…auf zum Gletscher nach Seward
Jul 29–31 in the United States
⛅ 17 °C
Mittwoch, 29.07. bis Freitag, 31.07.2026
Mittwoch, zeitig früh ging’s gleich nochmals ins Fitnessstudio, danach unter die heiße Dusche und am Parkplatz gabs noch ein sehr köstliches Frühstück für uns.
Wir stockten im Walmart noch unsere Vorräte auf und gaben noch einen kurzen Stopp am „Lake Hood“, dies ist der Wasserflugzeug - Airport hier in Anchorage. Während Alex ein kurzes Nickerchen im Auto nutzte, spazierte ich interessiert am See entlang, sah Wasserflugzeuge starten und landen. Irgendwie geriet ich von hinten in das Airplane-Museum dort, über hintere Schleichwege und musste somit keinen Eintritt zahlen. So kam bekam ich einen Eindruck vom Fliegen in früheren Jahrzehnten und bekam alte ausgedienter Flugzeuge zu sehen, die ihre besten Jahre hinter sich hatten.
Vor allem scheint das Fliegen mit Kleinflugzeugen hier wirklich unabdinglich und „in“ zu sein.
Nach ca. 200 km auf dem Seward Highway in südlicher Richtung erreichten wir dann das Städtchen am Ufer eines Fjordes. Viele kleine Holzhäuser und noch mehr Kirchen gab es dort zu sehen. Diese versetzten einen fast mehr als 100 Jahre zurück die Zeit der Besiedelung.
Seward ist auch der Startpunkt des berühmtesten und längsten Hundeschlittenrennens der Welt, des Iditarod.
Es führt über mehr als 1800 km durch wilde unberührte Landschaften, Gebirge und über gefrorene Flüsse.
Der bisher schnellste Hundeschlittenführer brauchte mit seinen Huskys ein wenig mehr als 8 Tage.
Alex befüllte noch unseren Wassertank und danach brachen wir zu unserem Stellplatz auf. Dieser lag etwas außerhalb von Seward im Bachbett des Resurection Rivers, der aus dem Gletscher entsprang, neben dem unsere morgendliche große Wanderung den Berg hinauf ging.
Angekommen, richteten wir noch alles her, Verpflegung, Trinken, Ausrüstung, wir verstauten unser Frühstück und Mittagessen in unseren Rucksäcken.
Endlich, um fast 22h ging es ins Hochbett um für Morgen gut ausgerastet zu sein.
Der nächste Morgen brach mit einem wunderschönen Wetter an, um ca. 6h früh starteten wir vom Stellplatz mit dem Van und fuhren bis zum Parkplatz des Exit Glacier`s.
Der Exit Glacier ist ein massiver 6,4 km langer Talgletscher im Kenai Fjords National Park, nordwestlich von Seward. Er ist der meistbesuchteste und zugängliche Gletscher in Alaska, berühmt dafür, das man ihn in den Sommermonaten direkt erreichen kann. Der Gletscher wurde 1968 von einem Bergsteigerteam benannt, der ihn als natürliche Rampe nutzte um das massive Harding-Eisfeld zu verlassen und dient als markanter visueller Indikator der Eisschmelze auf Grund des Klimawandels.
Wir wanderten also los, zuerst kurze Strecke auf Asphaltweg, dann ging es steil bergauf. 16,4 km, 1100 Hm in 10h44min.
Abgesehen von der wirklich anstrengenden,langen Tour, genossen wir herrliche Ausblicke auf den Gletscher, mit seinen türkisblauen tiefen Spalten und Rissen.
Ein imposanter Eisgigant, an dessen Ausläufern die herrlichste Vegetation sprießte. Alle möglichen Blumen konnte ich entdecken, blaue Lupinien, Veilchen, Hollersträucher, Narzissenwindröschen,lila Storchenschnäbel, rotgelbe Akeleien,pinkfarbene Weidenröschen und riesiger Wiesen-Bärenklau säumten unseren Weg. Sogar unzählige Himbeersträucher standen am Wegesrand. Leider waren die Beeren alle noch grün.
Es war einfach unbeschreiblich fruchtbar hier und die Gebirgsbäche brachten viel Wasser hier zu Tal.
Wir sahen Murmeltiere und Wiesel unseren Weg kreuzen und in den Wiesen Gras fressen.
Immer wieder hatten wir atemberaubende Ausblicke auf die Berggipfel rund um uns. Teils mit Schnee bedeckt, die Wiesen rund um uns mit blauen Lupinien und gelben Butterblumen gesprenkelt. Unglaublich schön und unberührt war alles hier.
Da wir so zeitig schon unterwegs waren, waren noch nicht so viele Leute unterwegs. Um ca. 8h suchten wir uns ein Frühstücksplätzchen und dann ging’s steil bergauf bis zur Schutz-Unterkunft am Harding - Icefield.
Bis dorthin hatten wir uns das Mittagessen, köstliche Wraps mit Seitan-Bacon, wirklich verdient.
Das Runtergehen, war eigentlich fast anstrengender als das Raufsteigen und am Ende der Tour waren wir beide froh unseren Kohbi unten am Parkplatz schon vor uns zu sehen.
Mit Beinen wie Pudding, kamen wir unten an, zischten uns ein kaltes,prickelndes Mineralwasser und kehrten auf unseren Stellplatz im Flussbett zurück.
Hier würden wir uns morgen noch auskurieren, die müden angespannten Muskel beruhigen, lesen, am Fluss chillen und die Sonnenstrahlen genießen.Read more


































