße war sehr schwierig zu befahren, da der Schotter sich unter den Radreifen bewegte, immer wieder spritzten Steine auf die Seite und der Reifen rutschte seitlich weg, meist ging es dort auch bergauf.
    Gefrühstückt haben wir auf der Wiese neben einer Kurve im Sonnenschein. Alex hatte inzwischen mit dem Solar unsere Handys aufgeladen, als Steven auf seinem Mountainbike mit den breiten Reifen die Gravel Road herunter radelte und bei uns stehen blieb. Er machte 45 Minuten bei uns Rast und wir plauderten über die diversen Radreisen, die er und auch wir schon gemacht hatten.Wieder einmal erfuhren wir, dass die Südinsel gar nicht so schlimm zu befahren wäre. Steven ist übrigens Neuseeländer und hat schon sehr viele Touren hier in seinem Land absolviert.Er ist übrigens auch Besitzer einer Supermarktkette in der dritten Generation und kann sich deshalb für seine Reisen viel Zeit nehmen.
    Somit hatten wir wieder mal viel Neues erfahren und waren froh über diese nette Begegnung.
    Nachdem wir so viel bergauf gestrampelt waren, ging es nun die Gravel Road wieder bergab, wir schafften das ohne Sturz. Richtig froh waren wir, als wir die Asphaltstraße wieder unter
    unseren Stollenreifen spürten.
    Die Sonne schien heute mit verhaltener Kraft,aber beim Hinunterfahren der doch sehr vielen Abfahrten, zogen wir immer unsere ärmellosen Jacken an und so blieb unser Oberkörper warm
    Gegen 14:30 Uhr kamen wir bei einer Rest Area vorbei mit einem überdachtenTisch und und Alex kochte uns Reis mit Pilzen und ich machte Salat.
    Dann ging es auf der Asphaltstraße entspannt durch kleine Dörfchen.Links und rechts zogen Rinder- und Schaf Weiden an uns vorbei. Mir fiel auf, dass im Norden wir doch mehr Kühe gesehen hatten und nun hier der Anteil der Schafe fast schon größer war.
    Die Strecke der Ao Tearoa Tour ist landschaftlich wunderschön und wir sind heute froh, das wir hier durch den so ursprünglichen Teil Neuseelands fahren können, ohne auch nur ein einzigesAutoverkehr.
    Danach war noch ein sehr steiler Anstieg auf der Asphaltstraße zu bewältigen, wo ich 50 % sicher zu Fuß hinauf gegangen bin. Alex war wieder so lieb und hat mir immer wieder das Rad abgenommen, ist hinauf gefahren und ich konnte mich inzwischen beim Hinaufgehen erholen.
    Nun liegen wir schon im Zelt auf dem freien Campingplatz in Apiti, haben noch eine wunderschöne sonnige Zeit auf der Wiese verbracht, danach noch schnell unser Porridge mit Haferflocken,Rosinen, Kokosflocken, geschnittenen getrockneten Zwetschken Chiasamen und Oatmilk hergerichtet. Alex hat noch das Zelt aufgestellt. Heute werden wir sicher gut schlafen, denn wir hatten heute die höchste Anzahl an Höhenmeter unserer bisherigen Tour erfolgreich hinter uns gebracht.
    Ja, wir werden immer stärker, und Steigungen sind inzwischen keine Challenge mehr. Wir können sie nehmen, wissen, wie wir sie am besten bewältigen, und am Ende des Tages sind wir stolz auf uns, denn vielen die wir begegnen, sind nicht mit so viel Gepäck ausgestattet wie wir.
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