• Yellowhead County

    August 21 in Canada ⛅ 10 °C

    Freitag, 21.08.2026

    Bold Hill Trail, ca. 15 km, Kamm-Wanderung mit Blick auf den Maligne Lake

    Frühmorgens verließen wir den Campingplatz und fuhren ca. 45 Minuten in das Maligne Tal hinein, zum Maligne Lake, hier befand sich der Trail-Einstieg.

    Zuerst ging es auf schönem breiten Weg, wo man nebeneinander herlaufen konnte immer stetig bergauf.
    Nach 1 Stunde machten wir Frühstückspause auf weichem Waldboden und marschierten danach frisch gestärkt weiter.

    Die schönen Ausblicke auf den See , wo die Bäume schon weniger dicht standen, waren atemberaubend. Blauer Himmel und keine einzige Wolke am Himmel. Der See glitzerte im Talgrund und wir beide kletterten immer höher hinauf. Den zweiten Gipfel konnten wir über den Kamm bezwingen,und oben angelangt fragte uns ein Japaner ob wir Fotos von ihm machen konnten, und wir bekamen deswegen schöne Paarfotos auf dem riesigen Felsen!
    Auch freche Berg-Streifenhörnchen haben wir oben gesichtet. Es machte sich am Mittagessen unseres japanischen Fotografen gütlich.
    Unter dem Gipfel, in einer windgeschützten Grasmulde machten wir unsere ausgedehnte Mittagspause mit gefüllten Wraps. Leider durfte ich nur glutenfreie Wraps essen, da meiner aus Reismehl gemacht war, zerbröselte er mir buchstäblich unter den Fingern. Ich aß also Brösel- Wraps mit Gemüse und selbstgemachte Tomatensauße aus der Schüssel.
    Meine Nachspeise, Joghurt mit Früchte und Ahornsirup, war dafür beim Essen mein Highlight.
    Ein kleines Schläfchen in der Sonne, und dann machten wir uns auf den Weg den Berg hinunter.
    Gegen 16h waren wir wieder bei Kohbi angelangt. Wir fuhren das Tal zurück nach Jasper, Alex tankte dort nochmals auf, füllte Ad Blue nach, während ich im gegenüberliegenden Supermarkt nochmals Vorräte an Obst und Gemüse einkaufte.

    Wir wollten unbedingt wieder frei campen und keinen Campingplatz mehr anfahren. Dies entpuppte sich jedoch in jeder Hinsicht als schwieriges Unterfangen.
    Alle Campgrounds auf den Weg Richtung Süden nach Banff, waren schon voll belegt.
    Der Honeymoon Campground war wegen einer Bärensichtung gesperrt gewesen, die beiden weiblichen Rangers, die wir auf dem einen Campingplatz trafen, erzählten uns, sie würden diesen gerade wieder aufsperren, und wir sollten dort warten.
    Auch ein schwarzer normaler Pkw mit einem jungen Mann, wartete dort ebenfalls auf die Öffnung.
    Als sie ankamen und am Schloss hantierten, stellte sich heraus, dass sie keinen Schlüssel besaßen. Es würde also 1 Stunde dauern, bis wir hinein könnten.
    Das wollten wir nicht, und wir machten uns weiter auf in südliche Richtung. Jeden Platz den wir anfuhren und absuchten, war proppenvoll.
    Alex fand dann über IOverlander einen Stellplatz in einem Fluss-Seitental, mit 15 Minuten Umweg wieder zurück auf den Highway.
    Als wir in den Schotterweg abbogen, sah die Sache sehr vielversprechend aus. Großer Platz, wenige Camper.
    Als wir jedoch Kohbi gerade platzieren wollten und sein Niveau einstellten, drang laute Party-Musik an unsere Ohren.

    Ein Zeichen aufzubrechen, und uns ein stilleres Örtchen zu suchen. Also wieder hinaus auf die asphaltierte Straße und die nächste Möglichkeit genommen: „Wildhorse Creek, Rustic Camping Area“, hier im Staat Alberta, konnte Alex eine Online National Park- Karte um $ 35 CAN kaufen. Somit konnten wir nun kostenlos in jeder Camping Area in Alberta frei stehen.

    Ein riesiges Gelände tat sich vor uns auf, überall Erdwege, teils mit tiefem Staub belegt, viele Camper suchten vor der Dunkelheit noch einen Platz. Die besten Plätze direkt am Flussufer waren natürlich schon belegt und teilweise auch mit Kohbi nicht befahrbar.
    Ok, also wieder zurückfahren, denn Alex hatte bei der Einfahrt auf den Platz zwischen den Bäumen einen Stellplatz erspäht.
    Es dauerte dann noch gut fast 1 Stunde, bis wir einen versteckten Platz auserkoren hatten, Alex, unseren Kohbi mit dem Heck voran hinein bugsiert hatte, dann mussten wir auch noch wegen der vielen Bodenunebenheiten unsere Auffahrtskeile auslegen.

    Hier stehen wir nun. Mitten im Wald, nur schemenhaft nehmen wir die anderen Camper wahr.
    Ok, wir bleiben hier, 2 Nächte, rasten, erholen, ein wenig lesen, Bergschuhe reparieren (auf unseren beiden Kybun-Bock klafft seitlich auf jedem Schuh ein Loch).

    Aber jetzt endlich ab unter die warme Decke!
    Read more