• Ruhetag in Whitehorse und am Donjek River

    Jul 18–20 in Canada ☁️ 16 °C

    Samstag, 18.07.2026 und Sonntag, 19.07.2026 und Montag,20.07.2026

    Wir hatten eine sehr ruhige Nacht.
    Gut das wir beide Schlafbrillen benutzten, denn inzwischen ging die Sonne hier in Whitehorse erst um 23h unter. Dafür stand sie um ca. 5h 30 schon wieder am Himmel. Alex war dann meist schon munter, er weckte mich wie immer liebevoll ca. um 6h und dann gabs unsere Morgenroutine und danach Frühstück.
    Diesmal mussten wir uns die Nahrungsmittel schon gut einteilen, denn wir durften kein Obst und Gemüse mit hinüber nach Alaska mitnehmen. Deshalb bestand auch ein Einkaufsverbot. Unser Kühlschrank musste leer werden.

    Die Zeit verging so schnell, daß ich schon bald wieder unser Mittagessen zubereiten musste. Zwischenzeitlich hatte Alex unsere beiden Räder ausgeladen und hergerichtet.

    Dann fuhr ich mit unserer neu erstandenen Moskitofalle und dem Verlängerungskabel den Berg hinunter nach Whitehorse. 1. Station, die ich anfuhr, war die Fischleiter aus Holz, die für die Lachswanderung gebaut worden war, damit die Lachse die aus dem Meer den Yukon hinaufschwammen die Kraftwerkstufe überbrücken konnten. Auf meinem Weg lag auch der alte Raddampfer, der nun oberhalb des Flusses an Land zu besichtigen war. Von 1929 bis 1936 fuhr die Klondike I entlang des Yukon Rivers und von 1937 bis 1950, die baugleiche Klondike II, die nun dort noch zu sehen ist. Sie transportierte Fracht zwischen Whitehorse und Dawson City.
    Weiter ging es entlang am Radweg, dem Fluss folgend, bis ich den Elektroladen am anderen Ende der Stadt erreichte. Hier konnte ich das Teil wieder zurückgeben, denn wir hatten es probiert und es mit einem kanadischen Adapterstecker an unseren Konverter angeschlossen. Ein kreischendes Geräusch war die Folge. Ok, das hält keiner aus und schlafen kann da auch keiner dabei.
    Danach radelte ich noch gemütlich durch die Stadt, besuchte eine Galerie und machte Pause vor dem Museum, die Sonne schien, und ich spürte schon meinen Po vom kurzen Stück radelfahren.
    Danach machte ich mich auf den Weg zurück, den Berg hoch.
    Alex hatte gelesen und ein paar emails geschrieben.
    Wir hatten einen tollen Stellplatz, die wilden Tiere besuchten uns direkt an unserer Haustüre.
    Morgens waren es zwei Rehe und abends ein schöner Fuchs.
    Bei vollem Sonnenschein gingen wir um 21h in unser Hochbett und ließen die Rollos runter.
    Der nächste Morgen war mein Lauftag und Alex setzte sich aufs Rad.
    Nach dem Frühstück ging’s dann zum Carwash und zur Tankstelle. Wir brauchten Diesel für den Alaska Highway.
    Wir wechselten uns alle 100 km beim Fahren ab. Dieser Abschnitt des Highways war in einem extrem schlechten Zustand. Viele Schlaglöcher und Abschnitte mit ausgebesserten Schotterstrecken, Bodenwellen und Fahrtrinnen im Asphalt, spickten unseren Weg und verlangten unsere gesamte doppelte Aufmerksamkeit.

    Nach einer Brücke über den Donjek River, sah Alex einen Trailer am Fluss stehen.
    Sofort entschieden wir, hier unseren letzten Rastplatz in Kanada vor der Grenze gefunden zu haben.
    Herrlich plätscherte der Fluss an unserem Stellplatz vorbei. Alex wärmte Wasser für meine Haarwäsche und dann noch eine herrliche Dusche im strahlenden warmen Sonnenschein bei 24°.
    Wir waren wunschlos glücklich hier.
    Morgen würden wir auch noch hierbleiben, chillen und unsere gesamten Lebensmittel, die wir nicht über die Grenze mitnehmen durften, noch verzehren.
    Read more