• Ruhetag am Fluss und das Dörfchen Talkeetna

    Aug 1–2 in the United States ☀️ 19 °C

    Samstag, 01.08.2026 und Sonntag, 02.08.2026

    237 km vom Flußbett am Resurrection River bis
    Es war wieder mal 5h früh, die Lieblingszeit von Alex, wo er es im Bett nicht mehr aushielt. Er kletterte dann immer über mich drüber, denn ich lag vorne im Bett und er bei der Hecktüre.
    So konnte ich nämlich nachts aufs Klo gehen und weckte meinen Liebsten nicht auf.
    Mein Schatz machte dann grünen Tee für uns beide, und und adjustierte sich heute für seine morgendliche Radtour.
    Ich war noch ziemlich fertig von gestern, denn ich hatte gestern beim Wandern aktiv 1700 Kalorien verbrannt und Alex laut seiner Garmin Aufzeichnungen ca. 700.
    Deswegen gabs für mich noch ein paar Telefonate mit meinen Liebsten und danach noch eine kleine Yoga-Einheit am Rande des Flussbettes vom Resurrection River.
    Danach begann ich unser Frühstück herzurichten und war gerade fertig, als Alex von seiner 2-stündigen Radtour zurückkam.
    Wir blieben also noch tagsüber am Fluss, und erholten uns von der anstrengenden Bergtour. Eine weitere, ruhige Nacht mit Flussgeplätscher, gutem Frühstück, gesundem Mittagessen, mit Lesen und Chillen hatten wir uns ja gestern verdient.
    Sonntag früh gabs noch Yoga und ein wenig Krafttraining, danach fuhren wir noch Richtung Seward um Wasser aufzutanken und Kohbi nochmals mit dem Dampfreiniger sauber zu machen. Danach ging es weiter zum Denali National Park auf dem Weg dorthin wollte ich unbedingt noch das Dörfchen Talkeetna besuchen.
    Während also Alex die Zeit für ein Schläfchen im Kohbi nutzte, sprang ich neugierig aus dem Van und machte mich auf den Weg durch das alte Village. Alte Holzhäuser, Holzblockhütten, die alte Schule und der Dorfladen waren noch sehr gut erhalten, einige Tafeln mit alten Fotos der früheren Einwohner erzählten von ihrem vergangenen Leben und ich bekam einen sehr guten Eindruck, wie das Leben als Goldsucher in Alaska in einer kleinen Holzblockhütte ausgesehen haben mag.
    Ein Patchworkladen hat mir dennoch extrem gut gefallen, da es wirklich mal was anderes zu sehen gab und mir das Hobbie Nähen schon sehr nah ist.
    Am liebsten hätte ich ein paar Stoffe eingekauft.

    Heutzutage präsentierte sich Talkeetna doch eher als Touristenmetropole, viele Autos und auch Busse hatten die Touris ausgespuckt, die nun in den vielen Kneipen, Imbissbuden und Restaurants an der Hauptstraße sich durch die Fritten und Burger probierten.

    Das empfand ich extrem schade und abtörnend, so ging ich dann auch nicht die Hauptstraße sondern die parallele Straße dazu,wieder zum Van zurück. Ich kam an der Schule und an mehreren interessanten Häusern vorbei und hierher verirrte sich kaum ein neugieriger Tourist.
    Meine Sightseeing-Lust war also gestillt und so fuhren wir zurück zum Highway.

    Wie immer hatten wir das Wetter mindestens 2 -3 mal am Tag auf diversen Wetterapps mitverfolgt. Und die nächsten 2 Tage war sogar eine Überflutungswarnung für Talkeetna ausgeschrieben.
    So wurde aus dem Ruhetag, den wir hier in der Nähe auf einem Stellplatz am Fluss noch machen wollten nichts mehr, denn wir wollten weder mit Kohbi auf irgendwelchen Schlammstraßen steckenbleiben noch überflutet werden.

    So fuhren wir noch 2 weitere Stunden Richtung Nationalpark Denali, und fanden auf IOverlander einen geschotterten Stellplatz etwas weiter weg vom Highway.
    Die Wetterprognose war jedoch auch nicht berauschend. Zwar kein Dauerregen, dafür starker Wind mit Böen bis 50 km/h und das die nächsten 2 Tage.
    Wir suchten uns also einen windgeschützteren Platz zwischen den Büschen, den Alex für besonders geeignet hielt und kuschelten uns die nächsten 2 Tage dort ein, denn so lange sollte der Starkwind andauern.
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