• Haast Pass

    28. februar, New Zealand ⋅ ⛅ 14 °C

    Samstag, 28.02.2026
    62,17 km, 869 hm
    vom Platz am Haast River bis Makarora Campsite

    Wir wachten gut erholt auf, es war noch sehr dunkel, und im Schein unserer Stirnlampen packten wir unser taunasses Zelt ein, schlüpften durch die fast unsichtbare Zauntüre hinaus auf die Asphaltstraße und Alex verschloss diese wieder sorgsam.
    Von nun an ging es nur mehr bergauf. Die Asphaltstraße wandte sich den Berg hinauf und irgendwie fiel es uns nicht schwer diese Herausforderung anzunehmen. Denn wir wurden belohnt. Die Sonne glitt in das Tal und schickte ihre ersten Morgenstrahlen auf die Berggipfel, die sogar ein wenig weißen Schnee trugen. Der Himmel war stahlblau und rings um uns nur Berge, Himmel und die Straße. Das Treten der Pedale automatisierte sich richtig. Irgendwo hier an der Straße aßen wir den ersten Teil unseres Frühstücks mit den selbstgepflückten Brombeeren.
    Gegen fast 14 h erreichten wir den Haast-Pass, 564 m hoch. Dort oben trafen wir noch ein deutsches Pärchen, und plauderten kurz. Da es am Paß aber zu kalt und zu dunkel war, nahmen wir den 2. Teil unseres Frühstücks in der Sonne etwas weiter unterhalb zu uns.
    Danach hatten wir eine lange Abfahrt, und bis 18:30 h ging es dann bis zum Makarora-Campsite.
    Vor dem Eingang zur Campsite trafen wir Daryl, einen Halb Maori mit mütterlichen hawaianischen Wurzeln, ein Künstler der Jade Schmuckstücke anfertigte und im Gesicht bis unter die Augen tätowiert war. Er war mindestens 2 m groß, und fuhr 140-150 km pro Tag auf dem TA. Spannende Leute lernt man hier kennen!
    Wir stellten auf dem Zeltplatz etwas abseits von den anderen vielen Radfahrern unser Zelt auf, nahmen eine heiße Dusche und Alex wusch und trocknete wieder mal unser Gewand.
    Nachdem ich unser Frühstück schon vorbereitet hatte, schlüpften wir ins Zelt. Heute Nacht sollte die Temperatur auf fast 5° fallen. Egal, wir hatten den Pass bezwungen und kuschelten uns in unsere warmen Schlafsäcke.
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