Suomenlinna - Unesco Weltkulturerbe
May 6–9 in Finland ⋅ 🌬 6 °C
Vor allem der Abwechslung wegen, haben wir uns nach Suomenlinna verholt. Satt von der Großstadt und dem praktisch gelegenen Stadthafen, der wie ein zügiger Bahnhof ist, legen wir ab und verholen uns in das 3,7 Seemeilen südlich gelegene Suomenlinna. Im letzten Jahr hat es nicht geklappt, da uns der letzte Liegeplatz vor der Nase von einem Motorboot weggeschnappt wurde. Und in diesem Jahr wurden die Karten neu gemischt, so haben wir sogar freie Auswahl. Alle für unsere Bootsgröße verfügbaren Plätze sind frei. Ohnehin wollen wir nur einen Tag auf dieser wunderschönen und deswegen auch von zahlreichen Touristen besuchten Insel bleiben.
Der Wind verspricht nicht allzu üppig zu sein, aber dafür aus der richtigen Richtung zu blasen und so genießen wir den sonnigen Tag auf dieser beeindruckenden Festungsinsel, die einem Museum gleicht. Bevor es dann morgen früh endlich richtig losgehen soll.
Voller Vorfreude auf die Segelei stehen wir früh so gegen 6 Uhr auf, nur um festzustellen, dass der Wind irgendwoanders weht, aber nicht in der Bucht von Helsinki. Somit wird die Abfahrt auf den morgigen Tag verschoben, nichtsahnend, dass sich das Szenario mit dem fehlenden Wind noch ein weiteres Mal wiederholen wird.
Das schönste ist, dass wir im Frieden damit sind. Diese (neue) Gelassenheit ist ein Segen, macht das Leben so leicht und so viel schöner.
Schließlich klappt es dann am dritten Tag mit früh aufstehen, dem richtig vorhandenen Wind, dem Ablegen und dem Segeln.
Das früh Aufstehen hatten wir ja bereits 2x gut geübt. Beim Ablegen hatten wir noch eine zusätzliche Übung. Der bestgechtützte Platz ist auch der am meisten verwinkelte. So hat sich hinter uns noch ein großes Segelboot längsseits gelegt und uns die schmale Ausfahrt noch etwas enger gesteckt. Was haben wir uns Gedanken gemacht, und das Ablegemanöver ausgiebig diskutiert, von links nach rechts gedreht, und so versucht,alle Eventualitäten durchzuspielen. Die Realität war dann ganz anders, frei nach dem Mooto: ich habe schon viele Katastrophen erlebt, ein paar wenige davon sind sogar eingetroffen. Letztendlich haben wir dann bei Windstille einfach alle Leinen gelöst und sind Quick and Dirty rückwärts vom Steg weggefahren. 🤣
Aber besser so, als andersrum. 😁
Jo, und dann sin wir draußen. Und stellen fest: alles, was am Ende der Saison schon fast automatisiert war wird jetzt wieder aus dem letzten Hinterstübchenwinkel hervorgekramt, als würde man es zum ersten Mal machen. Also erst Mal ein bisschen einruckeln, viel rum diskutieren, Fähren und Schleppern mit riesigen Arbeitsplattformen ausweichen, die wie bestellt, plötzlich aus allen Richtungen Kurs auf uns nahmen, und dann hoch die Segel, Kurs West.Read more

















