• …welchen Weg nehmen wir ?

    7 marca, Nowa Zelandia ⋅ ☁️ 16 °C

    Samstag, 07.03.2026
    98,44 km, 237 hm
    vom Mavora Lake über Mossburn zur Campsite nach Winton

    Wir schliefen ganz gut, machten uns wie immer schon frühzeitig auf den Weg. Heute war um 5h Tagwache. Es war noch stockdunkel, mir schien, die Tage würden immer schneller kürzer.
    Es dämmerte, als wir die lange Strecke am See zurück auf den TA zurückfuhren. Es ging die Schotterstraße berauf und bergab. Der Himmel färbte sich rosa und es war eine sehr schöne Stimmung.
    Dann fuhren wir das Tal immer weiter hinunter. Es ging bergab und so waren wir ziemlich schnell unterwegs. Gegen 9h waren wir wieder auf der Suche nach einem Frühstücksplätzchen. Da wieder mal links und rechts alles eingezäunt war, nahmen wir schließlich mit der Wiese neben der Toreinfahrt auf eine Weide Vorlieb.
    Danach gings weiter immer nur bergab. Das war auch mal sehr angenehm. Wir erreichten Mossburn, ein kleines Dörfchen, und da sah ich im Augenwinkel Fredericke auf einem Spielplatz frühstücken. Ich war aber zu schnell, und Alex schon vor mir, der in einem kleinen Shop Wasser aufgefüllt hatte. Es war ziemlich bedeckt, und wir hatten beschlossen, am Campground von Winton unser Zelt aufzuschlagen. Es sollte nämlich um 5h früh zu regnen beginnen.
    Inzwischen hatten wir auch wieder Asphalt unter unseren Stollen und so ging es mit flottem Tritt weiter. Und auf einmal war sie da! Friederike, die liebe Deutsche! Sie hatte uns eingeholt. Nun fuhren wir zu dritt weiter. Oder wie soll ich das sagen, Alex und Friederike vorne weg und ich mit einem großen Abstand hinterher. Alex war sowieso immer schneller als ich, und Friederike hatte leichtes Gepäck und ein Rennrad mit Mountainbikestollen. Die 2 quatschten mindestens 2 Stunden, während sie neben einander herfuhren. Da ich dieses Tempo nicht mithalten konnte, strampelte ich also hinterdrein. Bei einer Zwischenpause bot mir Frieda, wie Alex sie nannte, sogar ihr Rad an. “Wow, war das easy zu fahren! Aber der Sattel war zu hoch für mich, so stieg ich schnell wieder auf meinen schweren Packesel mit Achter im Vorderrad um. Dann kam die Mittagspause, und während Frieda sich wieder allein weiter auf den Weg machte, kochten wir uns mal Mittagessen. Danach ging es wie immer, etwas bergauf und dann wieder bergab. Wir erreichten den Campingplatz in Winton und Alex begann in der gut ausgestatteten Küche Tee zu kochen und ich ging mal unter die heiße Dusche.
    Wir aßen in aller Ruhe, und danach stellten wir unser Zelt auf. Unsere Räder und Rucksäcke konnten wir auf der vorgelagerten Veranda schon mal regengeschützt unterstellen.
    Dann ging Alex unter die heiße Dusche, während ich unseren Abwasch versorgte und unser Frühstück herrichtete. Diesmal jedoch richtete ich alles fix und fertig her, denn morgen sollte der Regen laut Wettervorhersage mit 100% und 60mm/m2 auf uns herunterprasseln.
    Wir hatten heute viele Möglichkeiten durchgespielt, ob wir nach Bluff zum Ende des TA fahren wollten oder ob wir wegen des schlimmen Regens doch eine Unterkunft in Invercargill nehmen sollten, von dort den Intercity Bus nach Dunedin und dann weiter nach Christchurch, da dort ein größerer Flughafen und viel mehr Flugauswahl zurück nach Melbourne/Australien bestand. Da wir gehört und in Foren gelesen hatten, dass viele Radfahrer keinen Platz für ihre Räder in den Bussen bekommen hatten, waren wir ziemlich verunsichert. Es stand uns auch noch die Möglichkeit offen, die 230 km die wir gerade gekommen waren auf der Bundesstraße wieder zurück nach Queenstown zu fahren, denn von dort hatten wir einen Flug gebucht. Dieser war jedoch auf jeden Flughafen in Neuseeland umzubuchen, diese Möglichkeit hatte Alex in weiser Voraussicht schon getroffen gehabt.
    Müde,frisch geduscht und aufgewärmt in der Küche mit ein paar Tassen Abendtee, schlüpften wir in unsere Schlafsäcke.
    Czytaj więcej