… die ersten Bisons, ein Elch und viel heißes Wass
August 17 in Canada
☀️ 19 °C
Montag, 17.08.2026
346 km bis nach Liard River Hot Spring
Um 5h früh Tagwache, Morgenroutine, Frühstück.
Den Abwasch verstauten wir in der Spüle, damit wir keine Fahrzeit vergeudeten.
Und plötzlich ein kleiner Stau auf der Autobahn, der sich als Bisonherde entpuppte. Riesige Fellknäuel, die uninteressiert fraßen und schliefen. Die Autos hielten, und auch wir konnten uns an diesen prächtigen Kolossen nicht sattsehen.
Gegen Mittag, kochten wir uns wieder direkt neben der Autobahn und gegen frühem Nachmittag erreichten wir unser Ziel, Liard´s Hot Springs.
Es gab einen schönen großen Parkplatz auf dem man nicht übernachten durfte und nach Zahlung von $5,— pro Person am Eingangsschranken, konnten wir vom Parkplatz über einen Holzsteg die Wetlands überqueren. Am Weg zu den heißen Pools entdeckten wir das braune Hinterteil einer Elchkuh, auch ein kleines geschäftiges Mäuschen knabberte neben dem Steg an einem Grashalm.
Ich darf Euch diesen Ort an Herz legen. Er ist achtsam gestaltet und das heiße Wasser blubbert direkt am äußersten Rand des Naturpools vom Boden an die Oberfläche.
Wir hatten uns schon im Kohbi das Badezeug angezogen, legten die Oberbekleidung ab und stiegen über Treppen in den heißen Pool. Dieser hatte zwischen 35° und 40° Wassertemperatur. An der Oberfläche schien sich das heiße Wasser zu bewegen, darunter war es kühler. Gräser und Blumen wuchsen rund um den warmen Teich, und man war während des Herumwatens sehr beschäftigt, die unterschiedlichen Temperaturen dieses Beckens auf der Haut auszuhalten.
Wir durchschritten einen sehr heißen Bereich und hockten uns dann am Rand ins angenehm warme Wasser, direkt hinter uns, tröpfelte ein kalter Bach direkt über den Rand ins Pool und mischte das Wasser zu einer aushaltbaren Temperatur.
Seit vielen Jahrhunderten ist dies ein bedeutsamer Platz, den schon Native People, Fellhändler und Goldwäscher besucht und genutzt hatten.
Die Natur ist hier einzigartig, Orchideen blühen hier, und im Winter bleibt dieser Bereich eisfrei.
Elche lieben die heißen Quellen und wir verbrachten sicher 2 Stunden dort im heißen Wasser. Länger hielten wir es dann nicht aus, denn wir rochen auch den schwachen Schwefelgeruch, der hier vorherrschte, und man wurde richtig müde nur vom Herumsitzen im heißen Wasser.
Auch am Rückweg konnten wir nochmals eine Elchkuh erspähen, und ein kleines fleißiges Mäuschen beobachten.
Auf IOverlander hatten wir uns fast gegenüber einen Stellplatz gefunden, der eher mehr nach einem verlassenen Eigentümer-Grundstück glich. Ein kleiner Bach ergoß sich in einen weißen Eimer, Autowracks verrosteten in Blumenwiesen und ein großer Hippie-Wohnwagen stand bemalt und verlassen mit eingeschlagenen Fenstern unter dichtem Buschwerk. Das konnten wir aber erst alles am nächsten Morgen so feststellen. Denn als wir den Platz erreichten, wollten wir müde vom heißen Wasser nur mehr in unser Bett.Read more




















