… wir haben uns entschieden: ZUERST ALASKA
Jul 14–17 in Canada
☀️ 18 °C
Dienstag, 14.07.2026 bis Freitag, 17.07.2026
Vom Cat Lake bis nach Whitehorse
551 + 530 + 636 + 555 Tageskilometer
Die Nacht auf der Gravel Road, der Zufahrtsstraße zum Cat Lake war ruhig. Wir haben gut geschlafen und schön langsam gewöhnen wir uns an die neuen Tages und Nachtzeiten. Nur mehr wenig Jetlag. Wir machen unsere Morgensport-Routine und genehmigen uns danach ein gesundes Frühstück.
Gemüse, Bohnen für Alex, Porridge mit Obst für mich, Obstteller für Alex. Unser selbst gemachtes Natto, das wir in einer Kiste mit Deckel, Thermofor mit Nattostarter von zu Hause reifen haben lassen, wurde mit Senf und Sojasauce pikant abgeschmeckt. Einfach nur köstlich!
Dann geht es auf den Highway zurück. Alle 100 Kilometer wechseln wir uns ab. Schneebedeckte Gipfel, Blumenwiesen und blaue Seen ziehen an uns vorbei.
Unseren Nachtplatz hatte ich in Quesnel, nahe der Universität in einer Sackgasse auf IOverlander gefunden. Als wir dort ankommen, steht schon ein anderer 4x4 Van ebenfalls dort. Wir plaudern ein wenig mit Richard, wohnhaft derzeit auf den Bahamas auf einem Segelboot, er erzählt uns das Trump ihn in den Konkurs getrieben hat, weil er seiner Baufirma die Rechnungen nicht bezahlte. Nach ein wenig herumpolitisieren wegen Trump, beendete er abrupt das Gespräch mit uns. Wir waren froh, uns nicht mehr erklären zu müssen, und da wir noch ein wenig Bewegung brauchen, spielten wir eine 20 minütige Runde Federball. Dann gings auch schon ins Bett.
Der Mittwoch Morgen begann bei mir mit einem Lauf. Bei Alex mit einer Rad-Ausfahrt. Als ich in einen Weg abseits der Straße einbiegen wollte, stutze ich bei einer gelben Tafel. „ Achtung, Bären“. Ok, das war mir zu riskant und so kehrte ich um, lief einen kleinen Trail, der rund um das Universitätsgebäude angelegt worden war. Ich machte gleich mal 3 Runden, und statt Bären, sah ich 2 riesige Rehe.
Nach dem Frühstück stellten wir das schmutzige Geschirr in die Spüle und fuhren los.
Die Landschaft war echt grandios. Während der eine fuhr, recherchierte der andere. Vielleicht eine Kanutour am Yukon?, Whale Watching in Skagway? Es taten sich viele Möglichkeiten auf.
Unser Ziel ab Abend war ein Stellplatz am Bulkley River. Dort angekommen, stand noch ein weiteres Wohnmobil aus den USA dort. Es war eine Familie aus Deutschland.
Wir machten noch einen Abstecher hinunter an den Fluss zum Waschen und ein wenig Sonne tanken auf einem warmen Stein, dann freuten wir uns noch auf einen Spielsatz Federball.
Der Fluss rauschte neben uns vorbei und mit diesem Klangerlebnis im Ohr, schliefen wir bald ein.
Der Donnerstag Morgen begann mit einer Yoga und Kraft Einheit auf der Wiese neben unserem Van. Dann unser gutes Frühstück und der Weiterfahrt Richtung Norden.
Kurz vor Mittag sagte Alex: „Ich glaub,das da vorne ist ein Bär der gerade über die Straße läuft!“
Er blieb stehen, und wir konnten das riesige Tier durch die Blumenwiese tapsen sehen. Ab und an rupfte er Gras aus der Wiese. Ich war so aufgeregt, und glaubte ein Video von ihm gemacht zu haben. Pech! Es war nur ein einziges Foto von einem braunen, haarigen und sehr felligen Hintern.
Unser erster Bär!
Und weiter ging die Fahrt über den hügeligen Highway. Wir sahen einige Radfahrer, und gestanden uns ein, das wir auf diese Challenge momentan gern verzichteten.
Unsere Stellplatz am Simmons Lake wartete nach den vielen Kilometern schon auf uns.
Es ging sich auch noch ein Federball-Spiel in der Abendsonne aus. Hier im Norden Kanadas ging die Sonne ja sehr spät, so gegen 21:30 h unter.
Diesmal jedoch waren wir ein wenig unvorsichtig gewesen, hatten die Schiebetüren des Van zu lange offen gelassen.
Da war sie! Die Moskito-Invasion!
Wir saugten sie mit dem Staubsauger ein, zerklatschten sie mit bloßen Händen und auf unsere Pölster waren schon bald mit Blutflecken überseht.
Wir gaben auf. Zogen uns die Decke über den Kopf und versuchten zu schlafen. Alex holte sich das Kopf-Mückennetz.
Ich konnte so nicht schlafen.
Irgendwie haben wir es also geschafft, und sind vor Müdigkeit dann doch eingeschlafen. Immer das irre Sirren der Gelsen im Ohr.
Wir standen um 5h auf und konnten bei Sonnenaufgang unsere Morgenroutine genießen. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg nach Whitehorse. Wir hatten inzwischen viel recherchiert und angefragt.
Die Kanufahrt am Yukon war ausgebucht. Na, vielleicht am Rückweg?
Aber wir durften nichts mehr einkaufen gehen, denn alles frisches Obst und Gemüse darf nicht nach Alaska eingeführt werden. Ob wir das schaffen werden? Das haben wir nicht bedacht.
Durch den Moskito-Überfall war auch der Bedarf an Gelsenspray und elektrischer Moskitofalle aufgetaucht. Denn unsere Falle hatte ihren Geist aufgegeben.
In Whitehorse klapperten wir alle Elektrofachmärkte ab, aber wir fanden nur ein großes Teil mit Stecker. Das nahmen wir mit.
Leider stellte sich beim Probieren am Parkplatz heraus, das er mit unserem Konverter nicht kompatibel war und ein sirrendes Geräusch von sich gab. Da kann ja keiner schlafen! Ok! Der geht dann wieder zurück.
Geheilt von den vielen tausenden Steckmücken am See, suchten wir uns heute einen Stellplatz am Berg aus.
Eine Parkbucht neben der Gravelroad. Na hoffentlich ist es in der Nacht nicht so stark befahren.Read more
























