• Der Weg ist das Ziel

    May 9–10 in Finland ⋅ ☁️ 11 °C

    39 Seemeilen in 11 Stunden ergeben eine Durchschnittliche Geschwindigkeit von 3,5 Knoten, also 6,4 km/Stunde. Also durchaus eine Reisegeschwindigkeit, die man auch zu Fuß erreicht. Das interessante daran ist, dass wir das gemächliche Vorankommen beide völlig im Frieden erfahren haben. Diese Entspanntheit macht mich glücklich und zugleich etwas unsicher, weil diese friedliche Glückseligkeit ein neues Gefühl für mich ist. So viel Frieden in mir zu spüren ist eine Erfahrung, die ich in dieser Tiefe noch nicht erlebt habe. Nicht einmal mein Klabautermann im Kopf konnte mir das Schöne madig machen.
    Denn wer kennt das nicht:
    Das dicke Ende kommt noch….
    Freu dich nicht zu früh…
    Tatsächlich kam kein dickes Ende, die Freude hat den ganzen Tag angehalten und wir sind gut im Barösund angekommen. Haben nach rund 7 kn Wind wahrend des Segelns dann standardmäßig bei 20 Knoten angelegt, um dann bei plötzlicher Windstille den erstmals angelaufenen Hafen im gleichnamigen Barösund zu genießen. Das Genießen war recht kurz, da wir vom ersten Segeltag so fertig waren und gleich ins Träumeland abgehauen sind. Die ganze Schönheit wurde uns erst richtig am nächsten Morgen bewusst. Ja, Natur duftet, Stadt nicht. Idylle ist so etwas unfassbar Schönes. Und hier oben erst recht.
    Jürgen hat mein Gefühl perfekt in Worte gefasst: “Jetzt weiß, wie sehr mir diese felsige Natur in den Schären gefehlt hat.”
    Als Durchgangshafen nach dem Trubel Helsinkis war Barösund der perfekte Ort für die erste Nacht in den Schären. Eine Nacht deswegen, weil die Bucht des Zaren auf uns wartet.
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