• „Jasper Nationalpark, wir kommen!“

    Aug 15–16 in Canada ☁️ 12 °C

    Samstag, 15.08. bis Sonntag, 16.08.2026
    410 km und 396 km

    Unsere Nacht war ungestört gewesen, die Geräusche der vorbeifahrenden Autos wurden von den vielen Bäumen ziemlich gut abgehalten.

    Heute waren wir erst gegen 6h munter geworden und der Morgenhimmel, den ich aus dem Schlafzimmerfenster sah kündigte sich farbenprächtig an.

    Wir legten unsere Unter-Matte mit den Yogamatten auf den Rasen und danach machte ich eine kurze Endeckungstour zu dem kleinen, versteckten Flüßchen hinunter, neben dem unser Stellplatz lag.
    Wow, war das atemberaubend schön anzusehen, wie sich der rosa-pinkfarbene Morgenhimmel im Flusslauf spiegelte.

    Nach unserer Morgenroutine und dem fabelhaften Frühstück machten wir uns wieder auf den Weg.
    Alle 100 km wechselten wir uns ab. Und ja, weil ich nicht so lang geschlafen hatte, war ich doch schon beim 1. Schlag, den ich immer fuhr nach 50 km schon wieder müde.
    Ein Surren zeigte uns immer an, wenn wir die Rillen außerhalb des Fahrstreifens oder außerhalb der Mittellinie überfuhren.
    Oje, ich hatte wirklich einen Sekundenschlaf! Nach einer gerechtfertigten Predigt über Schlafbedarf, Nahtoderfahrungen und Verantwortungslosigkeit, die ich mir sehr zu Herzen nahm, fuhren wir geänderten Sitzpositionen weiter und ich versuchte mein Schlafdefizit mit einem Nickerchen abzubauen.

    Mittagessen kochten wir irgendwo am Alaska Highway, gegen Abend fanden wir einen Stellplatz in der Nähe von Carmacks.
    Er lag etwas terrassiert hinter Bäumen, die uns ein wenig vom Highway abschirmten.
    Wir spielten auf dem unebenen mit vielen Schottersteinen bestückten Platz noch ein wenig Federball, um uns noch etwas zu bewegen.
    Danach machten wir uns fürs Schlafen fertig. Plötzlich sagte Alex, das seine mittlere Zehe des rechten Fußes geschwollen war. Ich googelte, und da es keine Erfrierung sein konnte, musste es wohl eine Nagelbetteiterung sein.
    Zugsalbe war mein 1. Gedanke. Ich verband Alex´s Fuss, wo ich vorher dick, die schwarze Salbe aufgetragen hatte.
    Auch ein 2. Gerstenkorn war bei Alex unter dem ersten direkt am Lid entstanden. Diesmal versuchte ich sofort einzuschlafen und nicht mehr noch 1 Stunde am Tablett zu hängen.

    Der Sonntag morgen brach an, wir machten noch Yoga und ein paar Terraband-Übungen um dann nach Whitehorse aufzubrechen. Somit war die Schlaufe nach Alaska mit dem Erreichen dieses Städtchens geschlossen.
    Wir tankten, Alex füllte Ad Blue nach, und ich notierte dies alles in unserer fortlaufenden Liste.
    Dann ging’s noch zum bekannten Walmart, wo ich uns mit Lebensmitteln, Obst und Gemüse eindeckte.
    Leider hatte ich wieder etwas Durchfall und dies machte mir nun wirklich Sorgen. Während dem Fahren recherchierte ich wieder und ich fand heraus, dass zuviel Flüssigkeit direkt zu den Mahlzeiten den Darm veranlasst, das Essen zu schnell weiterzuschieben und es nicht genug eindicken kann.
    Ok, dann das Trinken beim Frühstück und Mittagessen nun weglassen. Und mein süßer Ehemann macht dabei mit. Er versucht immer, mir alles einfacher zu machen.
    Gegen Abend suchten wir uns einen Schlafplatz irgendwo am Highway, ich behandelte noch die geschwollene Zehe von Alex und dann gings auch schon ins Hochbett.
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